Gaming
Neben den anderen großen Spiele-Reihen aus dem Hause Ubisoft, werden die Open-World-Hacker-Abenteuer Watch Dogs gerne mal übersehen. Vier Jahre nach dem gelungenen Watch Dogs 2 kehrt die Hacker-Gruppe DedSec für Legion auf die Bildschirme zurück – mit einem neuartigen Ansatz, frischem Setting und einigen spannenden Ideen. Wir stellen dir die besten Features von Watch Dogs: Legion vor.
1. We can be heroes
Man kennt das ja: In Videospiel XYZ spielt ihr einen vorgegebenen Protagonisten. Vielleicht lässt euch das Game noch das Geschlecht frei wählen oder mit einem Charakter-Editor das Aussehen anpassen, das war’s dann aber meist auch schon.
Watch Dogs: Legion geht allerdings einen anderen Weg, denn im dritten Teil steuert ihr nicht einen vorgegebenen Helden, sondern jeden NPC, der sich im virtuellen London herumtreibt. Schon seit der Ankündigung als das spannendste Feature gehandelt, entpuppt sich diese Mammutaufgabe finalen Spiel als kluger und gelungener Ansatz, der tatsächlich für frischen Wind sorgt.
Das ist zwar nicht ganz so revolutionär wie wir uns erhofft hatten, sorgt aber für frischen Wind im Genre der Open-World-Spiele. Abhängig von der gewählten Spielfigur kann sich jede Mission komplett anders anfühlen.
Statt, wie üblich, unseren Helden mit allen möglichen Fähigkeiten aufzuwerten und so zum ultimativen Allrounder heranzuzüchten, müssen wir uns immer wieder neu entscheiden, auf welchen Ansatz wir im nächsten Auftrag setzen wollen.
Die limitierten Fähigkeiten der rüstigen Rentnerin, des alternden Auftragsmörders oder des Bauarbeiters von nebenan sorgen für ein frisches Spielgefühl und dafür, dass sich Watch Dogs: Legion im Laufe der Kampagne regelmäßig neu erfindet. Das wirkt stellenweise fast schon wie ein Rougelike, da sich jeder Versuch anders anfühlt.
2. Eine spannende Zukunftsvision
Ausgesprochen gut hat uns auch die Story von Watch Dogs: Legion gefallen. Das Game setzt auf eine dystopische Zukunftsvision, die allerdings gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Somit gelingt der Spagat aus düsterer Sci-Fi-Vision und realistischem Ansatz äußerst gut.
Dass euch das Spiel dabei nicht vorgibt, was richtig und was falsch ist, sondern euch immer wieder selbst zum Nachdenken anregen will, ist ein gelungener Ansatz der noch dazu voll ins Schwarze trifft. In seinen besten Momenten regt Watch Dogs Legion zum Nachdenken über die moderne Welt an.
3. Spielerische Abwechslung
Natürlich setzt das Open-World-Game aus spielerischer Sicht auf die altbekannte Formel. Soll heißen: die Karte des virtuellen London ist mit Nebenaufgaben, optionalen Ereignissen, Minispielen, Sammelitems und ähnlichem übersäht.
Und trotzdem gelingt es den Entwicklern diesmal, hier einige spannende Geschichten zu erzählen und zu motivieren, weil oft mehr hinter den Aufgaben steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Hier wollen die Fähigkeiten unserer Hacker-Gruppe klug kombiniert werden, um zum Ziel zu kommen.
Diese Abwechslung spielt im gesamten Gameplay von Watch Dogs Legion eine wichtige Rolle. Ihr selbst entscheidet, wie ihr das Game spielen wollt. Ob ihr den Action-Ansatz wählt, euren Widersachern mit Hypnose auf den Pelz rückt oder euch mithilfe von Hacking die moderne Technik zu Nutze macht, liegt ganz bei euch.
4. Identität gefunden
Nach einem guten ersten Teil und den nervigen Hipster-Hackern aus Teil Zwei hat die Reihe mit Watch Dogs: Legion endlich ihre Identität gefunden. Genau diese Mischung aus Fiktion und Realismus ist es, die das Game so einzigartig und spannend macht. Irgendwie hat man zu jeder Zeit das Gefühl, dass die Ereignisse im Spiel uns in wenigen Jahren genau so ereilen könnten und irgendwie wirkt manches einfach aus der Luft gegriffen.
Nur, damit uns Watch Dogs: Legion wenige Momente später knallhart präsentiert, warum diese düstere Vision tatsächlich eintreffen könnte. Dieser Ansatz sorgt tatsächlich immer wieder für Gänsehautmomente und regt zum Nachdenken an – etwas, was man nicht von vielen Open-World-Spielen behaupten kann.
5. Gemeinsam in den Kampf
Eines der coolsten Features von Watch Dogs Legion dürfte mit Sicherheit der Koop-Modus darstellen, der sich losgelöst vom Hauptspiel präsentiert und daher ein wenig an GTA Online erinnert. Blöd nur, dass der Multiplayer-Modus (samt Koop und PvP) erst am 03. Dezember nachgereicht wird.
Mit verschiedenen Koop-Aufgaben, Missionen und den großen Tactical Ops-Einsätzen dürfte für genügend Abwechslung gesorgt sein. Zumal die Entwickler weitere Inhalte für die Zukunft versprochen haben.