1. Früher war alles anders
Snapper war früher eine lausige Welle, die nur gesurft wurde, wenn Kirra oder Greenmount keine Wellen hatten, oder wenn der südöstliche Seewind das Surfen in Duranbah um die Ecke unmöglich machte. Doch als in der ersten Hälfte der 2000er Jahre dort Sand aufgeschüttet wurde, entstand wie durch ein Wunder eine Sandbank, die Snapper, Greenmount und Kirra verband. Der einheimische Surfer Damon Harvey surfte einmal eine Welle von der Spitze Snappers zwei volle Kilometer bis zum Pizza Hut in Kirra.
2. Die Felsen sehen künstlich aus
Einige sind es auch. In den Fünfzigern baute Unternehmer Jack Evans hier ein Haifischbecken. Dort konnten sich Familien die gefährlichen Menschenfresser aus der Nähe anschauen. Außerdem errichte er Seebäder, in denen man ohne Angst vor den Gefahren des Ozeans planschen konnte.
3. Es ist eine Generationsfrage
Wer hier surft, trifft die Söhne von Mark Occhilupo, Rabbit Bartholomew und Jay Philipps, genauso wie den heißesten jungen Surfer Australiens Noa Deane, den Sohn des legendären Surfers und Surfbrettbauers Wayne Deane.
4. Nichts für schwache Nerven
Der Take-off hinter dem Felsen während eines Swells? Spät, unberechenbar (die Strömung!) und völlig überfüllt. Wer hier nicht mithalten kann, sollte sich eine andere Welle suchen.
5. 2010 veränderte sich die Welt für einen kurzen Moment
Dane Reynolds gegen Titelverteidiger Joel Parkinson in einem der außergewöhnlichsten Heats aller Zeiten. Während Joel Barrels ritt und seine typischen Cutbacks zeigte, surfte Dane auf einem so hohen Niveau, das ihn als besten Surfer der Welt eindrucksvoll bestätigte.
6. Es ist Kellys Revier
Der elffache Weltmeister hat hier insgesamt vier Mal gewonnen, davon zweimal in den letzten drei Jahren.
7. Kultur gefällig?
Die existiert hier in keiner bedeutenden Form. Doch in der Stadt hat wenigstens der Coolangatta Pie Shop so etwas wie Tradition zu bieten. Seit 30 Jahren ist der Laden die Anlaufstelle für Generationen von Surfern. Mick Fanning soll sich mal hinter den Tresen gestellt und begeisterte Kunden bedient haben.
8. Schaut euch die Umgebung an
Die Schönheit der Landschaft sucht ihresgleichen. Das sieht man schon beim Anflug aus der Luft. Die Aussicht ist genauso fantastisch wie erstaunlich und in ihrer Schönheit fast schon anzüglich.
9. Es ist nicht immer schön
Von Oktober bis Dezember wird Snapper Rocks vom Nordwind gebeutelt. Der kühlt das Wasser ab (wenn man im subtropischen Queensland von Abkühlen sprechen kann) und bringt nicht mal den dürftigsten Swell zustande.
10. Ein unvergessliches Spektakel
19 Min
Snapper Rocks: Der Tag der Wahrheit ist nah
Das Quiksilver Pro, Snapper Rocks, kommt immer näher. Das bekommen auch Mick Fanning und Joel Parkinson zu spüren.
Die Welle ist so gut, dass man sich beim Take-off auf einmal drei Meter neben Mick Fanning oder Jordy Smith wiederfinden kann. Wate ins Flache und lass das Spektakel auf dich wirken.