Auch wenn Microsoft das Gegenteil behauptet, ist ein Sequel für den Smash-Hit Minecraft nicht so unwahrscheinlich. Der Software-Gigant hat die riesige Summe von 2,5 Milliarden Dollar für Mojang, dem Studio hinter dem Spiel mit den Blöcken, bezahlt. Und ihr könnt darauf wetten, dass Microsoft die Kosten wieder reinholen möchte.
Wenn dem so ist, dann möchten wir folgende Dinge in einem Sequel sehen. Und bevor ihr sagt, dass einige dieser Verbesserungen bereits in einigen modifizierten Ausgaben des Spiels zu finden sind: das, was wir vorschlagen, soll im Sequel als Standard verfügbar sein – und zwar vom ersten Tag an.
1. Mods einfacher machen
Modding hat einen gewaltigen Anteil am Reiz von Minecraft. Manche Fans haben ihre eigenen Strukturpacks und -mods. Einige hiervon können die Art und Weise, wie das Spiel gespielt wird, drastisch verändert. Während erfahrene Spieler kein Problem damit haben, solche Mods für ihr Spiel anzuwenden, wäre es schön, wenn der Prozess so angepasst wird, dass dieses faszinierende Element von Minecraft auch Gelegenheitsspielern offensteht. Das bedeutet wahrscheinlich, dass man das Spiel noch mehr öffnen müsste, als es eh schon ist. Aber dies wäre ein guter Weg für Microsoft, die große Horde Modder für sich zu gewinnen, die vielleicht noch immer skeptisch in Bezug auf die Pläne der Firma für das Spiel sind.
2. Microsofts Tools nutzen, um das Spiel besser zu machen
Bevor ihr euch so sehr aufregt: wir schlagen nicht vor, dass Microsoft etwas Verrücktes tun sollte, wie eine Unterstützung für Excel in Minecraft einzubauen. Was wir im Kopf haben, ist etwas Praktischeres. Microsoft hat bereits einige unglaubliche Tools zur Verfügung – manche davon sind sogar die besten in ihrem Bereich. Warum sollte man diese dann nicht nutzen, um die Gesamterfahrung von Minecraft zu verbessern? Der Cloud-Speicherdienst SkyDrive könnte eingesetzt werden, um erstellte Welten und Mods mühelos zu sichern und sie zwischen den unterschiedlichen Plattformen teilen zu können. Skype könnte dazu genutzt werden, einen reibungslosen Videochat zwischen den Spielern zu ermöglichen. Das macht Microsoft zu einem gewissen Maße bereits auf der Xbox One. Und schließlich, da Windows 10 bereits mehr Xbox-Erfahrung auf den PC bringt, hoffen wir, dass Microsoft das neue Betriebssystem dazu nutzt, Minecraft-Fans ein Cross-Platform-Play zwischen PC und Xbox zu ermöglichen.
3. Die Welt des Spiels sollte nie statisch sein
Jedes Mal, wenn man ein neues Spiel in Minecraft startet, wird eine neue Welt erzeugt. Und zu schauen, welche Spur man auf dieser Welt hinterlässt, macht einen großen Teil des Reizes des Spiels aus. Trotzdem ist das Spiel zu statisch: Dinge bleiben so, wie sie sind, bis ihr euch entscheidet, sie zu ändern. Um Minecraft 2 einen höheren Realitätsinn zu verpassen, hätten wir gerne Landschaften, die sich mit der Zeit entwickeln, verschieben und ändern. Die Vegetation sollte wachsen, wenn sie nicht kontrolliert wird, während Wasser Teile der Landschaft erodieren lassen könnte. Zufällige Effekte, z.B. Erdbeben und andere Naturkatastrophen, könnten auch ihre Spuren in der Welt hinterlassen, so dass ein wenig Unvorhersehbarkeit ins Geschehen Einzug hält.
4. Mehr Crossover-Packs
Wir haben bereits Mass Effect-, Skyrim- und Halo-Crossover-Packs für die Xbox 360 gesehen. Warum also nicht mehr Mash-Ups in einem Sequel? Wie wäre es mit einer Minecraft Gears of War-Edition oder Minecraft Sunset Overdrive-Missionen. Natürlich sollte es nicht nur bei Microsoft-eigenen Marken bleiben. Konkurrierende Herausgeber werden sich darauf stürzen, um es in eines der heißesten Spiele der jüngsten Zeit zu schaffen. Und Vereinbarungen können ganz leicht für eine ganze Reihe von Mash-Ups geschrieben werden. Stellt euch Minecraft-Packs für Final Fantasy, Grand Theft Auto und Assassin’s Creed vor. Der Himmel ist die Grenze.
5. Das Sequel nutzen, um HoloLens zu vertreiben
HoloLens, das zusammen mit Windows 10 angekündigt wurde, ist Microsofts Ansatz für Augmented Reality. Es könnte nicht nur die Art und Weise revolutionieren, wie man Spiele spielt, sondern auch wie wir im Allgemeinen mit Computern umgehen. Wie jedes andere technische Gerät braucht es eine Killer-App, um es zu verkaufen – und Minecraft 2 könnte genau das sein. Microsoft hat in der HoloLens-Präsentation ein Spiel in der Art von Minecraft gezeigt. Und dies liefert Hinweise auf die verlockenden Möglichkeiten, die das Headset bieten könnte. Stellt euch vor, ihr würdet eure Welt nicht auf einem flachen Monitor bauen, sondern auf eurem Esstisch oder sogar auf dem gesamten Boden eures Wohnzimmers. Zusammen mit diesem aufregenden technischen Gerät könnte das Minecraft-Sequel eine komplett neue Art Videospiele darstellen.
6. Realistisch, nasses Zeug
Minecraft ist absichtlich relativ einfach in der Darstellung seiner Welt: sie besteht einfach aus Blöcken. Aber für die nächste Version möchten wir, dass einige Elemente ein Upgrade bekommen. Das dringendste hierbei ist, wie Wasser dargestellt wird. Es gibt eine Menge Wasser im Spiel und auch wenn es sich wie echtes Wasser in einer sehr rudimentären Art verhält, gibt es noch genug Luft für Verbesserungen. Bis jetzt fließt Wasser einfach abwärts, aber wir würden gerne flutende und bündelnde Flüssigkeiten sehen, wenn auch nur um dem Spiel einen höheren Sinn für Realismus zu verpassen.
7. Mobs sollten gemein und nicht mittelmäßig sein
Mobs sind für Minecraft-Neulinge der schlimmste Albtraum. Wenn ihr unvorbereitet und unerfahren in den Überlebensmodus des Spiels gestoßen werdet, ist das letzte, was ihr wollt, eine Horde Monster, die zu eurer jungen Heimstätte hinabsteigt, um alles zu zerstören, was ihr hart erarbeitet habt. Aber für einen erfahrenen Spieler stellen Mobs keine massive Bedrohung mehr dar. Daher brauchen sie ein weitreichendes Upgrade. Lasst uns Mobs mehr Intelligenz, mehr Möglichkeiten und mehr Taktiken geben, damit sie eine reale Bedrohung sein können, auf die man achten muss, wenn man die Welt des Spiels erkundigt.
8. Die Grafik aufpäppeln
Die absichtlich einfache Grafik von Minecraft ist Teil des Charmes des Spiels. Aber es gibt genug Platz für Verbesserungen. Während wir nicht wollen, dass Microsoft sich von der kultigen Blockgrafik entfernt, würden Dinge, wie reflektierende Oberflächen, leichte Vorblöcke, und andere geringfügige grafische Verbesserungen, einiges erheblich aufleben lassen. Minecrafts ästhetische Einfachheit ist eines seiner Verkaufsargumente, aber es muss sich in kleinen Schritten entwickeln, um unsere Aufmerksamkeit zu erhalten.
9. Das Spiel zu einer immersiveren Erfahrung machen
Erinnert ihr euch an das erste Mal, als ihr Minecraft gespielt habt und nichts darüber wusstet, wie das Spiel funktioniert? Alles fühlte sich frisch und neu an und das Gefühl der Entdeckung war unglaublich. Angesichts der Rechenleistung von PCs und Next-Gen-Konsolen sollte ein Sequel des Spiels sehr stark darum bemüht sein, dieses Gefühl der freudigen Entdeckungen zu bewahren. Welten können sehr, sehr viel größer sein – und daher mehr Geheimnisse beinhalten – und Microsoft könnte den nächsten Schritt machen und die Idee des immersiven Gameplay weitertragen, um es dem Spiel zu ermöglichen, unerwartete Szenarien oder Events, die auf vielfältigen Variablen beruhen, zu erzeugen. Minecraft hat eine Generation staunender Spieler geschaffen, und der nächste Schritt ist es, das Gameplay so zu weiter zu entwickeln, diese für das nächste Jahrzehnt und darüber hinaus zu fesseln.
10. Cross-Platform beibehalten
Minecraft ist momentan für die PS4, die PS Vita und Mobiltelefone verfügbar. Da Microsoft aber jetzt Besitzer der Serie ist, scheint es unvermeidlich, dass ein Sequel exklusiv für den PC und die Xbox One erscheint. Während dies von einer geschäftlichen Perspektive Sinn macht, möchten wir sehr gerne, dass ein Sequel cross-platform bleibt. Mehr Spieler bedeuten mehr Möglichkeiten für neue Level und Multiplayer sowie eine größere Basis für Feedback durch User – und dadurch möglicherweise ein noch besseres Minecraft 3! Oder einfach ein besseres ursprüngliches Minecraft. Wir sehen das entspannt.