Leogang ist jetzt auf der Cross-Country-Karte
© Bartek Woliński
MTB

7 Highlights vom Cross-Country-Weltcup in Leogang

Der kleine Ort in den österreichischen Alpen war Austragungsort des UCI Mountain Bike Cross-Country-Weltcups. Hier gibt's die besten Momente und die geballte Rennaction im Recap!
Autor: Faye Brozek und Rajiv Desai
veröffentlicht am
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Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup

Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2021

Österreich

Laura Stigger

AustriaAustria

Pauline Ferrand-Prévot

FranceFrance

Vlad Dascălu

RomaniaRomania
Der UCI Cross-Country-Weltcup-Zirkus war am Wochenende zu Gast in Leogang in Österreich. Der kräfteraubende, steile Kurs zeigte sich von seiner besten Seite und kam vor allem den Ridern entgegen, die sich bergauf am wohlsten fühlen. Du hast die Action verpasst? Kein Problem! Darunter findest du die spektakulärsten Highlights und eine Zusammenfassung der Rennen.

Rennaction aus Leogang im Replay:

01

Gleich zwei neue XCC-Gewinner

MTB · 6 Min
XC Short Track Recap – Leogang
Sowohl Loana Lecomte als auch Mathias Flückiger holten ihre allerersten XCC-Siege auf dem Shorttrack-Kurs in Leogang - und der hatte es in sich: Auf dem langen Anstieg zeigte sich schnell, wer die stärksten Beine an diesem Tag hatte.
02

XCO-Weltcup-Premiere in Leogang

MTB · 3 Min
XCO-Streckenerklärung mit Laura Stigger
Gelegen im Herzen der österreichischen Alpen, bot der Kurs in Leogang alles, was das MTB-Herz begehrt, aber vor allem war er eines: steil! Einige Rider kannten die Strecke bereits vom WM-Debüt 2020, aber nun war Leogang zum ersten Mal Gastgeber eines XCO-Weltcup-Events. Und das wirkte sich natürlich auch auf die Strecke aus: Es war ganz klar ein Kurs für die Fahrer, die sich gerne aufwärts plagen. Häufige Stürme in den letzten Wochen führten außerdem dazu, dass die Waldabschnitte sehr rutschig waren und einige Rider im Rennen ausfielen, aber das gute Wetter und der Wind am Renntag trockneten zum Glück noch die etwas exponierteren Streckenteile auf.
03

Vlad Dascălu schafft den Sprung aufs Podium

Als ehemaliger U23-Weltmeister und Gewinner des U23-Gesamtweltcups waren die Erwartungen an Vlad Dascălu nach seinem Aufstieg in die Liga der Großen hoch. Es hat einige Zeit gedauert, bis sich der Rumäne an das Elite-Niveau gewöhnt hat, immer häufiger zeigte er aber Leistungen, die sein außergewöhnliches Talent und Können bestätigten.
Vlad Dascălu feiert am Podium beim UCI XCO Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Erstmals auf dem Podium
All die harte Arbeit hat sich heute bezahlt gemacht! Ich bin überglücklich über mein allererstes Elite-Podium im Weltcup. Ich kann mich gar nicht genug bei all den Leuten bedanken, die immer an mich glauben und mir helfen, mein Bestes zu geben.
Vlad Dascălu
Der bisherige Höhepunkt wartete aber in Leogang, wo Dascălu den sensationellen fünften Platz belegte. Der Youngster aus Rumänien musste sich im Sprint gegen den Franzosen Thomas Griot nur knapp geschlagen geben - sonst wäre er sogar Vierter geworden. Dascălu arbeitete sich in einzigartiger Manier von Platz 17 stetig nach vorne und wurde im Verlauf des Rennens immer stärker.
04

Action um Platz 2 bei den Frauen

Mit ihrem XCO-Hattrick bei den bisherigen drei Weltcups, ist Loana Lecomte zweifellos die zurzeit stärkste Fahrerin im XCO-Zirkus. Die junge Französin fuhr in Leogang von der ersten Runde an vorneweg und zwang damit den Rest des Feldes zu einer erfolglosen Aufholjagd.
Gewinnerin Loana Lecomte bei einem Foto mit ihrem Team beim UCI XCO Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Jubel-Selfies mit Lecomte
Loana Lecomte allein an der Spitze beim UCI XCO Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Einsam an der Spitze
Lecomte musste nicht einmal mehr über die Schulter nach hinten blicken - ihr Vorsprung war einfach zu groß. Sie dominierte auf jedem Streckenabschnitt und lag über die gesamte Dauer des Rennens einsam an der Spitze.
Eine beherzte Fahrt der österreichischen Lokalmatadorin Laura Stigger hielt sie über weite Strecken des Rennens auf Tuchfühlung zur Spitze und erst gegen Ende des Rennens übernahm Jenny Rissveds schließlich das Ruder. Die Schwedin sprintete als Zweite über die Ziellinie, Stigger sicherte sich als Dritte ihr bestes Elite-XCO-Resultat. Für Jolanda Neff war es eine willkommene Rückkehr auf das Podium als Vierte, während Pauline Ferrand-Prévot als Fünfte das Podium komplettierte.
Laura Stigger und ihr Team freuen sich über Podiumsplatzierung beim UCI XCO-Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Breites Grinsen nach Platz 3 für Stigger
Laura Stigger beim UCI XCO-Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Laura Stigger auf heimischem Boden
05

Die Fans sind zurück

Endlich war es wieder so weit: Eine begrenzte Anzahl an Zuschauern wurde zum Rennen in Leogang zugelassen und die UCI-Rider bekamen erstmals wieder die Energie der Fans am Streckenrand zu spüren. Im Gespräch nach dem Rennen bemerkte Stigger, wie großartig es war, lautstarke Unterstützung auf heimischem Boden zu haben: „Es ist toll, wieder Zuschauer zu haben - es gibt viele Leute aus meiner Heimat, die mich anfeuern. Das gibt einem so viel zusätzliche Motivation."
Fans beim XCO-Rennen der Männer in Leogang 2021.
Endlich wieder Zuschauer
Lecomte winkt bei ihrem Zieleinlauf den Fans auf der Tribüne zu, in Leogang 2021.
Lecomte winkt bei ihrem Zieleinlauf den Fans auf der Tribüne zu
06

Verpatztes Rennen für Nino Schurter

Da weder Mathieu Van der Poel noch Tom Pidcock in Leogang am Start standen, war alles angerichtet für einen Sieg von Nino Schurter, der damit den Rekord von Julien Absalon mit 33-Weltcupsiegen einstellen hätte können. Aber es sollte nicht sein! Der amtierende Europameister erlebte stattdessen ein frustrierendes Wochenende auf seinem neuen Scott Spark RC Bike.
Nino Schurter beim UCI XCO-Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Für Nino Schurter lief es in Leogang einfach nicht
Platz 10 ist unter meinen Erwartungen und im Moment muss ich geduldig sein und auf meine Fähigkeiten vertrauen. Zumindest die letzten Rundenzeiten waren gut.
Nino Schurter
Bereits beim Start des XCC-Rennens am Freitag hatte der Schweizer Probleme mit den Pedalen und wurde erst am Ende des Feldes wieder ausgespuckt - im Ziel reichte es nur für Platz 29. Für das Hauptrennen bedeutete das, dass er aus der vierten Reihe starten musste. Mit einem guten Start in der ersten Runde hätte er einen großen Sprung nach vorne machen können, aber leider hing er hinter anderen Fahrern fest und so war er am Ende der ersten Runde nur auf Platz 16. Von dort aus war es schwierig sich nach vorne zu arbeiten und auch die Rundenzeiten waren enttäuschend. Seine schnellste Runde fuhr er tatsächlich erst in der letzten Runde, was ihm schließlich noch Platz 10 bescherte.
07

Kampf der besten Climber beim Rennen der Männer

Wie bereits erwähnt, war der Kurs in Leogang nur etwas für die stärksten Beine des Sports und die Fahrer mussten die wahrscheinlich längsten Anstiege im gesamten Weltcupkalender überwinden. Einer, dem das zugutekam, war Ondřej Cink. Der Tscheche wurde in der Vergangenheit sogar bereits von einem Profi-Team verpflichtet, um bei der Tour de France mitzufahren. Mathias Flückiger befand sich ebenfalls in Topform auf solchen Strecken und war damit auch ein heißer Kandidat auf den Sieg.
Anton Cooper beim UCI XCO-Weltcup in Leogang, Österreich, am 13. Juni 2021.
Anton Cooper musste ziehenlassen
In den ersten Runden setzten sich die beiden Fahrer an die Spitze und fuhren zusammen mit Anton Cooper dem Rest des Feldes davon. Cooper fiel kurze Zeit später aber zurück und musste sich im Kampf um den Sieg gegen Cink und Flückiger geschlagen geben. In der vorletzten Runde erreichte das Battle dann seinen Höhepunkt, wobei Flückiger im Finale die Oberhand behielt und sich verdient den Sieg holte.
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