Dominic Di Tommasos spektakuläre Freerunning-Show am Opernhaus von Sydney
Als du grünes Licht für das Projekt bekamst, war es da schwer, sich zu entscheiden, was du tun wolltest und was alles von den Kameras festgehalten werden sollte?
Es ist immer schwierig, die beste Line oder den idealen Output für einen bestimmten Raum zu finden, besonders wenn der Raum das Opernhaus von Sydney ist. Als Freerunner sehen wir einzigartige Architektur immer auch als Möglichkeit, uns auszudrücken und den Raum kreativ zu nutzen. Das ist etwas, wovon ich immer schon geträumt habe, da ich in Sydney fast jeden Tag daran vorbeikomme.
Ich habe mir viele Gedanken über den Raum gemacht und versucht, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ich habe sogar einige Mitglieder der Parkour-Community gebeten, mich bei der kreativen Umsetzung und meiner Vision zu unterstützen. Als Community arbeiten wir immer zusammen und ich finde das großartig. Ich denke, wir haben das Beste gegeben und an jedem Spot das optimale Ergebnis gefunden.
Das Opernhaus von Sydney hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern weit übertroffen. Die besondere Architektur hat perfekte Orte geschaffen, um mit Bewegung und Körper arbeiten zu können. In Zukunft möchte ich gerne noch mehr von Sydneys ikonischer Architektur erkunden.
Gibt es etwas, das dir besonders lebhaft in Erinnerung bleiben wird?
Von allen Dingen im Opernhaus waren die freiliegenden Balken über dem Speisesaal mental wohl das forderndste Hindernis. Auf solchen Balken fühle ich mich einfach nicht so wohl wie auf anderen Hindernissen... das Gehirn arbeitet da manchmal auf mysteriöse Weise.
Der finale Backflip ganz oben auf dem berühmten Segeldach war der letzte Trick, den wir gefilmt haben, und es war gleichzeitig auch der Höhepunkt der Dreharbeiten an diesem erstaunlichen Ort. Es ist so eine fantastische Location und ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich die Gelegenheit bekam, das hier zu machen. Einfach einmalig! Ich war am Ende schon ziemlich erschöpft von den ganzen Dreharbeiten, also musste ich mich noch einmal zusammenreißen. Ich hatte wenig Platz für den Backflip -- es war dort oben kleiner als wir erwartet hatten.
Welchen Stellenwert hat "Freerunner's Guide to the Sydney Opera House" für dich in Bezug auf die Höhepunkte deiner Karriere?
Es gehört auf jeden Fall zu meinen absoluten Karrierehighlights. Das ist eines der erfreulichsten Projekte, die ich je gemacht habe, weil es quasi in meinem Hinterhof stattgefunden hat -- ich fahre ständig über die Brücke und am Opernhaus vorbei. Es ist unglaublich, dass mir der Zugang gewährt wurde und ich all das wirklich im Opernhaus machen durfte.
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Kairo Dom-ination
Der australische Freerunner Dominic Di Tommaso zeigt sein Können an einer Reihe von ikonischen Orten in Kairo.
Du warst früher Müllmann und hast jetzt etwas erreicht, das zuvor noch nie jemand geschafft hat. Hast du ein paar Worte, die du den Menschen mit auf den Weg geben kannst, die auch ihre Träume verwirklichen wollen?
Ich glaube, der Müllmann-Job war ein taktischer Schachzug, damit es in meiner Zukunft funktioniert. Ich war immer schon leidenschaftlicher Parkour-Fan und ich bin überzeugt, dass ich auf die Welt gekommen bin, um genau das zu machen. Ich wusste, dass mich das körperliche Training morgens fit machen würde für die Leistungen, die ich abends dann beim wirklichen Parkour-Training vollbringen würde.
Es gab definitiv eine Phase in meinem Leben, in der ich arbeitete und dachte, dass ich das für immer machen würde. Aber ich war zufrieden, weil ich fast jeden Tag Parkour machte, und das war an sich schon Befriedigung genug -- einfach die Bewegung zu haben.
Der wichtigste Schlüssel zu allem ist Beharrlichkeit und Leidenschaft. Denn wenn einem etwas wichtig genug ist und man es wirklich will, wird man immer einen Weg finden, es zumindest für sich selbst auf befriedigende Weise zu schaffen. Wenn man diese Liebe und Leidenschaft für etwas hat, kann man die nächste Stufe erreichen, indem man über Jahre hinweg hartnäckig dabei bleibt, auch wenn andere aufhören.
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