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Während in anderen Sportarten und Esports-Titeln die GOAT-Debatte stets zu Streitereien führt, steht Faker unangefochten an der Spitze der League of Legends Welt. Auch wenn sich seine lange Karriere, sowohl aus Hoch- und Tiefpunkten zusammensetzt, beweist er stets Adaptivität und passte so seinen Spielstil verschiedensten Patches und auch Teammates laufend an, um nach wie vor die Szene zu dominieren. Was wir Normalsterblichen neben seinem Auftreten, seiner Loyalität und gleichzeitigen Bescheidenheit von ihm lernen können, haben wir in diesem Artikel auf 5 Punkte zusammengefasst.
01
Behalte stets das gesamte Spielgeschehen im Blick
Beim ersten Mal schauen eines Faker Streams wird dem ungeübten Auge erst Einmal schwindelig und das nicht unbedingt von seinen Mechaniken selbst, sondern der Kameraführung. Faker behält nicht nur die Minimap selbst, sondern auch alle Teammitglieder, deren und gegnerische Items, sowie sämtliche Bewegungen stets im Auge, um jederzeit auf alle Veränderungen reagieren zu können und richtige Entscheidungen zu treffen. Während das Ausmaß, indem er es betreibt für die meisten Spieler nicht umsetzbar ist, können wir uns zumindest das Ziel setzen öfter Items und Powerspikes zu vergleichen, anstatt uns blindlinks in Kämpfe zu stürzen. Außerdem sollte wir versuchen wie er mehr Wert auf Teammitglieder, die Karte, Wards und Vision zu legen.
02
Play to improve
Dabei setzt auch gleich der nächste Punkt an. Spiele das Spiel nicht einfach, sondern versuche aktiv besser zu werden. So gut Faker auch ist sagt er in seiner Bescheidenheit oft, wie er stets versucht sich und die Leistungen des Teams zu steigern. Das passiert durch genau definierte Ziele, wie das Perfektionieren neuer Champions, oder einem möglichst genauen Verständnis der momentanen Meta. Setze dir deshalb stets Ziele, an denen du arbeiten möchtest, um dein Gameplay laufend zu verbessern. Je nach Level können das auch nur kleine Ziele sein, übe einfache Combos deines Charakters im Practice Tool, oder auch einfach nur das Lasthitten. Was es auch ist, versuche stets mit der Einstellung neues zu lernen und dein Gameplay zu verbessern in Games zu gehen.
03
Mentale Stärke
Laufen deine Games jedoch nicht nach Plan ist es wichtig mentale Stärke zu beweisen. Während sich seine mentale Stärke selbst in einem Worlds Finale Offline vor tausenden Menschen Höchstleistungen zu bringen nicht replizieren lässt, ist seine Einstellung im Spiel so vorbildlich, dass jeder SoloQ-Spieler davon profitieren kann. Anstatt Fehler bei den Teammitgliedern zu suchen oder die Nerven wegzuwerfen, konzentriere dich wie Faker auf dich selbst und auf Dinge, die du selbst besser machen kannst. Fehler sind unvermeidbar und passieren, reite nicht darauf herum und passe dich an die neue Spielsituation an. So kannst du mit ruhigem Kopf aus jeder Situation das maximum herausholen und so stets für den Win spielen. Gerade in der SoloQ schaffen das ein Großteil deiner Gegner nicht, wodurch du mit enormem Vorteil in das Spiel startest. Wodurch du selbst verlorene Games mit der richtigen Einstellung, oft noch drehen kannst, gerade wenn der Gegner nicht ein ähnliches Maß mentaler Stärke beweist.
04
Analysiere deine Spiele
Ist das Game jedoch vorbei hast du nun Zeit über Fehler und Spielverhalten zu analysieren, um zu entscheiden, wie du in verschiedensten Situationen besser reagieren hättest können. Das machen die Profis nicht nur gemeinsam nach jedem Scrim mit Coach und Teammates, sondern eben auch Faker nach vielen SoloQ Spielen, um einzelne Situationen noch einmal zu durchleben und aus diesen zu lernen. Setzt du das um, kombinierst du gleich mehrere der bisher genannten Tipps. Analysierst du nach Niederlagen, woran es gescheitert ist, anstatt genervt sofort in das nächste Spiel zu starten, hilft dir das dabei mit dem vergangenen Spiel wirklich abzuschließen und ohne Tilt mit neu gewonnener Konzentration in die nächste Partie zu starten.
05
Habe Spaß am Spiel
Der wohl wichtigste und alles entscheidende Tipp ist, dass dir das Spiel auch wirklich Spaß machen muss. Während League of Legends in vielen Spielern die falschen Gefühle auslösen kann, atmet und lebt Faker das Spiel nach über 10 Jahre an der Spitze, immer noch mit Begeisterung aus. Er geht sogar noch einmal darüber hinaus und gibt an, auch außerhalb von Practice und Analysen fast jeden Gedanken mit dem Spiel zu verbringen, wenn er nicht gerade als ausgleichende Entspannung ein Buch liest. Jedoch versucht er selbst lehren die er hier aus dem realen Leben zieht, auf League of Legends umzulegen und weiter daraus zu lernen. Während das für die meisten wohl über das angestrebte Maß des Hobbygamers hinausgeht, können die bisher genannten Tipps definitiv dabei helfen, eine positivere Einstellung zum Game aufzubauen und so mit Spaß stetig zu lernen, anstatt zu tilten.