MotoGP
Marc Márquez: 2013 MotoGP-Weltmeister!
Der Spanier hat sich beim Grand Prix in Valencia den Titel geholt - als jüngster Fahrer aller Zeiten
Marc Márquez wurde am Sonntag zum MotoGP-Weltmeister 2013 gekrönt, nachdem er im letzten Rennen der Saison in Valencia als Dritter ins Ziel kam.
Im Alter von 20 Jahren und 266 Tagen ist Márquez damit der jüngste MotoGP-Weltmeister aller Zeiten. Seine phänomenale Debüt-Saison endete in Valencia mit einem spannenden Entscheidungsrennen. Der amtierende Weltmeister Jorge Lorenzo, der einzig verbliebene Rivale um die Krone, holte sich den Rennsieg, doch das genügte nicht, um Márquez seinen Platz in der Geschichte der MotoGP streitig zu machen.
Die Spannung, die sich vor dem Rennen aufbaute, war in der ersten Hälfte des 30-Runden-Rennens deutlich zu spüren und sorgte auf der Strecke für viel Action, die alle Zuschauer fesselte.
Jorge Lorenzo drosselte das Tempo
Lorenzo führte vom Start an, nachdem er den Polemann Márquez in der ersten Kurve überholt hatte. Márquez‘ Repsol Honda-Teamkollege Dani Pedrosa schaffte es ebenfalls an dem Youngster vorbei und verbannte ihn auf die dritte Position. Zu dem Zeitpunkt hätte das genügt, um Márquez den Titel zu sichern, doch es war klar, dass Wahrscheinlichkeiten den Rider nicht zufriedenstellen würden.
Anfangs spielte sich der Führungskampf vor allem zwischen Lorenzo und Pedrosa ab, die vielfach die Positionen tauschten, während Márquez die Situation beobachtete. Doch Álvaro Bautista und Valentino Rossi folgten ihm dicht am Hinterrad, sodass sich der zukünftige Weltmeister nicht entspannt zurücklehnen konnte. Er wusste, dass die kleinste Veränderung der Positionen alles auf den Kopf stellen könnte.
Lorenzo und Pedrosa touchierten
Lorenzo und Pedrosa gaben alles, und das Duell spitze sich zu. In Runde neun spitzte sich die Situation zu, als Lorenzo sich innen an Pedrosa vorbeidrängte. Durch die Berührung stürzte Pedrosa beinahe, konnte die Situation aber retten. Márquez nutzte die Chance und schob sich auf die Position zwei vor, während Pedrosa auf den fünften Platz zurückfiel.
Zu dem Zeitpunkt musste sich Lorenzo von seiner bisherigen Taktik verabschieden. Er hatte versucht, andere Fahrer mit ins Spiel zu bringen, um so Márquez‘ Rennrhythmus zu stören. Der Yamaha-Mann versuchte nun, den Sieg klarzumachen. Doch das war alles andere als einfach, denn Márquez gab alles und machte seinem Landsmannn das Leben schwer.
Marc Márquez sicherte sich mit dem dritten Platz den MotoGP-Titel
Schließlich konnte Lorenzo sich absetzen, und als Pedrosa nach seinem Beinahe-Sturz wieder zu Márquez aufschließen konnte, lieferten sich die beiden Honda-Teamkollegen ein kleines Duell.
Pedrosa konnte sich jedoch ohne große Vorkommnisse durchsetzen und eroberte Position zwei. Zu dem Zeitpunkt wurde deutlich, dass Márquez sich mit einem Podiumsplatz zufriedengeben würde, um den ultimativen Sieg zu holen.
Lorenzo überquerte die Ziellinie vier Sekunden vor Pedrosa, doch der Mann des Tages ist Márquez, der mit seinem dritten Platz den Titel holte und als jüngster Champion aller Zeiten in die Geschichte der Königsklasse eingehen wird.


