Der Italiener Matteo Berrettini jubelt, während er am dritten Tag von Wimbledon 2024 in der zweiten Runde des Herreneinzels gegen seinen Landsmann Jannik Sinner antritt.
© Sean M. Haffey/Getty Images
Tennis

Wimbledon: 7 Fakten, die dieses Grand-Slam-Turnier so einzigartig machen

Entdecke, warum Wimbledon – eines der bekanntesten Sportereignisse Großbritanniens – einen besonderen Platz in den Herzen von Tennisspieler:innen und Fans gleichermaßen einnimmt.
Von: Kai Wright
4 min readPublished on
Wimbledon, das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres, das dieses Jahr vom 29. Juni bis zum 12. Juli stattfindet, ist das älteste Tennisturnier der Welt und gilt weithin als das prestigeträchtigste. Es wird auf den berühmten Rasenplätzen des All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) ausgetragen und ist bekannt für seine langjährigen Traditionen, die es von den anderen Grand-Slam-Turnieren – den Australian Open, den French Open und den US Open – abheben.
Wimbledon findet jedes Jahr im Südwesten Londons statt und ist bekannt für seine vollständig in Weiß gehaltene Kleiderordnung und die Rasenplätze – doch das ist nur ein Teil dessen, was das Turnier so besonders macht. Diese sieben Fakten zeigen, warum.

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Jedes Jahr werden Tausende von Tennisbällen verbraucht

Ein Wimbledon-Tennisball hat eine überraschend kurze Lebensdauer. Das liegt daran, dass nach den ersten sieben Spielen neue Bälle zum Einsatz kommen, danach nach jeweils neun Spielen. Das gilt für jedes einzelne Match, das in den zwei Wochen stattfindet. Der Grund, warum so oft auf neue Bälle zurückgegriffen wird, ist die Gewährleistung der Spielqualität, da die ständigen harten Schläge der Spieler:innen den Luftdruck verringern und das Sprungverhalten der Bälle verändern können. Der AELTC schätzt, dass während des gesamten Turniers jedes Jahr unglaubliche 55.000 Bälle verbraucht werden.
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14 Spieltage in Folge

Jahrzehntelang war Wimbledon das einzige Grand-Slam-Turnier mit einem Ruhetag, an dem am mittleren Sonntag des Turniers keine Spiele stattfanden. Diese Regel wurde nur viermal gebrochen: 1991, 1997, 2004 und 2016 fanden Spiele statt, weil Regen den Spielbetrieb zu Beginn der Woche unterbrochen hatte. Diese Tradition endete 2022 und markierte damit eine der bedeutendsten Veränderungen in der jüngeren Geschichte von Wimbledon.
Die aufstrebende US-amerikanische Spielerin Iva Jovic am zweiten Tag von Wimbledon 2025 im All England Lawn Tennis and Croquet Club.

Iva Jovic will auf den Rasenplätzen von Wimbledon glänzen

© Marleen Fouchier/BSR Agency/Getty Images

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Das Gras wird millimetergenau gemäht

Nicht nur die Spieler:innen zeigen in Wimbledon bemerkenswerte Präzision. Auch die Platzwarte arbeiten ebenso präzise und pflegen alle 18 Meisterschaftsplätze akribisch, indem sie das Gras während des gesamten Turniers auf genau 8 mm mähen. Die Abnutzung der Plätze, die Härte des Belags und der Ballabsprung werden ebenfalls täglich gemessen, um gleichbleibende Spielbedingungen zu gewährleisten.
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Während des Turniers werden fast zwei Millionen Erdbeeren gegessen

Erdbeeren mit Sahne sind in Wimbledon seit langem Tradition. Man nimmt an, dass dieser Brauch bis in die Anfänge des Turniers in der viktorianischen Ära zurückreicht; damals galten sie als saisonale Delikatesse und waren nur wenige Wochen im Jahr erhältlich. Auch heute noch sind sie äußerst beliebt: Die Fans verzehren in den zwei Wochen rund 28.000 kg Erdbeeren (fast zwei Millionen) und 7.000 Liter Sahne. Auch die Frische wird großgeschrieben: Die Erdbeeren für Wimbledon stammen aus Kent und werden bei Sonnenaufgang gepflückt, bevor sie noch am selben Tag zum Turniergelände geliefert werden.
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Einer der beliebtesten Zuschauerplätze in Wimbledon liegt nicht direkt am Platz

Die Zuschauer sitzen auf „The Hill“ und verfolgen das Finale im Herreneinzel auf der Großleinwand bei Wimbledon 2025.

Der beliebteste Platz, um Wimbledon zu erleben...

© Hannah Peters/Getty Images

Einer der besten Plätze, um das Geschehen in Wimbledon zu verfolgen, ist eine Grasböschung auf dem Turniergelände. Der malerische Ort, an dem sich Fans versammeln, um die Spiele auf einer Großbildleinwand zu verfolgen, hat eine Reihe von Spitznamen erhalten, um die besten britischen Spieler:innen zu ehren. Zunächst war er während Tim Henmans Aufstieg als „Henman Hill“ bekannt, später wurde er nach dem zweifachen Grand-Slam-Sieger Andy Murray in „Murray Mound“ umbenannt. Sollte Emma Radacanu einen erfolgreichen Turnierverlauf hinlegen, wird er vielleicht zum „Radacanu Ridge“.
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Das längste Match dauerte mehr als 11 Stunden

Vor der Einführung des Tiebreaks im fünften Satz im Jahr 2022 konnten sich die Matches in Wimbledon über Stunden und sogar Tage hinziehen. Doch nichts ist vergleichbar mit dem epischen Duell im Jahr 2010 zwischen dem Amerikaner John Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut. Das Match erstreckte sich über drei Tage in SW19, und Isner gewann schließlich mit 6:4, 3:6, 6:7, 7:6, 70:68 in einem Duell, das 11 Stunden und fünf Minuten in Anspruch nahm. Das ist ein Weltrekord, der aufgrund der Regeländerung nie mehr gebrochen werden kann.
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Fans campen über Nacht für Tickets

Die Vorstellung, dass die Briten es lieben, Schlange zu stehen, mag ein kulturelles Klischee sein, aber wenn es um Wimbledon geht, wird daraus eine Tatsache. Jedes Jahr versuchen täglich bis zu 10.000 Menschen, sich durch Anstehen Zugang zum Turnier zu verschaffen. Tausende gehen enttäuscht nach Hause, doch das hält sie nicht davon ab, stundenlang zu warten, in der Hoffnung, doch noch hineinzukommen. Manche beweisen ihr Engagement sogar, indem sie über Nacht campen.