Viel hat sich in 13 Jahren World of Warcraft verändert

World of Warcraft - Damals und heute

© Acitivision Blizzard

In zehn Jahren passiert viel. Auch in der World of Warcraft. Wir ziehen Resumé: Wie war es den MMO-König 2005 zu spielen, und wie ist es heute?

"Früher war alles besser." - Eine Aussage die auch World of Warcraft-Veteranen oft von sich geben. Und sicher; es gab damals Dinge, zu denen man sich vor allem dank der Nostalgie-Brille zurück sehnt. Immerhin ist die Nachfrage nach klassischem World of Warcraft so groß, dass es als eigenständiges Produkt wieder auf den Markt kommen wird.
Dabei darf man aber nicht all die Dinge vergessen, die auch um Welten besser geworden sind und den Genre-Riesen auf seinem Thron gehalten haben.

Geschichten erzählen

MMO oder Visual Novel? World of Warcraft in 2008
MMO oder Visual Novel? World of Warcraft in 2008
DAMALS musste man sich noch jede Menge Quest-Texte durchlesen, wenn man wissen wollte, was in der Welt vorgeht, oder warum man nun schon wieder zehn Eber umboxen musste. Das ist schade. Denn die Geschichte von World of Warcraft war von Anfang spannend. Jedes Gebiet hatte seine Existenzberechtigung. Und auch wenn hier große Schritte nach vorne gemacht wurden, so bleiben toll erzählte Quest-Lines wie die Onyxia-Reihe jedem Spieler im Gedächnis.
HEUTE gibt es immer noch einen Haufen Text zu lesen. Allerdings ist es Blizzard mittlerweile klar geworden, dass sich kaum einer diese Wortwand zu Gemüte führt. Statt dessen setzte man immer mehr auf logische Quest-Abläufe. Allein durch die Ziele soll klar werden, was gerade in einem Gebiet passiert. Dies wurde später durch in-Game Sequenzen aufgepeppt. Mittlerweile gibt es Quests, die komplett mit Sprachausgabe hinterlegt sind und die Ereignisse während des Spielverlaufs erzählen. Noch nie war es einfacher in der World of Warcraft zu versinken.

Flugrouten

2005 war es wichtig die Flugrouten von WoW auswendig zu kennen
2005 war es wichtig die Flugrouten von WoW auswendig zu kennen
DAMALS musste man die Flugrouten wie seine Westfalltasche kennen. Man konnte von einem Flugpunkt nur zu den mit diesem verknüpften Orten reisen. Dort musste man dann absteigen und eine neue Reise starten.
HEUTE ist es simpel. Man klickt an wo man hin möchte, und das Spiel findet die schnellste Route.

Mit Freunden Spielen

DAMALS stand jeder Server für sich allein. Es war familiär, man kannte sich. Dies ist ein Gefühl, was einige Spieler vermissen. Jedoch war es trotz der fokusierten Realm-Gemeinde nicht immer einfach eine Gruppe für einen Dungeon oder gar einen Raid zu finden. Man musste sich teilweise Stunden durch den "/who"-Befehl kämpfen oder den Handels-Chat der Großstädte zweckentfremden. Waren die Mitstreiter gefunden war der Stress aber noch nicht vorbei. Denn hatte man nicht genug Spieler vor Ort, musste man sich erst einmal selbst auf den Weg zur gewählten Instanz bahnen.
HEUTE ist das gemeinsame Spielen einfacher denn je. Nicht nur, dass man für Quests, Dungeons und Raids eine simple Suchfunktion hat, die einen auch direkt in das gewünschte Verlies teleportiert, durch das Zusammenlegen von Servern zu Verbänden findet man auch leichter Spieler. Das ist vor allem bei selten besetzten Rollen wie Heiler und Tank extrem hilfreich. Durch die Server-Verbände und das neu eingeführte Level-Scaling wurden auch noch mehr Mauern eingerissen, wenn es darum geht mit anderen Spielern zusammen questen zu gehen. Charaktere auf dem selben Realm zu haben, die auch noch die gleiche Erfahrungsstufe besitzen, gehört der Vergangenheit an.

Paladine

DAMALS waren sie quasi nicht existent. Als Heiler konnten sie nicht heilen, als Tank nicht tanken. Aber sie konnten beide mehr als der Vergelter. Paladine waren im Grunde lediglich Buff-Maschinen. Und da ihre Segen nur 5 Minuten gehalten haben, waren sie in Raids ohnehin fast ausschließlich mit dem Re-Buffen des Gruppe beschäftigt.
Paladine waren zu Beginn von World of Warcraft eine Art Running Joke
Paladine waren zu Beginn von World of Warcraft eine Art Running Joke
HEUTE sind Paladine ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinschaft. Zwischendurch wurde einmal leicht überkompensiert und man musste die heiligen Krieger wieder abschwächen, allerdings scheinen sie nun ein gesundes Maß gefunden zu haben.

Questverlauf

DAMALS musste man - ähnlich wie bei dem Erleben der Geschichte - Quest-Texte lesen. Meistens stand im letzten Absatz des Textes beschrieben, wo man was zu tun hatte. Dadurch wurde das Abenteuer selbst in den Vordergrund gestellt. Es wurde mehr Zeit in der Welt verbracht anstatt einem Marker zu folgen.
Heute ist Questen einfach gestaltet: Folgt einfach der Markierung
Heute ist Questen einfach gestaltet: Folgt einfach der Markierung
HEUTE ist es simpel: Markierungen zeigen an, wo man für eine Quest hin muss. Es stellt sogar dar, in welchem Radius die zu tötenden Gegner oder zu sammelnden Items zu finden sind. Zusätzlich sind Gegner, die für eine Quest relevant sind, besonders markiert. Alles in allem ist es sehr komfortabel. Allerdings ging das "Abenteuer"-Gefühl dadurch etwas verloren.

Murlocs

DAMALS wie HEUTE: Erst wenn man durch einen Pulk aus Murlocs das virtuelle Leben lassen musste, ist man ein wahrer World of Warcraft-Spieler.