Super Mario Odyssey ist endlich auf der Switch gelandet und hat einen Haufen Spielspaß mitgebracht. Zusammen mit seinem magischen Hut namens Cappy, begibt sich Nintendos Maskottchen auf eine Weltreise, um seine geliebte Prinzessin Peach aus den Klauen seines Erzfeindes Bowser zu befreien. Der Ausgangspunkt der Geschichte ist wohl bekannt, aber lasst euch davon nicht täuschen – Super Mario Odyssey ist vollgepackt mit neuen Gameplayideen und zahlreichen versteckten Überraschungen.
5 davon haben wir für euch aufbereitet, aber keine Sorge vor Spoilern: Um alle Details zu erfahren, müsst ihr schon selbst auf die Reise gehen – wir zeigen euch nur den Weg.
Fütter das Sparschwein für den Sombrero
Münzen zu sammeln war in Mariospielen immer ein wichtiges Element. Entweder schnappte man sie sich für Punkte, um den anderen Spielern auf dem Scoreboard zu zeigen, wer hier die Klempnerhosen anhatt, oder man versuchte verzweifelt 100 Stück zu ergattern, um das nächste Extraleben freizuschalten – was wohl auf die meisten Gamer zutraf.
Man musste jedesmal das Risiko abschätzen, ob man den nächsten schwierigen Sprung für ein paar Münzchen wagen oder lieber auf Nummer sicher gehen sollte.
Als Mario-Spiele dann mit unendlichen Continues ausgestattet wurden, verloren die ewig rotierenden Taler ihre Bedeutung. Jetzt hat man endlich einen neuen Zweck für sie entdeckt, denn in Super Mario Odyssey kann man mit ihnen Dinge kaufen – verrückt, oder?
Neue Outfits, Power Monde, Sticker für dein Schiff, die Odyssey, und vieles mehr findet sich in den Shops der verschiedenen Welten. Darüber hinaus verlierst du jedesmal eine handvoll Münzen, wenn du ein Leben einbüßt. Das bedeutet, dass ihr wieder genug Gründe habt, euch verwegen für ein bisschen Gold in den nächsten Abgrund zu stürzen, weil die Safariuniform ja unbedingt noch den passenden, schicken Abenteurerhut braucht.
Der Waschbär-Anzung bleibt im Trockner – wir haben neue Skills
Denkt man an Mario, dann erscheinen uns auch gleich die ikonischen Power-ups vor unserem geistigen Auge, wie der Fliegenpilz, der Stern oder die Feuerblume. Seit den ersten Spielen hat Mario den Standard festgelegt, dass man durch das Aufsammeln spezieller Objekte, neue Fähigkeiten bekommt. Da wächst man auf die doppelte Größe an, schießt Flammenbälle oder kann auf einmal durch die Luft segeln. Diese Formel haben unzählige andere Spiele kopiert und nun bricht Super Mario Odyssey komplett mit diesem selbtgeschaffenen Dogma. Stattdessen lässt Cappy, eure lebendige Kappe, Marios Geist in andere Charaktere, Feinde und sogar Objekte schlüpfen, die dieser dann nach Belieben steuern kann.
Das bedeutet, dass ihr als Gumba rumlaufen, als Koopa-Trooper Hammerwerfen oder als Flugechse gleiten könnt, je nachdem, ob ihr es schafft, euren Hut auf den jeweiligen Kopf zu platzieren. Im ersten Moment ist es für Mario-Fans eine Irritation, auf die traditionellen Power-Ups zu verzichten, aber schon bald merkt man, das in Super Mario Odyssey viel mehr Spezialfähigkeiten stecken, als in jedem Teil davor. Alle Möglichkeiten zu finden ist eine richtige Aufgabe, die euch immer weiter in das Spiel hineinziehen wird und euch auch ein wenig Freiraum für Experimente lässt. Wenn du dich als Lavamasse in vorher unzugängliche Bereiche vortastest oder als Frosch auf scheinbar unerreichbare Plattformen hochkatapultierst, wirst du im Anschluß sicher über das eine oder andere Geheimnis stolpern.
Schau dich nach Retro-Goodies um
Trotz der radikalen Änderungen in Super Mario Odyssey, weiss das Spiel genau, wo es seine Wurzeln hat und dass man diese ehren muss. Überall findet man kleine Abschnitte, die sich The Legend of Zelda: A Link Between Worlds zum Vorbild genommen haben. Spring hinein in das verpixelte Abwasserrohr und schwupps findest du dich in einer Retro 8-bit Version von Mario wieder, der als Wandgemälde seine 2D-Abenteuer bestehen muss.
Das ist sowohl optisch hübsch anzusehen, als auch eine Verneigung vor den Spielern, die seit dem ersten Fliegenpilz treue Anhänger des italienischen Handwerkers sind. Finden werdet ihr diese Eingänge vor allem etwas abseits des normalen Pfades, wie zum Beispiel im Wooden Kingdom hinter einer sprengbaren Wand, wo es nicht nur Peach im Katzenkostüm, sondern auch ein paar nette Boni für deren Rettung gibt, wenn ihr den richtigen Turm erklimmen könnt. Gegen Ende des Spiels, welches wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten, gibt es sogar eine kleine Reise durch Marios vergangene Abenteuer.
Der heutige Durchschnittsspieler von Super Mario Odyssey wird zur Zeit der ersten Sprünge des Helden noch nicht einmal geboren gewesen sein, aber der unbestechliche Charme dieser Ära zieht auch heute noch jeden in seinen Bann.
Mit den Schuhen kommst du hier nicht rein, Samurai Mario
Viel wurde über die Outfits in Super Mario Odyssey gerätselt und nun wissen wir, dass sie nicht nur eine kosmetische Novität sind – sie haben tatsächlich eine Auswirkung auf das Spiel. Die Bandbreite an Kostümen ist riesig: Jetzt kann Mario als Pirat auf dem Schiff herumlaufen, als Haubenkoch die Gegend erkunden oder mit seinem Bauhelm durch New Donk City streunen. Wer will kann auch nur mit Boxershorts bekleidet durch die Welt hüpfen und sich seine eigene Geschichte dazu ausdenken.
Generell schaltet man die Outfits mit regulären Münzen frei, außer wenn es sich um ganz spezielle Kostüme handelt. Für diese braucht ihr die viel selteneren violetten Geldstücke. Das kann dann sich dann schon zu einer kleinen Sucht entwickeln, weil man ja doch alles gesehen haben will, was in so ein Mario-Spiel reingepackt wurde. Wenn ihr dann als Big-Band-Mitglied in den Häuserschluchten der Großstadt unterwegs seid, werden euch ein paar versperrte Türen auffallen, die ganz spezielle Kleidervorschriften haben.
So braucht ihr die Samurairüstung unbedingt gegen Ende des Spiels, um weiterzukommen, scheitert aber mit diesem Outfit bereits an der Türschwelle, wenn ihr versucht, das Hochhaus in New Donk City zu betreten - hier müsst ihr euch schon etwas passenderes anziehen, denn auch bei Mario machen Kleider Leute.
Nach dem Abspann geht es weiter
Bei Mario-Spiele ist es vor allem in letzter Zeit immer schwerer geworden, festzumachen, wann man sie wirklich „geschafft“ hat. Klar kann man nach ein bis zwei Tagen die Endsequenz von Super Mario Odyssey über den Bildschirm flimmern sehen, wenn man es darauf anlegt - aber wie das Spiel gar nicht verheimlichen will, ist das nicht mal die Hälfte von dem, was es zu sehen gibt. Brandneue Levels werden eröffnet, sobald man das Abenteuer überstanden hat. Das ist zwar an sich nichts neues für die Reihe, aber gerade hier besonders schön und einfallsreich eingebettet.
Was man in der ersten Euphorie dabei übersieht ist, dass zusätzliche Power Monde aktiviert wurden, die man vorher in den Levels gar nicht erreichen konnte. Ihr werdet euch euren Weg also erneut durch die Levels bahnen müssen, um letztlich auch den bestgehüteten Mond zu erwischen. Aus Erfahrung kann man sagen, dass euch das sicher noch wochenlang an die Switch fesseln wird, denn Super Mario Odyssey bleibt auch nach dem Abspann erstaunlich reichhaltig. Wo wir gerade darüber sprechen...
Da capo, Cappy
Wenn du nicht schon längst von der Qualität dieses Spiels überzeugt bist, könnte man noch darüber sprechen, dass man Mario vor aufgestellten Lautsprechern zu verschiedenen Musikrichtungen tanzen lassen kann, mit dem Mofa herumdüsen darf oder das Spiel die Möglichkeit bietet, im Photomodus nach belieben Schnappschüsse zu machen, um im Anschluss mit Filtern und Stickern herumzuexperimentieren.
Die Liste an fantastischen Einfällen könnte so noch lange weitergehen, ohne sich zu wiederholen, aber speziell die Post-Game-Herausforderung hat es uns besonders angetan: Sie schickt uns in ein ganz bestimmtes Level eines Klassikers der Reihe. Was genau ihr dort vorfindet, soll aber ein Geheimnis bleiben, dass ihr lieber selbst lüftet.
