Angefangen bei den eisigen Straßen der französischen Alpen, über die brutalen Dirt-Tracks in Kenia, den Asphalt in Japan und den Schnee in Schweden, bis hin zu den felsigen Routen von Italien, Griechenland und Portugal -- all diesen Extremen sind die Piloten der World Rally Championship 2026 auch dieses Mal wieder ausgesetzt.
Nach einer aufregenden Saison 2025, in der sich Sébastien Ogier seinen neunten Weltmeistertitel sicherte, wird in der 56. Saison der Rallye-Weltmeisterschaft an 14 sehr unterschiedlichen Orten auf vier Kontinenten um den Titel gekämpft.
Die Rallye-Weltmeisterschaft startet 2026 mit 14 Läufen – von den eisigen Straßen von Monte-Carlo über den Staub Kenias, den Asphalt in Japan und auf den Kanarischen Inseln bis hin zu den Schotterduellen in Paraguay und Chile. Mit einer vollständig globalen Saison vor Augen können Rallye-Fans den kompletten WRC-Kalender 2026 nun unten einsehen.
Der WRC-Kalender 2026 weist im Vergleich zum vergangenen Jahr einige Neuerungen auf. Der Saisonauftakt findet dabei traditionell in Monaco statt, wo die Rallye Monte Carlo vom 22. bis 25. Januar 2026 abgehalten wird.
Das Saisonfinale der WRC 2026 steigt vom 11. bis 14. November 2026 in Saudi-Arabien. Dort, wo im Januar eines Jahres traditionell auch die Rallye Dakar abgehalten wird.
Oliver Solberg gewann die 94. Rallye Monte-Carlo mit einem Vorsprung von 51,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Elfyn Evans, während Sébastien Ogier Dritter wurde – Toyota Gazoo Racing sicherte sich damit einen Dreifachsieg auf dem Podium. Solberg wurde zum jüngsten Sieger der Veranstaltung in der modernen WRC-Ära, nachdem er bereits früh in der Rallye die Führung übernommen hatte.
Die Veranstaltung wurde ihrem Ruf gerecht und bot äußerst wechselhafte Bedingungen: Schnee, Eis, Schneematsch und Regen schufen tückische Streckenabschnitte in den französischen Alpen.
In der Meisterschaftswertung bescherte der Sieg Solberg die maximale Punkteausbeute zum Auftakt der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026. Er übernahm damit die frühe Führung in der Gesamtwertung und unterstrich die Stärke in der Breite bei Toyota, während sich die Saison nun zur einzigen reinen Winter-Rallye des Kalenders – der Rallye Schweden – fortsetzt.
Elfyn Evans sicherte sich den Sieg bei der Rallye Schweden und beendete das Rennen 14,3 Sekunden vor seinem Teamkollegen Takamoto Katsuta, mit Sami Pajari auf Platz drei. Toyota Gazoo Racing wurde damit der erste Hersteller seit Citroën im Jahr 2010, der in der WRC zwei aufeinanderfolgende Podiumsplätze komplett für sich beanspruchen konnte.
Evans lag nach der Auftaktwertungsprüfung am Donnerstag zunächst hinter Solberg zurück, übernahm aber schnell die Führung, nachdem er die zweite Wertungsprüfung am Freitagmorgen gewonnen hatte. Katsuta ging während einer chaotischen Nachmittagssession in Führung, bevor Evans am Samstag die Kontrolle übernahm und am Sonntag die Nerven behielt, um den Sieg zu sichern.
Der Sieg des walisischen Fahrers brachte ihm die Spitzenposition in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft ein, 13 Punkte vor Oliver Solberg, während Toyota seinen Vorsprung in der Herstellerwertung auf 52 Punkte gegenüber Hyundai ausbaute.
Es war sein 94. WRC-Start und endlich der erste Sieg: Takamoto Katsuta hat bei der Safari Rallye Kenya 2026 Geschichte geschrieben. Der Japaner gewann die berüchtigte Schotterpiste in Ostafrika und ist damit der erste japanische Fahrer seit Kenjiro Shinozuka, der eine WRC-Rallye für sich entscheiden konnte. Für Katsuta hat der Sieg in Kenia eine besondere Bedeutung: Bereits 2021 stand er dort zum ersten Mal auf dem WRC-Podium.
Katsutas Weg zum Sieg war alles andere als ein Selbstläufer. Den Grundstein legte ein rabenschwarzer Samstagmorgen für seine Konkurrenten. Bis dahin hatte Toyota Gazoo Racing das Rennen komplett kontrolliert und stand vor einem Dreifachsieg. Doch die unnachgiebige Natur der Rally machte diesen Traum zunichte.
Auf der gefürchteten Sleeping-Warrior-Prüfung und dem anschließenden Verbindungsabschnitt zum Service-Park in Naivasha brach das Führungstrio zusammen: WM-Leader Elfyn Evans schied mit einem irreparablen Hinterradaufhängungsschaden aus. Nur wenig später traf es Rallye-Leader Oliver Solberg, der mit einem Kupplungsdefekt stoppte. Und als ob das nicht genug wäre, zwang ein Elektronikproblem auch noch Sébastien Ogier in die Knie. Innerhalb weniger Minuten war das gesamte Feld umgekrempelt und Katsuta lag plötzlich in Führung.
Mit einem Vorsprung von 1 Minute und 25,5 Sekunden ging Katsuta in den letzten Rallyetag. Statt riskant auf Bestzeitjagd zu gehen, setzte er auf Konstanz und versuchte, seinen Boliden heil ins Ziel zu bringen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", ließ ein sichtlich bewegter Katsuta wissen. "Wir haben so viele schwierige Momente durchlebt. Aaron hat unglaublich hart gearbeitet. Das Team hat immer an mich geglaubt. Ich bin hier nur dank ihnen."
WM-Leader Oliver Solberg bei der Safari Rallye Kenia 2026
Adrien Fourmaux sicherte sich mit einer ruhigen und fehlerfreien Leistung den zweiten Platz und feierte damit seinen zehnten WRC-Podestplatz. Der Franzose und sein Hyundai-Team kämpften das gesamte Wochenende mit massiven Überhitzungsproblemen. Rang drei ging an Sami Pajari, der trotz eines heftigen Reifenplatzers in der Hochgeschwindigkeits-Etappe am Samstag (und den damit verbundenen rund fünf Minuten Zeitverlust sowie erheblichen Karosserieschäden) alle verbleibenden Prüfungen sicher absolvierte.
Als nächstes wechselt die WRC vom Schotter auf Asphalt: Die Rally Kroatien findet vom 9. bis 12. April an der Adriaküste statt. Ein völlig anderes Terrain, das neue Favoriten an die Spitze bringen könnte.
Takamoto Katsuta ist nicht zu stoppen. Der Japaner konnte die Croatia Rally 2026 auf dramatische Weise für sich entscheiden. Nicht weil er der Schnellste war, sondern weil sein schärfster Widersacher in den letzten Kilometern des Rennens buchstäblich gegen einen Betonklotz fuhr.
Thierry Neuville war auf dem Weg zu seinem ersten Saisonsieg. Der Belgier startete in den abschließenden Sonntag mit einem Vorsprung von über einer Minute. Eine Führung, die in der Rallyewelt so gut wie unantastbar ist. Doch im Wolf Power Stage streifte Neuvilles Hyundai i20 N Rally1 einen Betonblock, die vordere rechte Radaufhängung war beschädigt, das Rennen für den Weltmeister von 2024 damit vorbei. Und das nur noch wenige Kilometer vor dem Ziel.
Thierry Neuville kollidierte in Führung liegend mit einem Betonblock
Katsuta und sein Co-Pilot Aaron Johnston übernahmen die Führung und rasten ganz nach oben auf das Siegertreppchen. Nach dem Triumph beim Safari Rally Kenya steht nun auch ein Asphalt-Erfolg in den Büchern. Zwei Siege in Folge, zwei völlig unterschiedliche Rallies: Der Japaner zeigt gerade eindrucksvoll, dass er nicht nur ein Spezialist auf einem bestimmten Untergrund ist.
Hinter Katsuta komplettierte Toyota-Teamkollege Sami Pajari als Zweiter das Podium. Mit 20,7 Sekunden Rückstand auf Katsuta. Für den Finnen war es der dritte Podiumsplatz in Folge, aber ein bitterer: Pajari hatte die Rallye von Freitagmorgen bis Samstagmittag angeführt, ehe ein Reifenplatzer auf SS14 mehr als zwei Minuten kostete und ihn aus dem Kampf um den Sieg warf. „Der Sieg war lange Zeit in unseren Händen, bevor er uns genommen wurde", so Pajari.
Rang drei ging an Hayden Paddon. Sein erstes Podium seit der Rally Australia 2018. Der Neuseeländer fuhr eine clevere, fehlerfreie Rallye und wurde am Ende dafür belohnt, dass andere strauchelten.
In der Fahrerwertung übernimmt Katsuta mit 84 Punkten die Führung. Nach vier von 14 Meisterschaftsläufen liegt er nun fünf vor Elfyn Evans, Oliver Solberg ist Dritter mit 68 Zählern. Toyota baut auch in der Marken-WM seinen Vorsprung aus: 206 zu 141 Punkte gegen Hyundai.
Gran Canaria lieferte am letzten WRC-Rallyetag alles, was Motorsport ausmacht: Spannung, Speed und Drama in der Schlussphase. Sébastien Ogier und Co-Pilot Vincent Landais sichern sich den Sieg bei der Rally Islas Canarias. Es ist der erste Saisonsieg des neunfachen Weltmeisters in diesem Jahr. Doch der Weg dorthin war alles andere als entspannt. Teamkollege Oliver Solberg machte dem Franzosen den ganzen Sonntag das Leben schwer. Der 24-Jährige startete 3,8 Sekunden hinter Ogier in den letzten Tag – und ging sofort volles Risiko.
Bei feuchten, nebligen Bedingungen auf der Prüfung Ingenio – Valsequillo schnappte sich Solberg gleich die Bestzeit und war 0,6 Sekunden schneller als Ogier. Auf Santa Lucía – Agüimes legte er noch einmal nach. Der Rückstand schmolz auf 2,2 Sekunden. Zwei Prüfungen noch. Es war ein echtes Duell um den Sieg, das enger kaum hätte sein können.
Dann der Schock: Beim zweiten Durchgang auf Ingenio – Valsequillo, 14,7 Kilometer in die Prüfung, verlor Solberg die Kontrolle über seinen GR Yaris Rally1 und krachte in eine Leitplanke. Das Auto zu stark beschädigt. Aus. Solberg und Co-Pilot Elliott Edmondson blieben unverletzt, aber der Traum vom Sieg war geplatzt. „Ich war zu optimistisch in einer Rechtskurve mit Sprung. Wir sind leider in die Leitplanke gefahren", so Solberg nach dem Crash.
Ogier nahm den Sieg mit gemischten Gefühlen entgegen. „Das war nicht der Ausgang, den wir uns gewünscht haben. Oliver hat bis dahin einen fantastischen Job gemacht. Rallye ist hart – schnell sein ist wichtig, aber ankommen noch mehr." Am Ziel in Las Palmas hatte er am Ende 19,9 Sekunden Vorsprung auf Elfyn Evans und Scott Martin.
Platz drei ging an Sami Pajari und Marko Salminen, ein reines Toyota-Podium. Mehr noch: Toyota Gazoo Racing sperrte die gesamten Top 4 ab und feierte gleichzeitig den 300. WRC-Podiumsplatz der Teamgeschichte. Ein Meilenstein.
Elfyn Evans nutzte Solbergs Ausfall für ein starkes Finish. Der Waliser holte die Bestzeit auf der Wolf Power Stage und gewann die Super-Sunday-Wertung. In der Fahrerweltmeisterschaft führt er nun mit 101 Punkten – zwei Punkte vor Takamoto Katsuta, der mit Rang 4 auf Gran Canaria seine Titelchancen trotz eines schwachen Wochenendes nach eigener Aussage wahrt.
Bester Hyundai-Fahrer war Adrien Fourmaux auf Rang 5, trotz einer 10-Sekunden-Strafe wegen eines Frühstarts auf der letzten Prüfung. Thierry Neuville kam als Sechster ins Ziel, Dani Sordo auf Rang 7.
Nach fünf von 14 Saisonläufen hat Toyota Gazoo Racing in der Herstellerwertung mit 265 Punkten einen komfortablen Vorsprung von 98 Zählern auf Hyundai. Die WRC-Saison geht weiter beim Vodafone Rally de Portugal vom 7. bis 10. Mai.
Elfyn Evans hat die FORUM8 Rally Japan 2026 zum dritten Mal gewonnen und damit die Führung in der WRC-Fahrerwertung übernommen. Der Waliser dominierte alle 20 Wertungsprüfungen auf dem Asphalt in Aichi und Gifu, ließ Titelverteidiger Sébastien Ogier um 12,8 Sekunden hinter sich und feierte gleichzeitig seinen 50. WRC-Podiumsplatz.
Eine entscheidende Fahrt durch den legendären Isegami-Tunnel brachte ihn in Führung und die gab er bis zum Zieleinlauf nicht mehr ab. 20 Wertungsprüfungen auf dem technisch anspruchsvollen Asphalt in den Präfekturen Aichi und Gifu: Evans meisterte wechselnden Grip, steigende Temperaturen und den konstanten Druck seiner Toyota-Teamkollegen, ohne je zu wanken. „Was für ein großartiges Wochenende", sagte Evans am Ziel. „Ich muss dem Team riesig danken – ein erneut fantastisches Auto auf Asphalt. Und danke an Morizo-san für die Unterstützung. Ich hoffe, dieser Sieg ist ein kleines Zeichen der Dankbarkeit."
Seinen größten Konkurrenten fand Evans zunächst in Oliver Solberg. Der Schwede reduzierte den Rückstand am Samstagmorgen auf 10,6 Sekunden und schien bereit, das Rennen zu drehen. Dann kam die Prüfung Mt. Kasagi am Samstagnachmittag: Solberg verlor die Kontrolle, schied aus dem Kampf um den Sieg aus. Damit war das Rennen entschieden.
Mit Solbergs Ausfall rückte Sébastien Ogier auf Rang zwei. Der neunfache Weltmeister kämpfte bis zum Schluss und schnitt seinen Rückstand am letzten Tag auf 13,3 Sekunden vor dem abschließenden Wolf Power Stage – doch Evans hatte genug in der Hinterhand.
Ogier selbst räumte ein, dass seine Chancen auf dem Freitagmorgen begraben wurden. Der erste Durchgang durch Isegami's Tunnel kostete ihn wertvolle Zeit, von der er sich nie vollständig erholte. „Ich weiß, warum es so gelaufen ist", sagte Ogier. „Das Wochenende war nicht schlecht, aber der Rückstand zu Elfyn entstand in einer einzigen Prüfung. Alles andere war trotz der Schwierigkeiten gar nicht so weit weg."
Evans' Reaktion auf die Frage nach dem WM-Titel war typisch für den Waliser: „Noch ein langer Weg. Es ist zu früh, darüber zu sprechen. Lass uns diesen Sieg erst genießen."
Toyota Gazoo Racing feierte auf heimischem Boden eine Demonstration der Stärke: Die vier Plätze an der Spitze gingen allesamt an GR Yaris Rally1-Crews. Für den japanischen Hersteller war es mehr als nur ein Sieg – es war ein Statement. Auf den Straßen, auf denen Toyota seine Autos entwickelt, dominierten sie lückenlos.
Das Ergebnis hat auch Auswirkungen auf die Herstellerwertung: Toyota Gazoo Racing verlässt Runde 7 mit 370 Punkten, Hyundai Shell Mobis World Rally Team folgt mit 243 Punkten. Toyota Gazoo Racing WRT2 steht bei 106 Punkten, M-Sport Ford bei 85.
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Acropolis Rally Griechenland 2026 – Highlights
Datum: 25.–28. Juni 2026
Ort: Loutraki, Griechenland
Untergrund: Schotter
Lauf: 8 von 14
52 Min
EKO Acropolis Rally Griechenland 2026 Highlights
Erlebe die Rallye-Highlights aus Griechenland. Hier bringt das enge, kurvenreiche, felsige und bergige Gelände Teams und Autos bis an ihre Grenzen.
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Sébastien Ogier sicherte sich einen dramatischen Sieg bei der EKO Acropolis Rally Greece, nachdem sich ein packendes Duell mit Thierry Neuville am Sonntag entscheidend zugunsten des Toyota-Piloten gewendet hatte.
Ogier besiegelte den Sieg mit 58,3 Sekunden Vorsprung und krönte damit einen perfekten Sonntag: Rallysieg, Super-Sunday-Wertung und Sieg auf der Wolf Power Stage. Es war Ogiers 69. WRC-Sieg und sein zweiter Triumph bei der Acropolis – 15 Jahre nach seinem ersten Erfolg auf dem griechischen Schotter-Klassiker.
Ogiers Sieg krönte zudem ein starkes Ergebnis für Toyota Gazoo Racing. Takamoto Katsuta komplettierte das Podium auf Platz drei, 3:04,8 Minuten hinter seinem Teamkollegen. Er überstand damit eine schwierige Rally, nachdem er am Freitag von Startplatz zwei aus ins Rennen gegangen war, und blieb von Problemen verschont, während andere ins Straucheln gerieten
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Rallye Estland 2026 – Die Highlights
16. bis 19. Juli 2026
52 Min
Delfi Rally Estland 2026 Highlights
Schau dir die Highlights der Rallye Estland an – ein Event, das Fahrer und Autos mit schnellen, kurvigen Schotterpisten herausfordert.
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Ort: Tartu, Estland
Untergrund: Schotter
Runde: 9 von 14
Bei der Delfi Rallye Estland gelang Sami Pajari die große Überraschung der Saison. Der Finne feierte in Tartu seinen ersten WRC-Sieg überhaupt und schrieb damit gleichzeitig WRC-Geschichte: Pajari ist der 83. unterschiedliche Sieger in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft.
Im Hankook-bereiften Toyota GR Yaris Rally1 führte Pajari von der ersten bis zur letzten Wertungsprüfung. Mit Co-Pilot Marko Salminen an seiner Seite gewann er 12 der schnellen Schotter-Wertungsprüfungen und ließ Oliver Solberg am Ende 19,5 Sekunden hinter sich. Adrien Fourmaux komplettierte im Hyundai das Podium, mit 53,8 Sekunden Rückstand auf den Sieger.
Der Sieg bringt Pajari 28 zusätzliche Punkte und hievt ihn in der Fahrerwertung auf Rang drei mit nun 144 Zählern. An der Spitze bleibt weiterhin Elfyn Evans, doch der WM-Leader liegt nur noch 33 Punkte vor dem neuen finnischen Shootingstar.
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Rallye Finnland 2026 - Die Highlights
30. Juli bis 2. August 2026
52 Min
Secto Rally Finland 2026 Highlights
Finnlands Schotter kennt keine Gnade: Auf den schnellsten Straßen des Rallye-Kalenders entscheiden winzige Fehler über Sekunden, Sieg und Absturz.
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Ort: Jyväskylä, Finnland
Untergrund: Schotter
Lauf: 10 von 14
Sami Pajari feierte am Sonntag einen emotionalen Heimsieg bei der Secto Rally Finland und perfektionierte damit nur zwei Wochen nach seinem Durchbruchserfolg in Estland ein bemerkenswertes Double in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft.
Pajari ging mit einem Vorsprung von 46,4 Sekunden in die beiden Sonntagsläufe der 30,02 km langen Prüfung Himos–Jämsä. Er verzichtete auf die Jagd nach Bonuspunkten, kontrollierte stattdessen sein Tempo und sicherte sich den Sieg mit 26,7 Sekunden Vorsprung auf Oliver Solberg.
Elfyn Evans sicherte sich nach seinem eigenen dramatischen Überschlag am Samstag einen überraschenden dritten Platz. Zuschauer halfen dabei, seinen schwer beschädigten GR Yaris Rally1 zurück auf die Strecke zu bringen, bevor Toyotas Mechaniker beim Mittagsservice umfangreiche Reparaturen durchführten. Der Gesamtführende belohnte den Einsatz mit dem Sieg der Wolf Power Stage am Sonntag, setzte sich dabei um nur 0,025 Sekunden gegen Solberg durch und beendete die Rallye mit 1:19,5 Minuten Rückstand auf Pajari.
Sami Pajari schreibt WRC-Geschichte: Mit seinem Sieg bei der ueno Rally del Paraguay holt der Finne seinen dritten Erfolg in Folge und ist damit der erste Pilot überhaupt, dem drei WRC-Siege direkt hintereinander gelingen. Nach den Durchbrüchen in Estland und Finnland setzt Pajari seine Serie auch in Südamerika fort und gewinnt mit 25,8 Sekunden Vorsprung vor Hayden Paddon und Co-Pilot John Kennard.
Den Grundstein legte Pajari an einem chaotischen Freitag, an dem Reifenprobleme und Zwischenfälle das Feld mehrfach durcheinanderwirbelten. Mit 24,1 Sekunden Polster ging er in den Schlusstag, ließ sich trotz kurzzeitig schmelzenden Vorsprungs nicht zu Risiken verleiten und baute die Führung auf den folgenden Prüfungen wieder aus. „Es war keine einfache Rallye, weder für die Fahrer noch fürs Team. Ein wirklich stolzer Moment", sagte Pajari im Ziel.
Hayden Paddon feierte mit Platz zwei sein erstes Top-Level-WRC-Ergebnis auf Schotter seit 2018. Der Neuseeländer führte die Rallye am Freitag zeitweise an und blieb danach durchgehend Pajaris härtester Herausforderer.
Adrien Fourmaux lieferte die Aufholjagd des Wochenendes: Nach Reifenproblemen lag er am Freitagabend 1:51,3 Minuten zurück, arbeitete den Rückstand am Samstag auf 3,3 Sekunden zurück und schnappte sich am Sonntag Rang drei. Vor dem WM-Spitzenreiter Elfyn Evans.
Evans wurde Vierter, bleibt damit aber weiter Gesamtführender. Oliver Solberg musste bereits am Freitag einen Motorstillstand in Führung liegend hinnehmen und wurde nach einem Reifenschaden Fünfter, sicherte sich aber die Wolf Power Stage.
Die abschließende Wertungsprüfung Artigas wurde nach einem Unfall von Takamoto Katsuta und Co-Pilot Aaron Johnston mit roter Flagge abgebrochen. Beide wurden zur Vorsichtsuntersuchung per Helikopter ins Krankenhaus gebracht.
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Rallye Chile 2026 - Die Highlights
10. bis 13. September 2026
Oliver Solberg, Sébastien Ogier und Adrien Fourmaux auf dem Podium
Oliver Solberg gewinnt die Rallye Chile Bio Bio und liefert damit den perfekten Rahmen für ein historisches Wochenende von Toyota Gazoo Racing. Der Schwede und sein Copilot Elliott Edmondson fuhren über drei Tage lang eine nahezu fehlerfreie Rallye und setzen sich am Ende mit 16,6 Sekunden Vorsprung vor Sébastien Ogier durch. Adrien Fourmaux komplettiert im Hyundai das Podium, 33,3 Sekunden hinter dem Sieger.
Toyota reichten in Chile nur sieben Punkte, um die Herstellerweltmeisterschaft rechnerisch klarzumachen und genau das gelang dem japanischen Werksteam bereits zwei Runden vor Saisonende. Es ist der sechste Titel in Folge seit 2021 und der zehnte insgesamt. Damit zieht Toyota mit Rekordhalter Lancia gleich, der zwischen 1987 und 1992 ebenfalls sechs Meisterschaften in Serie gewann.
Solberg übernahm schon am Freitag die Führung und gab sie nur kurz nach der zweiten Wertungsprüfung an Elfyn Evans ab, bevor er über wechselhafte Bedingungen, den Asphalt und anspruchsvolles Reifenmanagement die Kontrolle zurückgewann. Am Sonntagmorgen verkürzte Evans als WM-Spitzenreiter den Rückstand zunächst auf 13,2 Sekunden, ehe die entscheidende Wende kam: Auf der vorletzten Carampangue-Prüfung musste der Waliser einen Reifen wechseln, verlor dabei mehr als zwei Minuten und fiel von Platz zwei auf Rang fünf zurück. Ogier rückte dadurch auf Platz zwei vor, Fourmaux auf Platz drei. Solberg ließ sich davon nicht beirren und fuhr auch die abschließende Wolf Power Stage als Schnellster. 0,5 Sekunden vor Evans.
Für Solberg ist es der dritte WRC-Sieg seiner Karriere und der zweite in dieser Saison nach dem Erfolg bei der Rallye Monte-Carlo im Januar. Nach dem Zieleinlauf sprach der Schwede von einem schwierigen, aber am Ende perfekten Wochenende und bedankte sich beim Team, das ihn nie aufgegeben habe. Ogiers zweiter Platz bringt dem Franzosen sein 120. WRC-Podium und damit den Gleichstand mit Sébastien Loeb als Rekordhalter für die meisten Podestplätze der WRC-Geschichte. Fourmaux feierte sein 13. Karrierepodium, während Sami Pajari nach Evans' Ausfall auf Rang vier vorrückte, 1:33,9 Minuten hinter Solberg.