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Skateboarding

Flip Skateboards Eurodyssey verwüstet Europa

Die Flip Crew hinterlässt einen Pfad der Zerstörung durch Deutschland, Österreich und Schweiz.
Von: Sam McGuire
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4 Min

Flip Eurodyssey Tour

Die Flip Crew hinterlässt einen Pfad der Zerstörung durch Deutschland, Österreich und Schweiz.

In den letzten Jahren kam es aufgrund der vielen Flüge innerhalb Europas zu etlichen Last-Minute Problemen. Also beschlossen wir dieses Mal mit dem Van von Amsterdam aus ostwärts bis nach Wien zu fahren. Es stand uns eine 3.000 km lange Odyssee durch einen großteil Europas bevor, die noch kaum einer von uns vorher gesehen hatte.
Die ersten Stunden ging es noch durch uns vertraute Landschaften in Richtung Köln, wo wir für ein paar Tage Halt machten, um den Plaza, die Universität und den Lentpark zu skaten.
Von Köln aus fuhren wir dann weiter nach Österreich, genauer gesagt in die schöne Stadt Innsbruck. Aus irgendeinem Grund hat die Stadt dort einfach einen riesigen Skatespot auf einem öffentlichen Platz gebaut, von dem uns vorab schon berichtet wurde und der seinem Ruf alle Ehre machte. Schaut am Landhausplatz vorbei – es lohnt sich.
Wir durchquerten Österreich weiter, bis wir tief im Osten des Landes die Hauptstadt Wien erreichten und es kam uns vor, als wären wir in einem ganz anderen Land gelandet. Die folgenden Tage verbrachten wir mit Demoskaten in einem Skatepark und Streetskaten an den vielen verschiedenen Streetspots der Stadt.
An dieser Stelle verließ uns LouieLopez, um für ein paar Tage die BRIGHT Skateboard Messe zu besuchen, während der Rest von uns gen Westen auf Zürich zusteuerte.
Bis dahin war das Wetter auf unserer Seite, doch Zürich beschloss den Spieß umzudrehen und so verbrachten wir ein paar Tage damit, mithilfe in einer Skatehalle, einer privaten Miniramp, einer überdachten Laderampe und schlussendlich einer Bahnstation dem Regen auszuweichen.
Im Bahnhof skateten wir ein überdachtes und bislang unberührtes Rail, doch der Security zeigte sich davon wenig begeistert und beendete kurzerhand unsere Session. Irgendwie schaffte es Fotograf Sörfi eine Genehmigung zum Fotografieren des Rails zu bekommen. Curren Caples und Matt Berger nahmen diese dankend an und tüteten ein paar Tricks ein, bevor der Security noch einmal zurückkam, um uns zu erklären, dass unsere Genehmigung ausschließlich für Fashion Shoots und nicht für Skateboarding gelte.
Nach einer ungewohnt zehnstündigen Fahrt erreichten wir schlussendlich Den Haag in Holland. Louie Lopez war nach seiner kurzen Abstinenz wieder an Board und wir fuhren am nächsten Tag eine Demo in einem alten Metall-Park in Rotterdam. Ursprünglich sollte dieser Park bereits zu unserer Demo im Jahre 2002 erneuert werden, doch die Arbeiten wurden verschoben. Immerhin schien wieder die Sonne und wir gaben anschließend noch eine Autogrammstunde im Skateshop direkt neben dem Park.
Am letzten Tag schwirrten bedrohliche Regenwolken über unseren Köpfen; trotzdem schaffte es Matt Berger ein Kinkrail zu bezwingen und wir bekamen sogar noch zwei Stunden an dem unglaublichen Bankspot in Nieuwegein, bevor sich der Himmel über uns ergoss und den Trip damit beendete.