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Revolutions in Sound: Top-Ten-Sets vom Boiler Room

Bringt euch mit den besten Momenten aus dem Boiler Room in Tanzstimmung!
Von: Joe Muggs
4 min readPublished on
Disclosure und Skream

Disclosure und Skream

© Steve Stills

In nur drei Jahren ist der Boiler Room zur Schmiede von Underground-Dancemusic geworden. Wie alle guten Ideen, ist auch diese einfach: Man stelle einen DJ vor eine kleine Crowd und übertrage das Ganze live und online. Seit der ersten Übertragung ist der Boiler Room zu einem echten internationalen Medienimperium gewachsen, das von der ganzen Welt aus sendet. In diesem Prozess launchte und relaunchte man die eine oder andere Karriere, half dabei, aufstrebende Sounds zu etablieren, und zeigte vor allem, welche Künstler im Business bestehen können, wenn es darauf ankommt. Hier kommen die größten Momente.
Disclosure stehen an der Schwelle zum Mainstream, Skream fängt gerade an, sich weg vom Dubstep hin zu Disco und House zu bewegen. Gäbe es also eine bessere Gelegenheit, den Boiler Room aus Clubs und Kellern in eine dekadente Londoner Hotelsuite zu verlegen?
Es gab einige mächtige Livesets im Boiler Room: Carl Craig, Araabmuzik, Jon Hopkins. Aber das hier ist der Gewinner: Samiyam, Lokalmatador aus Los Angeles, triggert seine Hip-Hop-Samples so flüssig und trippig, dass der Sound äußerst intensiv daherkommt.
Der Frontmann von Radiohead ist technisch kein besonders begabter DJ. Aber verdammt, er kennt seine Songs. Bei seiner Session anlässlich des Remixalbums der Band waren Jamie xx, Caribou und Lone mit dabei. Sein Set war voll von diesem Verdammt-was-ist-das-schon-wieder-für-ein-Track-Zeug. Vor allem als er sich in düsterer Elektronik bewegte.
Dieses Set stammt aus den Anfangszeiten des Boiler Rooms. Als er noch wie ein Piratensender wirkte, der aus einer Lagerhalle in Ostlondon sendete. Das Set festigte seinen Ruf als eine Adresse, um qualitativ hochwertige Dancemusic von neuen Trendsettern und echten Legenden gleichermaßen zu bekommen. Theo lässt hier mal überhaupt nichts anbrennen.
Der Anblick und Sound eines DJs, der mühelos die Stufen in die globale Champions League erklomm. Der Clip hier kommt aus einem schillernden Berliner Club. Und Nina schlürft Champagner mit Eis. Außerdem verwebt sie einige der schrägsten atonalen Techno- und Acid-Klassiker, die man sich nur wünschen kann.
Diese von der RBMA kuratierte Grime- und Garage-Session zählt zu den am meisten diskutierten Sessions im Boiler Room aller Zeiten. EZ setzt allem die Krone auf, indem er UK-Garage-Klassiker mit derartigen Skills am CDJ verbindet, dass die Grenze zwischen DJing und Live-Performance verschwimmt.
Vergesst, was ihr über Superstar-Produzent Mark Ronson wusstet. Und denkt dran, dass er vor allem ein DJ war und Hip-Hop seit seiner Kindheit gelebt und geatmet hat. Macht die Visuals aus: Ein besseres aktuelles Hip-Hop-Set werdet ihr dieses Jahr nicht hören.
Twitch & Wilkes aus dem Optimo in Glasgow und David "Move D" Moufang sind drei erfahrene Profis in diesem Spiel. Sie hatten drei Stunden, um sich zu entspannen und des Sets zu erfreuen. Jede erdenkliche Spielart war beim four-to-the-floor dabei: von verschwommen über benebelt und anstachelnd bis punkig.
Noch so ein Veteran der Dancemusic, der von seiner in Endlosschleife verfügbaren Session profitierte. Mr G hob seine Detroit/Chicago-Sounds auf ein neues Level und verzerrte alles, ohne jemals den Groove zu verlieren – wie er selbst beim Tanzen beweist. Aufgabe: Findet jemanden, der seine Musik so sehr verkörpert wie Mr G selbst.
Die kanadische House-Meisterin Heidi verwandelt ihre Session in eine angemessene Party. Housemusic ohne Ende. Eine Gastgeberin mit dem gewissen Etwas. Und ʺControversy″ von Prince zum Finale der perfekten Party.
Revolutions in Sound wird ab 20:30 Uhr live auf channel4.com (UK) und redbullrevolutionsinsound.com (Rest der Welt) übertragen.

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United KingdomLondon, United Kingdom
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