Ruder-Ass Tim Ole Naske beim Workout mit Red Bull Cap und Red Bull Dose.
© Sven Jürgensen
Rudern

Ruder-Ass Tim Ole Naske im Porträt: Große Erfolge und Medaillenträume

Der Red Bull-Athlet will bei den Sommerspielen aufs Treppchen rudern. Hier spricht Tim Ole Naske über große Erwartungshaltungen und mentale Stärke.
Von: Sascha Reus
4 min readPublished on
Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld musste im Jahr 2020 jeder kürzertreten - so auch Red Bull-Athlet Tim Ole Naske. Der 24-jährige Ruderer befand sich mitten in der Saisonvorbereitung, als ein Wettkampf nach dem anderen abgesagt wurde. Eine Hiobsbotschaft für die Athleten aus dem deutschen Rudernationalteam, immerhin standen die Sommerspiele kurz bevor und alle waren heiß auf das Großevent in Tokio. Die Hoffnung auf eine Reise ins Land der aufgehenden Sonne lebte lange weiter. Doch letztendlich konnten auch die Sommerspiele nicht stattfinden. Neuer Termin: 23. Juli bis 8. August 2021.
Für Ruder-Asse wie Naske bedeutete die Verlegung des Highlight-Events: Viel Training auf dem Ergometer zuhause. Tim Ole schwang sich außerdem auf den Sattel seines Rennrads, spulte in den Sommermonaten satte 3.000 Kilometer ab. „Das hat mich vor allem physisch noch einmal ein Stück weitergebracht“, sagt der Deutsche Meister im Einer aus den Jahren 2017 und 2018: „Es ist aber dennoch ein komisches Gefühl, weil ich nicht weiß, wo ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe. Aber ich bin für diesen Sport noch jung und bei den Sommerspielen besser aufgestellt als die ältere Konkurrenz, die ein Jahr verloren hat.“
Ich treibe es manchmal so weit, dass mein Trainer mich halten muss, damit ich nicht vom Ergometer falle.
Für Naske wird es nicht die erste Teilnahme bei den Sommerspielen sein. Schon 2014 heimste der Ausdauersportler die Goldmedaille ein, allerdings bei der Jugend. Die Ziele bei den Großen sind klar: „Die Belohnung für die harte Arbeit ist das Treppchen. Nur dabei sein ist zu wenig. Wofür gibt ein Sportler vier Jahre lang alles und trainiert täglich?“

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Das meint Tim Ole wortwörtlich. Nur 150 Tage im Jahr verbringt er in seiner Heimatstadt Hamburg. Vor allem in der Zeit von April bis August liegt der Fokus komplett auf dem Sport. Ob am Stützpunkt in Ratzeburg, im Trainingslager oder auf Wettkämpfen, der Hamburger ist immer auf Achse. Doch er betont, dass die Tage in der Heimat ebenfalls enorm wichtig sind. Familie und Freunde konnte Naske in der Corona-Zeit deutlich häufiger besuchen.
Red Bull-Athlet Tim Ole Naske mit seinem Ruderboot.

Tim Ole Naske

© Henning Nockel/Red Bull Content Pool

Eine große Erwartungshaltung

Der Doppelvierer, in dem Tim Ole inzwischen seinen Platz gefunden hat, gewann sowohl in London 2012 als auch in Rio de Janeiro 2016 die Goldmedaille. Das Triple in Tokio wäre historisch. Die hohe Erwartungshaltung von außen? Schreckt den Mann aus der Hansestadt nicht ab! „Je größer der Druck, desto besser die Leistung. Eigentlich ist es die ideale Ausgangslage für mich.“
Schon in Rio hätte der damals 20-Jährige Deutschland bei den Sommerspielen vertreten können, doch es gab für ihn zu diesem Zeitpunkt noch keinen festen Platz in der Mannschaft. Das Nordlicht kam frisch ins Team und wollte keinen kompletten Altersbereich überspringen. So entschied er gemeinsam mit seinem Trainer, nicht den U 23-Bereich auszulassen. „Leistungsmäßig und physisch war ich noch nicht auf dem Niveau der Älteren“, gibt der Rechtswissenschaft-Student der Universität Hamburg zu: „Aber es müssen alle Parameter stimmen, um bei den erfahrenen Profis mithalten zu können. So habe ich mich über die Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil der Mannschaft gemausert und konnte 2020 immer die Normzeit unterbieten.“
Ruder-Profi Tim Ole Naske mit Red Bull Trainingsjacke auf dem Bike.

Tim Ole Naske beim Training auf dem Bike

© Sven Jürgensen

In der Weltspitze angekommen

Wie schon bei den Junioren gehörte Tim Ole auch im U 23-Bereich zur Crème de la Crème des Rudersports. Zunächst im Doppelzweier (2015), später auch im Einer (2016) wurde der Spitzenathlet Weltmeister. In Tokio misst er sich nun mit den Besten seiner Sportart und kämpft bei den Sommerspielen um eine Medaille.
Alleine mit der Teilnahme hat er damit bereits etwas erreicht, was für die meisten anderen Profisportler nur eine Wunschvorstellung bleibt. Verrückt macht sich Naske deshalb aber nicht. Obwohl im Rudersport alles stark auf die Sommerspiele ausgerichtet ist, denkt der Youngster von Wettkampf zu Wettkampf. Rückblickend lässt sich sagen, dass es für den Red Bull-Athleten kein besseres Erfolgsrezept hätte geben können. In nur wenigen Jahren hat sich das Kraftpaket den Weg in die Weltspitze erarbeitet.

Mentale Stärke aus eigener Kraft

Mental stark sein - darauf kommt es laut Naske beim Rudern an. Diese Eigenschaften lassen sich beim mehrfachen Nachwuchsweltmeister leicht finden. Dabei taucht Mentaltraining gar nicht in seinem Alltag auf. „Die mentale Stärke kommt aus eigener Kraft“, erklärt Naske: „Man muss sich mit jeder Belastung zwingen, weiter zu machen. Um aber an die Leistungsgrenze zu gehen, müssen viele Faktoren stimmen. Zunächst ist da der Wille, die angepeilte Zeit immer zu erreichen. Vor allem, wenn von außen behauptet wird, dass ich es nicht schaffen kann, möchte ich es mir selbst beweisen.“
Naske spricht außerdem von einem „mentalen Kick“ der ihn an seine Grenzen treibt: „Manchmal so weit, dass mein Trainer mich halten muss, damit ich nicht vom Ergometer falle. Wenn man hart arbeitet, kann man in kurzer Zeit viel erreichen und sich seine Träume ermöglichen.“ Der Traum von einer Medaille beim bisher größten Wettkampf seiner Karriere - er lebt bei Tim Ole Naske.
Metale Stärke trifft auf Athletik und Talent.

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© Henning Nockel/Red Bull Content Pool