Die besten Überlebenstipps für Rust
© Facepunch Studios
Games

Rust: Die besten Überlebenstipps für Einsteiger

Der Hype um Rust kennt keine Grenzen. Gemeinsam mit Felix "Filow" Nier liefern wir euch die besten Tipps & Tricks für den Einstieg.
Autor: Philipp Briel
5 min readveröffentlicht am
Survival-Games liegen im Jahr 2021 voll im Trend. Was das Wikinger-Abenteuer Valheim so besonders macht, haben wir euch bereits verraten. Doch auch der Titel Rust hangelt sich aktuell, trotz fortgeschrittenen Alters, von einem Rekord zum nächsten. Am 03. Januar schalteten über 1,2 Mio. Zuschauer weltweit auf Twitch ein, um sich Gameplay zu Rust anzuschauen und auch bei Red Bull Zockt 100 spielt der Multiplayer-Titel eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit Felix "Filow" Nier stellen wir euch die wichtigsten Überlebenstipps vor.

1 Min

Red Bull Zockt 100 - Es geht los!

Red Bull Zockt 100 – der deutschsprachigen Gaming Kanal von Red Bull

Rust: Worum geht’s überhaupt?

Rust ist ein klassisches Survival-Game, wie es im Buche steht. Im Grunde genommen erwartet euch im Spiel nur eine einzige Aufgabe: zu überleben. Ohne Ressourcen oder Hilfsmittel werdet ihr in eine offene Spielwelt geworfen, in der ihr Hunger, Durst oder Kälte trotzen müsst.
Als Multiplayer-Titel trefft ihr dabei immer wieder auf andere Spieler, doch ob diese euch wohlgesonnen sind, könnt ihr nie mit Sicherheit sagen:
„Das Spiel unterscheidet sich in erster Linie durch das sehr bestrafende Gameplay. Es ist wirklich schwer. Daher fühlt es sich sehr rewarding an, wenn man es mit gutem Loot nachhause schafft. Das Basebuilding ist kompliziert, hat sehr viele Tricks in sich,“ verrät Felix Nier.
Unsere Spielfigur eilt auf der Suche nach Ressourcen dem Sonnenuntergang entgegen. Rust setzt auf ein knallhartes Gameplay, das Fehler bestraft. Wer sich damit auseinandersetzt, wird reich belohnt
Knallhartes Gameplay: Rust bestraft Fehler gnadenlos

Rust Einstieg: Worauf musst du achten?

Noch vor dem Spielstart ist die Wahl des richtigen Servers entscheidend. Neueinsteiger sollten sich zunächst auf Server konzentrieren, die als „Anfängerfreundlich“ markiert sind oder nur wenige Spieler vorweisen – so habt ihr mehr Zeit, euch mit dem Gameplay vertraut zu machen.
Grundsätzlich gilt: je weniger Spieler auf einem Server unterwegs sind, desto selten trefft ihr aufeinander und desto mehr Zeit bleibt euch, das Spiel zu verinnerlichen.
Zu Beginn des Spiels landet ihr ohne Ressourcen oder Ausrüstung am Strand. Doch bevor ihr euch überhaupt in das Survival-Abenteuer stürzt empfiehlt “Filow“, euch zunächst einmal mit den Spieleinstellungen auseinanderzusetzen.
Pass die Grafik an, regel sie soweit runter dass du wirklich gute FPS hast. Wenn du streamst, mach den Streamermode an. Stell deine Sensitivtiy ein. Werde warm mit der Steuerung.
Habt ihr das erledigt, kann es eigentlich auch schon losgehen. Doch was tut man als erstes? Unvorbereitet in Rust zu starten ist der größte Fehler, den ihr machen könnt, denn das Spiel verzeiht nahezu keine Patzer.
Rust ist extrem komplex und fordernd, deswegen solltet ihr zügig mit dem Abbau von Ressourcen beginnen und euch nach einem geeigneten Bauplatz für eure Basis umsehen:
Nimm deinen Stein und hau auf Holz. Renn am besten erstmal weg vom Strand (Spawnpoint). Farme dir 500 Holz und 80 Cloth zusammen. (300 Holz für einen Speer, 200 Holz und 50 Cloth für einen Bogen und 30 Cloth für einen Bag).

Sucht euch einen Bauplatz

Genretypisch nimmt der Bau einer eigenen Basis auch in Rust einen wichtigen Stellenwert ein. Euer Lager dient euch als Rückzugs- und Spawnpunkt, solltet ihr (wieder) einmal das Zeitliche segnen.
Während ihr euch langsam vom Strand entfernt, solltet ihr die Augen nach einem geeigneten Bauplatz offenhalten. Für Einsteiger empfehlen sich Gebiete in der Nähe von Wäldern und Bergen, da ihr hier schnell an Materialien wie Holz und Stein kommt. Auch in der Nähe einer Straße oder eines Monumentes empfiehlt der Profi zu bauen.
Auf dem Weg dorthin solltet ihr immer wieder Ressourcen wie Stein, Schwefel, Metall und Stoff abbauen, um eure Basis schnell ausbauen zu können.
Fange klein an. Baue erst die Base, wenn du sicher bist, dass du genug Holz und Stein hast um die Base upzugraden. Es bringt dir nichts, eine große Basis aus Holz zu bauen. Fange mit einem Starter an (2x1, 2x2, etc).
Eine Basis aus Stein ist laut Felix "Filow" Nier empfehlenswert, die ihr zudem mit einem sogenannten Airlock ausstattet – dabei werden Türen so angeordnet, dass niemand hindurch kommt, wenn sie geöffnet sind.

Die beste Rust-Waffe für den Einstieg

Ohne Werkzeuge und Waffen kommt ihr in Rust nicht weit. Gerade in den ersten Spielstunden solltet ihr nicht alle Materialien in den Ausbau eurer Basis stecken. Stellt sicher, dass ihr euren Charakter mit den nötigen Items ausstattet, um langfristig am Leben zu bleiben.
Zumindest eine einfache Waffe wie ein Speer oder Bogen erleichtern das Spiel ungemein, außerdem solltet ihr eine Axt für die Gewinnung von Ressourcen anfertigen.
Eine sehr starke Waffe im Early-Game ist der Bogen. Er ist ein Must Have am Anfang. Steintools reichen für den Anfang erstmal.
Wir bauen mit unserer Steinaxt Holz ab. Werkzeuge und Waffen sind für das Überleben in Rust unabdingbar.
Mit Steinaxt & Bogen seid ihr für die ersten Stunden gewappnet
Überleben im wahren Leben: Damit setzt sich Survival­-Expertin Megan Hine auseinander und verrät, was du im Umgang mit Löwen, Facebook-Freunden und schießfreudigen Rebellen lernst:

Die Planung der Basis ist entscheidend

Habt ihr einen Bauplatz gefunden und euch erste Tools angefertigt, solltet ihr mit der Planung der eigenen Basis beginnen – und nicht einfach direkt drauf loslegen, wie “Filow“ verrät:
Versetze dich in die Lage eines Raiders. Mache es ihm so schwer wie möglich an deinen Loot zu kommen. Baue nicht zu viele Vierecke. Baue Außenschichten (Honeycomb) um deine Base noch sicherer zu machen.
Überlegt euch am besten vorher, wie groß eure Basis werden soll. Zu Beginn tut es ein rundum abgeschlossener Unterstand mit einem Werkzeugschrank, allerdings solltet ihr in Rust immer mehrere Schritte im Voraus denken.
Baut eure Basis zu Beginn zunächst aus den folgenden Teilen:
  • Bodenplatte
  • (mindestens) zwei Wände aus Stein
  • Ein Werkzeugschrank
  • Ein Schloss für den Schrank (damit der Inhalt nicht geklaut werden kann)
  • Eine Stein-Tür
  • Ein Schloss für die Tür
  • Ein Dach
  • Einen Schlafsack
Habt ihr alle Komponenten für eure Basis gebaut, steht das Grundgerüst, mit dem sich eure Base nach und nach problemlos erweitern lässt.
Besonders der Schlafsack, den ihr aus dem aus Hanfpflanzen gewonnenen Stoff craftet, ist von entscheidender Bedeutung. Dieser dient euch in Rust als Wiedereinstiegspunkt, falls ihr einmal das Zeitliche segnet. Und glaubt uns: Das wird ziemlich häufig der Fall sein, vor allem zu Beginn.
Lasst auf eurem Weg zum Bauplatz immer mal wieder einen Schlafsack fallen, um nicht wieder am Strand loslegen zu müssen.
Ein selbst gebautes Haus in Rust. Beim Basenbau im Survival-Game gibt es eine Menge zu beachten
Mit Ruhe und Geduld schustert ihr euch ein schönes Haus zusammen.

Andere Spieler in Rust: Traue niemandem

Irgendwann (meist, wenn ihr gar nicht damit rechnet) kommt der Punkt, an dem ihr in Rust auf andere Spieler treffen werdet. Hier ist Vorsicht geboten – ihr solltet keinesfalls den Helden spielen und grundsätzlich zunächst einmal niemandem trauen. Denn ob es andere Spieler nur auf eure Ressourcen abgesehen haben oder euch tatsächlich freundlich gestimmt sind, könnt ihr zu keinem Zeitpunkt sicher sagen:
Auf High-Pop Servern (also Server mit vielen Spielern) solltest du anfangs einfach instant wegrennen. Never Trust in Rust.
Das Duell zweier Spieler in Rust. Ob andere Zocker Freund oder Feind sind, könnt ihr nie mit Sicherheit sagen.
Trefft ihr auf andere Spieler, ist immer Vorsicht geboten.
Und falls euch Rust doch (wieder) einmal frustrieren sollte, hat “Filow“ noch einen letzten Tipp für euch:
"Wer gerne gut in Rust sein will, muss es spielen und erleben. Du wirst frustriert sein, du wirst ragequitten und du wirst wahrscheinlich oft keinen Spaß haben. Wenn du jedoch viel spielst, wirst du besser. Und das Gefühl, wenn du deinen ersten erfolgreichen Raid machst, ist schon ziemlich nice. Survival of the fittest. Wenn du trainierst (auf dafür gemachten PvP-Train-Servern) hast du einen Vorteil. Der Waffenrückstoß ist erlernbar. Also rein!"