Parkplätze unmittelbar an der Rennstrecke? Nur für Auserwählte ...
© Ulrich Zinell
F1

Parken am Red Bull Ring: Die 10 Gebote

Nicht jeder kann mit Fahrrad, Bahn oder Helikopter anreisen. Manchmal sind Auto oder Motorrad alternativlos. Wir wissen, wie man es richtig macht (oder auch so richtig gründlich falsch).
Von: Werner Jessner
3 min readPublished on
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Vergiss das Navi

Führende Stoppuhren beweisen: nur die Red Bull Ring App kennt den tatsächlich schnellsten Weg. Im Unterschied zu regulären Navigationssystemen sind hier die intelligentesten Routen unter den besonderen Bedingungen eines Groß-Events hinterlegt. Einfach App downloaden, auf den Menüpunkt „Anfahrt“ klicken und darauf verlassen. Das gewöhnliche Navi hat dann unter der Woche wieder Dienst.
02

Nah dauert lang

Klingt komisch, ist aber so: Je näher am Geschehen, desto mühsamer. Nur Anfänger versuchen, mit ihrem Gebrauchtwagen bis ins Fahrerlager vorzudringen um Max Verstappen damit zu beeindrucken. Besser, stressfreier und viel, viel schneller: Das Auto rechtzeitig fallen lassen und die letzten Meter zu Fuß zurücklegen. Es gibt keine Ausreden: Von jedem der offiziell ausgeschilderten Gratis-Parkplatz ist der direkteste Weg zum Geschehen deppensicher markiert – wie man in der Steiermark treffend sagt.
Wer Nerven sparen möchte, nimmt die letzten Meter besser zu Fuß oder am Rad

Wer Nerven sparen möchte, nimmt die letzten Meter besser zu Fuß oder am Rad

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03

Sei kein Ochse

Ganz schlechte Idee: Irgendwo wild parken. Die offiziellen Abstellflächen am Red Bull Ring sind gratis, sicher und bewacht. Nicht dass irgendwo eine Ochsen-Herde ausbricht und deinen Lamborghini verkratzt, weil die Tiere glauben, er wäre einer von ihnen. Alles schon gesehen… Ach, übrigens: Karren, die öffentliche Straßen verstopfen, werden völlig humorlos abgeschleppt.
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Auto am Limit

Klar, im Rennen geht jeder ans Limit – auch materialmäßig. Auf Parkplätzen ist das allerdings nicht immer die allerbeste Idee, gerade wenn es geregnet hat. Alle Parkplätze am Red Bull Ring sind unbefestigte Wiesen. Mit den kaum profilierten Niederquerschnitt-Reifen am tiefergelegten Boliden in den morastigen Acker einfahren? Der Bauer mit dem Traktor holt sich sicher raus – vielleicht sogar schon am Montag.
Weicher Untergrund ist ideal für den Zeltaufbau, aber suboptimal für Autos.

Weicher Untergrund ist ideal für den Zeltaufbau, aber suboptimal für Autos.

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Kreisverstopfung

Natürlich nerven Staus bei der Anfahrt. Natürlich will man vor allen anderen auf der Tribüne sein. Was leider kontraproduktiv ist: Stoßstange an Stoßstange in den Kreisverkehr einfahren und die anderen Zu- und Abfahrten blockieren. Windschatten bringt keinem was – nicht einmal in der Formel 1.
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Kurze Wege

Von einem Parkplatz zum anderen fahren, um den Kumpel zu besuchen, der Karten für eine andere Tribüne gekauft hat? Schlechte Idee! Binnen-Verkehr ist auch Verkehr – und wegen diverser Einbahn-Regelungen gar nicht möglich. Besser: jeder parkt allein und ihr trefft euch danach gemütlich zu Fuß.
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Sei Teil des Ganzen

Klingt komisch, ist aber so: Eigene Ideen sind manchmal kontraproduktiv. Vor allem dann, wenn hunderttausende davon aufeinander prallen. So genial, überraschend und noch einzigartig sie auch auch sein mögen. Parkleitsysteme haben durchaus ihren Sinn. Sie mit vermeintlichen Abschneidern austricksen zu wollen, hat keinen.
So sieht ein individuelles Park-Arrangement aus.

So sieht ein individuelles Park-Arrangement aus.

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Auch Ordner sind Menschen

Nur weil jemand eine Weste angezogen hat, bedeutet es nicht, dass er seine Menschenwürde abgelegt hat. Die Einweiser auf den Parkplätzen versuchen, ihren Job so gründlich und effizient zu machen. Sie schlichten die Autos nach einem System mit Hirn – daran ändert auch kein Tobsuchtsanfall was, weil du eine Reihe weiter hinten parken musst als gedacht.
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Fragen hilft

Am Red Bull Ring gibt es auf jedem Parkplatz einen Info-Point mit speziell geschulten Mitarbeitern, die auf Fragen vorbereitet sind. Wo ist die Tribüne Gelb? Wie komme ich ins Fan Village? Wo wohnt Max Verstappen? Sie wissen es und freuen sich auf Fragen. Die Ordner haben inzwischen bereits das nächste Auto eingewiesen. Und das nächste. Und das nächste.
10

Nutze die Zeit

Das Rennen ist vorbei – und es gibt keinen Preis für die schnellste Abreise. Dein Ticket gilt auch noch Stunden nach Ende des Rennens. Warum nicht noch einen Kaffee trinken, die Atmosphäre genießen, das Rennen nachbesprechen und erst hinter der ersten Abreise-Welle entspannt loscruisen? (Vielleicht sieht man sogar einen Fahrer am Heimweg. Die stürzen sich auch nicht wie die Lemminge in die erste Rückreisewelle.)