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MTB-Training mit Drohne: Vlad Dascălu auf der Suche nach dem Optimum

Der rumänische Cross-Country-Mountainbiker duelliert sich Kopf-an-Kopf mit einer Racing-Drohne, um herauszufinden, ob die richtige Technologie seine Performance steigern kann.
Autor: Maximilian Munteanuveröffentlicht am
Der Einsatz der Drohne als Trainingshilfe ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Das hat damit zu tun, dass Teams und Athleten sich der Vorteile der Drohne immer bewusster werden. So wird die Drohne vor allem dazu eingesetzt, die Performance der Athleten haargenau im Blick zu behalten, zu beobachten und zu analysieren. Im Mountainbiking hatte diese Technologie bis vor kurzem vor allem eine Aufgabe: spektakuläres Material für coole Videos zu sammeln, weshalb sich eine Frage stellt: Kann die Drohne auch das MTB-Training bereichern?
Der rumänische Cross-Country Mountainbiker Vlad Dascălu versucht genau darauf eine Antwort zu finden. Er steckt momentan mittendrin in der Vorbereitung für die nächste Saison. Sein Landsmann Alexandru Prepeliță, ein Filmemacher, hat ihn dazu überredet, es mit der Drohne im Training zu versuchen.
Erlebe Dascălu im Video oben dabei, wie er die Drohne in sein Training integriert.

Wie die Karotte an der Angel...

Das Training-Camp befindet sich in Păltiniș (Rumänien), einer Region voller Mountainbiking- und Wander-Trails. Genau dort fand sich eine Route, die sowohl für Dascălu als auch für die Steuerung der Drohne ideal war.
Er setzte im Training darauf, der Drohne hinterherzujagen, anstatt sie hinter sich herfliegen zu lassen - das "Karotte-an-der-Angel"-Prinzip sozusagen. Motiviert ihn die Drohne dazu, so hart wie möglich in die Pedale zu treten?
Dascălu und sein neuer Trainingspartner.
Dascălu und sein neuer Trainingspartner.

Die Drohne lotet Dascălus Grenzen aus...

Das Team des Projekts maß die Geschwindigkeitsvariationen der Racing-Drohne auf verschiedenen Sektionen (Downhill, flach, Uphill), während Dascălu seine Fahrten auf der gewählten Strecke unternahm. In dieser Phase passte sich die Drohne noch an Dascălu an. Die gemessenen Zeiten dienten nun als Grundlage. Mit jedem weiteren Run wurde die Pace etwas hochgefahren um herauszufinden, ob Dascălu auch bei höherer Geschwindigkeit mithalten kann.

Die Technik hinter der Drohne

Da Standard-Drohnen nicht wirklich schnell sind, fiel die Wahl auf eine Racing-Drohne. Diese werden in FPV (First-Person-View)-Rennen eingesetzt und bringen einen immensen Speed und Agilität mit. Nur sie können mit der Geschwindigkeit eines Mountainbikers im vollen Flow mithalten. Das Modell, das im Training verwendet wurde, wurde speziell für Dascălus Training gebaut.
So musste sich nicht nur Dascălu an die Strecke gewöhnen, sondern auch die Piloten der Drohne. Diese Modelle haben eine Kamera an der Front. Via Livestream sieht der Pilot, was vor ihm ist, womit er die Drohne steuern kann. Drohnen dieser Art sind nicht gerade billig, womit es für das Training nur zwei Ersatzmodelle gab, sollte eines davon am Baum enden.
Auch die Drohnenpiloten brauchten Übung.
Auch die Drohnenpiloten brauchten Übung.

Dascălu approves...

Nach fünf Tagen des Trainings und der Dreharbeiten war das Projekt ein voller Erfolg und Dascălu ist mit den Ergebnissen zufrieden.
"Der Vorteil beim Training mit der Drohne besteht darin, dass sie dich dazu zwingt zu pushen. Du willst ihr auf den Fersen bleiben. Sie motiviert dich dazu, auf jeder Passage dein Bestes zu geben. Lasse ich die Trainingserfahrungen Revue passieren, fällt auf, dass diese Art und Weise der Vorbereitung vor allem bei den steigenden Sektionen eine große Hilfe war."
Wird Dascălu die Racing Drohne erneut bei seinen Trainings nutzen? Der Rumäne beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja.
"Ich habe die Zeit beim Training mit der Drohne genossen. Ich freue mich bereits auf die nächste Session."