Mark Webber posiert in Red Bulls Hangar-7 Komplex in Salzburg, Österreich.
© Markus Berger / Red Bull Content Pool
WEC

Mark Webber: „Wir wollen Le Mans gewinnen“

Porsches australischer Werksfahrer hat für die Langstrecken-Weltmeisterschaft 2015 große Pläne!
Autor: Greg Stuart
4 min readPublished on
Mark Webber liebt sein neues Leben als Porsche-Fahrer in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Endlich konnte er sich einen seiner Lebensträume verwirklichen und am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnehmen. Und auch außerhalb des Cockpits hat er viel zu tun – zum Beispiel führte er beim diesjährigen Grand Prix von Österreich mit den Fahrern die Podiuminterviews.

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Wir trafen Mark in Red Bulls legendärem Hangar-7-Komplex in Salzburg, wo wir mit ihm über Langstreckenrennen und seine bisherige Karriere sprachen…
Mark, wie hat dir deine erste Le-Mans-Teilnahme als Porsche-Fahrer gefallen?
Wir haben in Le Mans wirklich eine tolle Leistung gezeigt, aber das Rennen ist lang – 24 Stunden sind ein langer Arbeitstag! Zeitweise lagen wir in Führung, doch das Auto schaffte es leider nicht bis ins Ziel, und Audi hat den Sieg verdient. Aber ich hatte viel Spaß. Aus Sicht von Porsche befindet sich das Programm zwar noch in den Kinderschuhen, aber dennoch wollen wir Le Mans im nächsten Jahr gewinnen.
Mark Webber fährt für das Porsche World Endurance Championship Team im Porsche 919 Hybrid in Le Mans 2014.

Die Nachtfahrt in Le Mans ist etwas Besonderes

© Dutch Photo Agency/Red Bull Content Pool

Wie hart ist Le Mans?
Das Rennen ist so facettenreich. Es gibt ein paar Teams wie Porsche, Audi und Toyota, die sehr schnelle Wagen haben und um den Sieg kämpfen – auf Geraden erreichen wir 330 bis 340 km/h. Dann gibt es noch einige Unterkategorien, in denen um den Sieg gekämpft wird. Noch dazu fahren die Teilnehmer auf unterschiedlichen Niveaus – vom professionellen Fahrer bis hin zu den Amateurfahrern in den kleinen Kategorien ist alles dabei. Außerdem muss man mit vielen verschiedenen Bedingungen wie Regen oder Dunkelheit zurechtkommen. Langstreckenrennen haben ein wenig Ähnlichkeit mit Rallyes, da man über vielfältige Fähigkeiten verfügen muss. Man muss bei allen Bedingungen gut fahren – das ist ein Teil des Jobs, den ich sehr mag.
Quotation
Nirgendwo ist es besser, das Rennen zu kontrollieren als in Monte Carlo.
Welches war deiner Meinung nach das Rennen deines Lebens?
Ich erinnere mich an einige sehr besondere Momente in den Junior-Klassen wie der Formel Ford und der Formel 3. Doch mein erster Sieg in Monte Carlo war in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes für mich. Es war einer dieser Tage, an denen ich nach Belieben einen Vorsprung herausfahren konnte und mich fragte, „Wo bleiben denn die anderen?“. Das ist mir nicht oft passiert. Nirgendwo ist es besser, das Rennen zu kontrollieren und selbstbewusst zu sein.
Vermisst du die Zeit, als du noch auf einer Strecke fahren konntest, ohne im Mittelpunkt des Interesses zu stehen?
Die Zeit ist für mich schon lange vorbei. Ich bin einfach so lange in der Formel 1 gefahren, dass die Menschen A) hohe Erwartungen an mich haben und B) denken, dass ich einfach überall und in jeder Kategorie überragend sein kann. Aber ich liebe das Fahren und den Motorsport, und es gibt immer noch Tage, an denen ich einfach mit ein paar Freunden und meiner Familie die Autos fahren und Spaß haben kann.
Daniel Ricciardo auf dem Podium nach seinem Sieg beim Grand Prix von Beligen 2014 in Spa Francochamps.

Daniel Ricciardos Siege beeindrucken Mark

© Getty Images/Red Bull Content Pool

Mark, nachdem du deine F1-Karriere beendet hast, kritisierst du da gerne mal vom heimischen Wohnzimmer aus die Rennen?
Ich habe natürlich einen etwas anderen Blick auf die Rennen, schließlich habe ich diese Autos selbst einmal gefahren. Doch wenn ich Zeit habe, schaue ich mir die Rennen an. Es ist für mich kein Muss, jedes Wochenende vor dem Fernseher zu sitzen, aber ich sitze schon gern im Sessel mit dem einen oder anderen Bier und schaue zu.
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Die australische Nationalhymne höre ich immer wieder gerne.
Es freut dich sicher sehr, dass Daniel Ricciardo auf deinem alten Platz bei Red Bull Racing so erfolgreich ist.
Das ist unglaublich. Nicht in dem Sinne unglaublich, dass wir ihm das nicht zugetraut hätten, aber es ist schon beeindruckend, wie leicht es ihm fällt. Er hat anscheinend keine Probleme mit den neuen Wagen. Er macht kaum Fehler, fährt wohlüberlegt, ist sehr ruhig und zeigt eine tolle Leistung – kein Wunder, dass er immer über das ganze Gesicht strahlt! Und die australische Nationalhymne höre ich immer wieder gerne. Auf dem Niveau holt man nicht leicht Siege, daher ist es großartig, dass er schon so früh Rennen gewinnen konnte.
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