Wie in „Avatar“!
© Getty Images
Exploration

Die schönsten Orte in Asien: Was du sehen musst!

Der größte Kontinent der Erde bietet einige Naturspektakel, die man sich nicht entgehen lassen darf.
Autor: Thomas Wernhart
8 min readveröffentlicht am
Mit 44,615 Millionen Quadratkilometern ist Asien der größte Kontinent unseres wunderschönen Planeten und macht mit seiner Flächre etwa ein Drittel der gesamten Landmasse der Erde aus. Kein Wunder, dass es hier sehr viel zu entdecken gibt – um es dir ein wenig leichter zu machen, haben wir eine Lise von „Must-Sees“ zusammen gestellt, wobei wir diese Naturspektakel gleich nach Ländern geordnet haben, um dir deine Reiseplanung zu vereinfachen.

Zhangjiajie Pillars, China

Diese Glasbrücke beeindruckt!
Diese Glasbrücke beeindruckt!
Der Zhangjiajie National Forest Park ist ein sehr spezieller Platz in der chinesischen Hunan Provinz und für seine spektakulären Felsformationen bekannt. Durch Erosion entstanden, ragen diese Felstürme hoch in den Himmel und begeistern die Besucher. Die 1080 Meter hohe „Southern Sky Column“ wurde 2010 sogar in "Avatar Hallelujah Mountain" umbenannt, weil sie für den Film "Avatar – Aufbruch nach Pandora" als Inspiration diente.

Rainbow Mountains, China

Statte dem Regenbogen einen Besuch ab.
Statte dem Regenbogen einen Besuch ab.
Der Zhangye-Danxia-Geopark unweit der Stadt Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu lockt die Besucher mit einem farbenfrohen Naturschauspiel. Die Felslandschaft beeindruckt mit ihrem Farbenspiel, das durch die Erosion von rotem Sandstein entstand. Die beste Zeit um den Rainbow Mountains einen Besuch abzustatten ist von Juni bis September, weil zu dieser Zeit das Wetter am angenehmsten ist und der starke Sonnenschein gepaart mit kleinen Regenschauern die Berge so richtig erstrahlen lässt. Zu Sonnenaufgang kann man die Farben sehr gut erkennen, aber die Sonnenuntergänge sind noch spektakulärer.

Reed Flute Cave, Guangxi, China

Genieße das Farbenspiel.
Genieße das Farbenspiel.
Die „Reed Flute Cave“ in Guangxi, China ist über 180 Millionen Jahre alt und zieht die Besucher mit ihrer künstlich, farbenfrohen Lichtstimmung magisch an. Der See im Inneren der Höhle, die wunderschönen Tropfsteine und die abstrakten Felsformationen machen diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis. Die Inschriften im Felsen, die bis in das Jahr 792 n. Chr. zurückdatiert werden können, stammen aus der Tang Dynastie.

Shilin Stone Forest, China

Lass dich vom „Steinernen Wald“ beeindrucken.
Lass dich vom „Steinernen Wald“ beeindrucken.
Der „Steinerne Wald“ in der chinesischen Yunnan Provinz besteht aus Kalksteinformationen, die aussehen wie versteinerte Bäume. Das riesige Shilin National Scenic Area ist 400 km2 groß und in sieben Areale eingeteilt, die alle mit ihren Attraktionen locken. Der „Stone Forest“ war vor etwa 270 Millionen Jahren ein seichtes Meer und gehört heute zum UNESCO-Welterbe.

Chocolate Hills, Philippines

Arogos Tränen als Touristenattraktion.
Arogos Tränen als Touristenattraktion.
Die „Schokoladenhügel“ sind eine interessante geologische Formation aus grasüberdecktem Kalkstein, die sich über ein Gebiet von mehr als 50 km² verteilt. Während der Trockenperiode, trocknen die grasbedeckten Hügel aus, wechseln ihre Farbe und nehmen einen schokoladenbraunen Ton an – daher der Name. Die 1268 nahezu perfekt halbkugel- oder kegelförmig gestalteten Hügel, die zwischen 30 und 50 m hoch sind, liegen auf der philippinischen Insel Bohol und sind nicht von Menschenhand geschaffen. Forscher haben verschiedensten Hypothesen aufgestellt, aber sind bis heute zu keinem fixen Ergebnis gekommen. Eine der Legenden berichtet von Arogo, einem jungen und kräftigen Riese, der sich einst in Aloya, eine ganz gewöhnliche Sterbliche und Tochter eines Eingeborenenhäuptlings, verliebte. Als sie starb brach ihm das Herz und Arogos Tränen wurden dabei zu Hügeln, die als die heute sichtbaren Chocolate Hills noch immer von seiner tiefen Trauer zeugen.

Sabang-Untergrundfluss, Philippinen

Geh in den Untergrund und lass dich verzaubern.
Geh in den Untergrund und lass dich verzaubern.
Der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark bietet so einige Attraktionen, die man nicht verpassen sollte. Die 23 Millionen Jahre alte Hauptattraktion ist der etwa sieben Kilometer lange Untergrundfluss, der längste beschiffbare Welt. Für Touristen sind zwar nur die ersten 1200 Meter des Systems freigegeben, trotzdem kann man hier mystische Erfahrungen machen. Das liegt vielleicht auch an den schätzungsweise 40.000 Zwergfledermäuse die hier ihre tägliche Herberge finden. Außerdem befinden sich im Nationalpark der Mangrovenfluss "Poyuy-poyuy", zahlreiche Höhlen und eine artenreiche Fauna und Flora - ein Besuch lohnt sich!

Mount Bromo, Indonesia

Was für eine Aussicht.
Was für eine Aussicht.
Der 2329 Meter hohe „Gunung Bromo“ liegt auf indonesischen Insel Java und ist einer der aktivsten Vulkane auf Java. Um diese Touristenattraktion rankt sich die Sage von Prinzessin Roro Anteng, die zu den Göttern betete, um mit ihrem Ehemann Joko Seger Nachkommen zeugen zu können. Diese versprachen ihnen zu helfen, unter der Bedingung, ihr letztgeborenes Kind den Göttern zu opfern. Die beiden hatten 24 Kinder und das 25. musste geopfert werden, was die Prinzesin nur mit brutalen Drohungen der Götter schaffte. Nachdem es in den Krater geworfen wurde, befahl die Stimme des Kindes den Einheimischen, jährlich eine Feier am Vulkan abzuhalten. Dieses Fest, das aus einer nächtlichen Prozession zum Gipfel, wo dann Tiere, Früchte und Reis geopfert werden, besteht, wird auch heute noch abgehalten.

Zaō-san,Yamagata, Japan

Bock auf Powder?
Bock auf Powder?
Alta in Utah oder Valdez in Alaska zählen zu den schneereichsten Gebiete der Welt, doch diese Region in Japan ist eine Liga für sich. Die kalte Luft aus dem nahe gelegenen Sibirien, die über das Wasser der japanischen See heranrauscht und dabei extrem viel Feuchtigkeit aufnimmt bringt jedes Jahr utopische Schneemassen: sagenhafte 30 bis 38 Meter Neuschnee pro Winter. Die schneereichsten Regionen Japans sind deswegen auch unbewohnbar. Die weltweit höchste jemals gemessene Schneedecke wurde natürlich auch in Japan registriert - unglaubliche 11,82 Meter in der Provinz Shiga.

Mount Fuji, Japan

Der heilige Berg.
Der heilige Berg.
Der 3.776 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg Japans und gehört seit 2013 zum Weltkulturerbe. Der Berg gilt im Shintō schon seit Jahrhunderten als heilig und seit dem Jahr 806 befindet sich am Fuße des Berges der Shintō-Schrein Fujisan Hongū Sengen Taisha, der heute Hauptsitz von über 1300 Sengen-Schreinen ist. Der Fuji gehört heute zu den beliebtesten Touristenzielen in Japan - pro Tag besteigen rund 3000 Touristen den Gipfel.
Motorschirm · 1 Min
This guy just flew over Mt Fuji with his paramotor

Living Bridges, Indien

Natürlicher Brückenbau in Indien.
Natürlicher Brückenbau in Indien.
Lebende Brücken haben entweder natürlichen oder künstlichen Ursprung und bestehen aus Wurzeln, Ranken oder Lianen. In Nordostindien kreieren die Khasi, ein indigenes Volk mit über 1,1 Millionen Angehörigen, diese Naturgebilde indem sie Baumwurzeln an ausgehöhlten Stämmen der Betelnusspalme entlangwachsen lassen. Haben die Wurzeln ihren Zielort erreicht, werden die Stämme entfernt und die Wurzeln verwachsen sich im Boden. Einige dieser Brücken sind weit über 100 Jahre alt.

Pangong Tso Lake, Indien/China

Ein fast schon magischer Ort.
Ein fast schon magischer Ort.
Dieser beeindruckende Salzsee liegt im Hochland von Tibet an der Grenze zwischen Indien und China. Auf 4238 Metern über dem Meeresspiegel kann die Luft schon etas dünn werden, doch es lohnt sich an diesem fast magischen Ort in einem der Zeltdörfern zu übernachten und sich den Sonnenuntergang sowie den Sonnenaufgang anzuschauen. Der 134 km lange und maximal 8 km breite See friert im Winter komplett zu, also Eislaufschuhe nicht vergessen.

Soon Doong Cave, Vietnam

Bitte eintreten.
Bitte eintreten.
Son Doong Cave in Vietnam wurde erst 1991 entdeckt und dann erst im Jahr 2009 durch eine britische Gruppe von Höhlenforschern erkundet. Das Sơn-Đoòng Höhlensystem besteht aus mindestens 150 einzelnen Höhlen, Seen, Flüssen und einem eigenen Dschungel. Das Höhlensystem betriit man über den größten bisher entdeckte Höhlengang der Welt, der über 250 Meter hoch und 150 Meter breit sit. Mit einer Länge von fünf Kilometern ist der Gang größer als die Deer Cave im Gunung-Mulu-Nationalpark in Malaysia – ein Besuch wird dir die Sprache verschlagen.

Halong-Bucht, Vietnam

Eine unglaublich schöne Gegend.
Eine unglaublich schöne Gegend.
Das rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin im Norden Vietnams beheimatet nach offiziellen Angaben 1969 Kalkfelsen, die mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser ragen. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht liegt, versinkt langsam, man sollte sich also mit einem Besuch beeilen. In der Gegend gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten wie Hang Tong (Trommelgrotte) oder Hang Dau Go (Höhle der hölzernen Pfähle). Leider sind die Sicherheitsstandards nicht sonderlich hoch, man sollte vor den alten Touristenbooten gewarnt sein.

Blaue „Lava“, Indonesien

Ein farbenprächtiges Spektakel.
Ein farbenprächtiges Spektakel.
Der Vulkankomplexe in Jawa Timur ist für den Kratersee Kawah Ijen, der von manchen Geologen und Mineralogen als „das größte Säurefass der Erde“ bezeichnet wird, bekannt. Das säurehaltigen türkisfarbigen Wasser und seine heftig dampfenden Solfatare sind extrem beeindruckend, vor allem nachts, wenn der Schwefel bläulich verglimmt. Aus Sicherheitsgründen ist der Krater leider nicht immer frei zugängliche.

Gunung Kelimutu, Indonesien

Hier leben die Seelen der Verstorbenen.
Hier leben die Seelen der Verstorbenen.
Die drei Seen um diesen Vulkan auf der indoensischen Insel Flores wechseln aufgrund von gelösten Mineralien im Abstand von mehreren Jahren ihre Farbe von Schwarz zu Türkis, Rotbraun oder Grün. Der westliche See heißt Tiwi Ata Mbupu („See der Alten“), die beiden anderen tragen die Namen Tiwu Nua Muri Kooh Tai („See der Jungen und Mädchen“) und Tiwu Ata Polo („Verzauberter See“). Die Einheimischen sind der Meinung, dass die Farbwechsel von den Seelen der Verstorbenen ausgelöst werden. Von dem Dorf Moni aus kann der Berg in etwa drei Stunden bestiegen oder über eine sehr kurvenreiche Straße erreicht werden.

Baikalsee, Sibirien

Man muss sich ja warm halten.
Man muss sich ja warm halten.
Der Baikalsee ist mit 1642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Die Temperaturen hier können bis auf etwa −50 °C fallen und bis in den Juni hinein kann es Nachtfröste geben - das ist auch der Grund, warum der See etwa von Mitte November bis Anfang Mai komplett zugefroren ist. Dann werden auf der Eisoberfläche „Zimnik“ genannte Eisstraßen angelegt, einige Ortschaften am Baikal sowie die Inseln sind dann nur über diese Eispisten zu erreichen.

Door to Hell, Turkmenistan

Das „Tor zur Hölle“.
Das „Tor zur Hölle“.
Der Krater von Derweze befindet sich in Turkmenistan, in der Wüste Karakum, und entstand 1971 bei der Suche nach regionalen Gasvorkommen. Während der Bohrungen brach eine Höhle, die mit Erdgas gefüllte ist, zusammen und so entstand dieses großes Loch, das einen Durchmesser von etwa 70 Metern aufweist. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist seit 1971 weiterhin am Brennen.

Reisterrassen Banaue, Philippinen

1 Min
Reisterrassen Banaue, Philippinen
Die 2000 Jahre alten Reisterrassen von Banaue dehnten sich einst von der Provinz Cagayan im Nordosten bis zur Provinz Quezon weit im Süden aus und reichen noch heute bis in eine Höhe von 1500 m über dem Meer. Möchte man die Terrassen in Baranggay Batad oder Hapao ansehen, muss man eine Jeeptour aus buchen, da diese Amphitheater schwer erreichbar sind. Man kann seinen Besuch auch mit dem traditionellen "Banaue Imbayah" Festival, das alle drei Jahre im April statt findet, kombinieren. Hier fließt Reiswein im Überfluss aus magischen Krügen, die von Generation zu Generation weitergereicht wurden. Ein Fest mit historisch-kulturellem Hintergrund, das für die Toten und die Götter abgehalten wurde. Brian Grubbs hat sich bei seinem Besuch eher dem Sport als dem Trinken gewidmet.