Warum Harriet Burbidge-Smith fester Bestandteil der MTB-Zukunft ist
Harriet Burbidge-Smith will in ihrer Karriere noch vieles erreichen.
© Andy Green/Red Bull Content Pool
Harriet, wie geht's dir? Erzähl uns davon, wie du damit begonnen hast, auf Bikes zu performen.
Ich bin 25 und ich begann mit dem BMX-Racing, als ich etwa vier Jahre alt war. Meine Eltern sahen, dass ich an Bikes interessiert war und fanden einen Track in unserer Nähe. Das machte ich 16 Jahre lang, bis vor einigen wenigen Jahren. Dann wechselte ich auf das Mountainbike, nachdem ich ein Crankworx-Event gefahren war. Seitdem versuche ich meinen Platz in der MTB-Szene finden. Im letzten Jahr habe ich Mountainbike-Freeride für mich entdeckt.
Maydena war für Burbidge-Smith der perfekte Ort, um ihre Skills zu zeigen.
© Andy Green/Red Bull Content Pool
Warum hast du dich dazu entschlossen, BMX hinter dir zu lassen, nachdem du so lange darin verankert warst?
BMX war ein großer Teil von mir, als ich aufwuchs. Ich verbrachte den Großteil meiner Zeit auf dem Track oder nahm an Rennen teil. Dabei holte ich ein paar global bedeutungsvolle Titel in meinen Altersklassen, was mir zu dieser Zeit alles bedeutete. Dann war ich im UCI World Cup dabei und fuhr ganz gute Resultate ein, hatte aber noch immer nicht herausgefunden, warum es nicht klick machen wollte. Natürlich wusste ich, dass ich das Fahren von Bikes liebe, aber erst, als ich mein erstes Mountainbike-Event bei Crankworx gefahren bin, fühlte es sich so an, als würde das letzte Puzzle-Stück alles komplettieren.
Was am Mountainbiking füllt diese Lücke, von der du sprichst?
Mountainbiking trägt eine gewisse Kreativität ins ich, die ich im BMX so nicht fühle. Ich bin ein kompetitiver Mensch und ich liebe diese Seite des Ridings, aber ich habe das Gefühl, dass das Mountainbiking beide Seiten - den Wettbewerb und die Kreativität - miteinander vereint. Es ist diese Freiheit, die im Freeriding steckt, die mich anspricht - das Kreieren von Content gemeinsam mit Freunden. Das funktioniert für mich persönlich schlicht am besten.
Erzähle uns von den Dreharbeiten für deinen MTB-Raw-Edit in Australien.
Ich glaube, wir alle wollten unbedingt in Australien drehen. Als Erstes dachte ich an Maydena, das für das, was es zu bieten hat, viel zu oft übersehen wird. Es gibt dort Freeride-Lines, die auch einige technische Features zu bieten haben. Daneben gibt es auch schnelle Jump-Lines, die du genießen kannst. Du kannst dort tatsächlich eine Menge herausholen...Dieses Erlebnis war als Gesamtes schlicht großartig und ich habe das Gefühl, dass das Endergebnis zeigt, wie unglaublich Tassie als MTB-Location ist.
Der Freeride-Sport für Frauen entwickelt sich rasend schnell weiter. Wie ist das für dich, das zu beobachten?
Es ist großartig. Ich habe einige wirklich tolle Athletinnen kennengelernt und ich mag es, ihnen dabei zuzusehen, wie sie in dem, was sie machen, erfolgreich sind. Dieses Talent-Level gab es schon immer, nur fehlte die Plattform, um alles herauszuholen. Jetzt, wo es sie gibt, werden die Menschen mehr davon zu sehen bekommen und den Eindruck haben, dass sich in der Szene vieles verändert. Dennoch, das Potenzial war schon immer da, es hat nur keiner zu sehen bekommen.
Wen sollten wir auf der Rechnung haben?
Es gibt so viele talentierte Rider, die unglaubliche Performances zeigen. Brooke Anderson ist Amerikanerin. Sie ist 14, 15 Jahre alt und zeigt einfach nur coole Freeride-Performances, die mich schlicht begeistern. Dasselbe gilt für die kanadische Athletin Natasha Miller, die zu den jungen Mädchen gehört, die im Slopestyle gerade mächtig aufzeigen. Ich beobachte gespannt, wo sie ihre Zukunft noch hinführen wird. Im Moment gibt es unzählige talentierte Athletinnen und ich hoffe, dass ich auf irgendeine Art und Weise teil davon sein kann.
Du bist Teil davon; immerhin bist du eine Mentorin für die jungen Athletinnen...
Ja, ich habe ein Mentoren-Event in Australien mit dem Namen "Momentum" ins Leben gerufen. Im letzten Jahr machte ich mit den Jungs mit, aber dieses Mal dachte ich, dass es gut wäre, vorab ein Camp zu veranstalten, das die Mädchen abholt, ihr Interesse am Sport anheizt und ihnen etwas gibt, an dem sie sich mit ihrer Arbeit orientieren können. Danach hatten wir immerhin acht Jung-Athletinnen, die in den Slopestyle-Contest einstiegen, was schlicht großartig ist.
Was sind die nächsten Meilensteine für Frauen in der MTB-Freeride-Szene?
Es wäre großartig, wenn wir mehr Events sehen würden, in denen Jungs und Mädchen antreten. Daneben braucht es mehr Content; ich habe das Gefühl, dass es noch nicht genug Video-Content da draußen gibt. Aber generell geht es darum, dass alle Spaß an der Sache haben. Pushe, aber vergiss nicht daran, dass es auch um die Zeit mit deinen Kumpels geht. Ich glaube, das Ganze braucht eine Plattform und diese baut sich mit jedem Event weiter auf.
Was steht für dich persönlich als Nächstes an?
Ich reise nach Kanada und bald nach Amerika [Sie ist wurde als Athletin zu Red Bull Formation 2022 im Mai eingeladen], wo ein paar von uns Mädchen zusammenkommen, um gemeinsam zu fahren und zu filmen - das wird großartig. Daneben haben wir dort einige Events. Dann beginnt die Crankworx-Serie. Ich freue mich auch darauf, nach Utah zurückzukehren und dort zu drehen. Es ist ein furchteinflößender Ort, du musst ihn respektieren, aber generell glaube ich, dass mein Riding so gut wie nie zuvor ist. Ich fühle mich wohl auf dem Bike und ich gehe mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison.
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