Porträtfoto von Enduro-Fahrer Manuel Lettenbichler  beim Red Bull Romaniacs.
© Predrag Vuckovic/Red Bull Content Pool
Motorbike Enduro

Manuel Lettenbichler: Die Geschichte des Serien-Gewinners

Manuel Lettenbichler hat seine Karriere 2014 als junger Trial-Rider gestartet. Nur 5 Jahre später ist der Deutsche in der Weltspitze angekommen – und holt sich seither Titel für Titel.
Autor: Robert Lynn / Philipp Briel
6 min readUpdated on
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Wie alles begann...

Manuel Lettenbichler war 5 Jahre alt, als er das erste Mal mit einem motorisierten Zweirad in Kontakt kam – schon damals zeichnete sich sein sagenhaftes Talent ab. Auf dem Trial-Bike holte er sich drei Juniorentitel, bevor er unter den Fittichen seines Vaters Andreas "Letti" Lettenbichler neue Wege betrat. Der Apfel fällt in dieser Familie wirklich nicht weit vom Stamm... denn auch der Vater hat sich im Hard Enduro einen Legenden-Status erarbeitet. Als KTM Factory-Rider gewann er unter anderem das Erzbergrodeo (2015). Nun ist er, im Jahr 2025, viermaliger Weltmeister der FIM Hard Enduro.
Red Bull Romaniacs 2014-Teilnehmer Andreas Lettenbichler aus Deutschland geht die Enduro-Strecke auf seiner KTM an.

Andreas Lettenbichler

© Jonty Edmunds/Red Bull Content Pool

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Die ersten Titel

Nur wenige Jahre später ist "Lettenbichler – the next Generation" am Zug: 2018 holt er sich zunächst einen sensationellen 3. Platz beim Red Bull Hare Scramble. Kurz darauf sichert er sich in der World Enduro Super Series (WESS) den Vize-Meistertitel. Im Jahr darauf schon gelingt ihm der ganz große Wurf und er holt er sich den Weltmeistertitel!

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Red Bull Erzbergrodeo: Do it again, Mani!

2023 kehrte Manuel Lettenbichler zum ersten Mal als Titelverteidiger zurück zum Red Bull Erzbergrodeo. Was lag näher, als ihm die Frage aller Fragen zu stellen: Machst du's nochmal, Mani? Seine Antwort:
Manuel Lettenbichler am Erzberg

Manuel Lettenbichler am Erzberg

© Jakob Schweighofer/Red Bull Content Pool

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Do it again, Mani? Ja, das ist der Plan. Es kommt drauf an, dass ich fit bin. Ich fühle mich sehr fit. Mit dem Bike darf unterm Rennen nichts passieren. Wir versuchen smooth durch das ganze Rennen durchzufahren.
Für ihn ist Red Bull Erzbergrodeo ein ganz besonderes Rennen, was es so speziell macht, das erklärt er dir auf der Tonspur:
Inzwischen schreiben wir das Jahr 2025 und Mani holte sich beim Red Bull Erzbergrodeo den vierten Titel in Folge. Der Mann ist nicht zu stoppen. Bei Red Bull Romaniacs feierte er seinen sechsten Sieg. Unfassbar.
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Seine Entwicklung als Rider

Manuel Lettenbichler beim GetzenRodeo 2014

Manuel Lettenbichler beim GetzenRodeo 2014

© Future7Media/Red Bull Content Pool

"Ich war erst 16, als ich mit Hard Enduro begann, und es braucht Zeit, nach und nach stärker zu werden – sowohl physisch, als auch mental", reflektiert Lettenbichler. "Jetzt nehme ich meine Entwicklung bewusst wahr. Mit jedem Jahr wird es besser, aber ich hab das Gefühl, dass noch mehr geht."
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Ich will ein Racer werden, der immer um eine Podiumsplatzierung mitfährt – egal, bei welchem Rennen.
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Sein Trial-Background

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"Ich erkenne jetzt, dass meine Erfahrungen beim Trial viele Vorteile mit sich bringen. Wichtige Skills wie die Balance, die Kontrolle des Gashebels und der Kupplung, gehen mir leichter von der Hand. Das sind Fähigkeiten, die du als Rider immer brauchst und die du behältst – egal, ob du Motocross fährst oder Enduro."
Allesamt Skills, die Mani auch zu Filmprojekten befähigen, die so nicht von jedem Rider umzusetzen wären. So stellt der Endura-Tausendsassa 2019 in seinem Film "New Kid on the Log" all seine Fähigkeiten in Europas größtem Sägewerk unter Beweis. Wie das aussieht, siehst du hier:

3 Min

Manuel Lettenbichler und ein Sägewerk als überdimensionale Log Section

Kurz vor dem nächsten WESS Rennen durfte Mani Filmpremiere feiern, denn sein erstes eigenes großes Videoprojekt wurde veröffentlicht. Dabei nimmt er ein Sägewerk auf seine Art auseinander.

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Sein Weg in die Enduro-Disziplin

Manuel Lettenbichler

Manuel Lettenbichler

© Markus Berger/Red Bull Content Pool

"Enduro in seinen Grundfesten zu verstehen, ist hart. Du bist während des Rennens über lange Phasen vollständig auf dich alleine gestellt und du musst lernen, Vertrauen zu dir selbst aufzubauen. Es gilt eine Menge unter einen Hut zu bringen. Ein Rennen wie das Erzberg-Rodeo ist ein vier Stunden langer Sprint, während du bei Romaniacs ganze vier Tage in den Bergen verbringst. Das Trefle Lozerien ist klassisches Enduro, das wieder vollkommen andere Anforderungen mitbringt".
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Sein Weg aus den Fußstapfen seines Vaters

Manuel Lettenbichler mit seinem Vater Andreas im Jahr 2014

Manuel Lettenbichler mit seinem Vater Andreas im Jahr 2014

© Future7Media/Red Bull Content Pool

"Ich will ich selbst sein. Am Anfang versuchten die Leute, mich mit meinem Vater zu vergleichen. Sie meinten, weil er gewonnen hat, werde ich auch gewinnen. Aber du lernst schnell, diese Einschätzungen zu ignorieren. Ich versuche, mir meine eigene Karriere zu erarbeiten, und jetzt habe ich mir selbst einen Namen in diesem Sport gemacht. Ich werde nicht mehr als 'Lettis Sohn' gesehen, sondern jetzt bin ich der Mani, was mir wirklich viel bedeutet. Jetzt darf ich ich selbst sein."
Dass Mani Lettenbichler neben unheimlichem Talent und Ehrgeiz auch die nötige Arbeitsethik hat, beweist er zuletzt 2020, als er sich nach schwerer Daumen-Verletzung im Red Bull Athlete Performance Center wochenlang zurückarbeitet – nur um kurz darauf seine zwei bisher erfolgreichsten Saison zu feiern!
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Im APC bist du als Athlet rund um betreut – sowohl auf körperlicher, als auch auf mentaler Seite.
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Andreas Lettenbichler über seinen Sohn

"Es ist nicht einfach, über seine Siege zu sprechen, weil er für mich mit dem, was er bereits erreicht hat, bereits ein Gewinner ist", zeigt sich Manuels Vater sichtlich stolz. "Er ist erst 21 Jahre alt und auf dem Bike und auf dem Terrain bereits richtig selbstbewusst unterwegs. Im Training macht er oft Dinge, die selbst mich noch überraschen. Mit jedem Rennen wird er stärker, mental und physisch."
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Sein Hunger auf Siege ist riesig und er weiß, wozu er in der Lage ist.
Andi "Letti" Lettenbichler
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Seine Projekte neben den Rennen

Wer dem 27-Jährigen auf seinen Social Channels folgt, weiß: Mani hat verdammt viel Spaß. Bei den Rennen Vollgas, in seiner Freizeit auch. Und er liebt Motorsport in all seinen Facetten. Vor dem MotoGP-Stopp in Österreich zeigt er dir den Spielbergring, wie du ihn noch nie gesehen hast:
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Seine Karriere in der Timeline

Manuel Lettenbichler beim  Trefle Lozerien 2019

Manuel Lettenbichler beim Trefle Lozerien 2019

© Future7Media/Red Bull Content Pool

  • Name: Manuel Lettenbichler
  • Geboren: 30. April, 1998
  • Heimat: Kiefersfelden, Deutschland
  • 1998: Geboren am 30. April
  • 2003: Mit fünf Jahren bekommt er sein erstes Trials-Bike
  • 2008: Deutscher Youth Trials-Gewinner
  • 2009: Vater Andreas gewinnt Red Bull Romaniacs auf einer BMW G450X
  • 2012: Deutscher Youth Trials-Gewinner
  • 2013: Deutscher Youth Trials-Gewinner
  • Juni 2014: Er wird mit seinem 18. Platz beim Red Bull Hare Scramble der jüngste Teilnehmer, der es bei diesem Event jemals ins Ziel geschafft hat.
  • September 2014: Der jüngste Finisher bei Red Bull Sea to Sky, wo er unter die besten 15 fuhr - und das bei seinem Debüt.
  • November 2014: GetzenRodeo. Er sichert sich bei seinem Debüt den 10. Platz.
  • 2015: Dritter Platz in der Super Enduro Junior Weltmeisterschaft.
  • Juni 2015: Disqualifikation bei Red Bull Hare Scramble, nachdem er als Sechster im Carls Dinner seinen Helm abnahm.
  • Juni 2015: Vater Andreas gewinnt das Erzbergrodeo "gemeinsam" mit Jonny Walker, Graham Jarvis und Alfredo Gomez.
  • September 2015: 10. Platz Red Bull Sea to Sky mit einem Bruch im Fuß, den er sich beim Beach-Rennen zugezogen hat.
  • 2016: SuperEnduro Junior World Champion. Claims 15 wins from 18 starts. SuperEnduro Junioren-Weltmeister. Er holt sich 15 Siege bei 18 Starts.
  • 2016: Er wird Red Bull Athlet.
Manuel Lettenbichler fährt beim 4. Stopp der Hard Enduro Weltmeisterschaft 2021 Stop 4 in Rumänien.

Manuel Lettenbichler 2021 beim red Bull Romaniacs

© Mihai Stetcu / Red Bull Content Pool

  • 2017: Teilnahme bei der SuperEnduro Weltmeisterschaft. Er wird Sechster in der Prestige-Klasse.
  • Juni 2017: Achter Platz beim Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble.
  • Juli 2017: Sieg bei Red Bull Romaniacs Off Road Tag 4.
  • Mai 2018: Podiumsplatzierung beim Extreme XL Lagares, WESS Runde 1.
  • Juni 2018: Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble. Podium-Debüt als Dritter.
  • Juli 2018: Red Bull Romaniacs. Zweiter Platz nach einem intensiven Kampf mit Wade Young.
  • November 2018: Vizeweltmeister bei der WESS.
  • November 2018: Sieg beim GetzenRodeo.
  • Juli 2019: Sieg beim Red Bull Romaniacs. Sein erster WESS-Erfolg. Er wird zum jüngsten Gewinner des Events.
  • November 2019: Manuel Lettenbichler ist Enduro-Weltmeister nach seinem Sieg beim GetzenRodeo!
  • Juli 2020: Zweiter Sieg bei Red Bull Romaniacs.
  • Juli 2021: Dritter Sieg bei Red Bull Romaniacs.
  • November 2021: Dritter Sieg beim GetzenRodeo.
  • Juni 2022: Sieg beim Red Bull Erzbergrodeo.
  • Oktober 2022: FIM Hard Enduro World Champion 2022.
  • Oktober 2023: FIM Hard Enduro World Champion 2023.
  • Oktober 2024: FIM Hard Enduro World Champion 2024.
  • Mai 2025: Vierter Sieg beim Red Bull Erzbergrodeo
  • Juli 2025: Sechster SIeg bei Red Bull Romaniacs.

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Manuel Lettenbichler

Sein Motto: Vollgas!

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