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Robin Goomes feiert zweiten Triumph bei Red Bull Rampage
Spektakuläre Runs, beeindruckende Tricks: Robin Goomes sichert sich den Titel der Red Bull Rampage 2025 vor Hannah Bergemann und Georgia Astle.
Bei Red Bull Rampage zeigt sich ein eindeutiges Muster: Im zweiten Jahr legen die Athlet:innen noch eins drauf. Mit mehr Erfahrung im Gepäck gehen die Rider noch weiter an ihre Grenzen. Die Frauen waren da keine Ausnahme. Mit der Euphorie aus der Red Bull Rampage Premiere für Frauen im vergangenen Jahr kamen zwölf der besten Freeriderinnen in die Wüste und sieben von ihnen traten am Finaltag an.
Nach zwei spannenden Runden holte sich Robin Goomes den Titel bei Red Bull Rampage 2025 und sicherte sich damit ihren zweiten Sieg in Folge bei dem kultigen Freeride-Event. Mit einem Lauf voller Tricks auf technischem Terrain war sie die dominierende Athletin und reiht sich in die Elite der Red Bull Rampage-Champions ein, die bereits zwei Mal hintereinander gewonnen haben. Das Podium komplettierten Hannah Bergemann auf dem zweiten und Georgia Astle auf dem dritten Platz.
Siege bei Red Bull Rampage werden nicht geschenkt, sie werden erkämpft. Die Wüste in Utah ist heftiges Terrain. Dieses Jahr kämpften die Athletinnen mit dem krassesten Wetter in der Geschichte von Red Bull Rampage. Regen und Wind verhinderten kostbare Trainingszeiten, so dass die Veranstaltung um einen Tag verschoben werden musste. Doch die Fahrerinnen stellten sich der Herausforderung und zeigten, warum sie zu den Besten der Welt gehören.
Robin Goomes, Hannah Bergemann und Georgia Astle feiern auf dem Podium
© Long Nguyen / Red Bull Content Pool
Am Finaltag schloss sich der Kreis. Am selben Ort legten 2019 sechs Frauen bei der ersten Red Bull Formation, einer Freeride-Session für Frauen zur Förderung zukünftiger Rampage-Fahrerinnen, den Grundstein für das heutige Event. Sechs Jahre später trug eine Mischung aus Veteranen und neuen Talenten dieses Erbe weiter und schaffte viele Premieren für Frauen im Freeride.
Robin Goomes zementiert ihr Erbe
Alle Augen richteten sich im Vorfeld auf die Titelverteidigerin Robin Goomes. Die Neuseeländerin kam in der Wüste an, fest entschlossen, ihren Erfolg zu wiederholen, und arbeitete trotz der ungünstigen Bedingungen zusammen mit ihrem Team lange an ihren Builds. Im Training deutete Goomes ihren Finallauf an, zeigte bereits Backflips. Sobald sie kopfüber auf ihrem Bike durch die Luft flog war klar, dass sie eine Anwärterin auf den ersten Platz sein würde.
Ihre ursprüngliche Strategie war, sich mit Casey Brown und Hannah Bergemann zusammenzutun, um den Drop von Nico Vink aus dem Jahr 2015 nachzubauen. Als sich der Entrance als zu schwierig erwies, wechselte Goomes ihre Strategie und schloss sich Harriet Burbridge-Smiths Start an. Der neue Start war kreativ und verband einen technischen Drop mit einem Front Brake Nose Pivot an einer no-fall Kante. Aber die Änderung in letzter Minute war auch ein Risiko. Das erste Mal probierte sie die neue Line in der Nacht vor dem Finale aus.
Nachdem ihre sechs Konkurrentinnen mit massiven Tricks auf schwierigem Terrain den Ton angegeben hatten, fuhr Goomes als Letzte, bereit, ihren Titel zurückzuerobern. Der Wechsel in letzter Minute zahlte sich aus. Sie schnürte einen weiteren Drop mit einer verspielten Chute zusammen. Danach folgte eine Abfolge von Drops und Sprüngen, bei denen sie einen Suicide No-Hander, einen Backflip, einen Crankflip und einen weiteren Suicide No-Hander zeigte.
Zum Abschluss zeigte Goomes noch einen Backflip. Im Gegensatz zu den anderen Fahrerinnen machte Goomes einen Step Down - die technischste Art zu springen. Aber reichte das aus, um Bergemanns Spitzenwert von 89,33 Punkten zu übertreffen? Die Kampfrichter antworteten mit einem Ja und brachten Robin um 0,17 Punkte nach vorne.
Goomes konnte noch nicht feiern, da das gesamte Feld für den zweiten Durchgang wieder nach oben wanderte. Sie wartete am Startgate und fragte sich, ob der Vorsprung am Ende reichen würde. Als Bergemann einrollte, war klar, dass der Kampf zwischen den letzten beiden Fahrern entschieden war.
Goomes sagte: "Ich war wirklich stolz auf meinen ersten Lauf und bereit, für den zweiten Lauf einen draufzulegen, wenn es nötig wäre." Bergemann war jedoch nicht in der Lage, ihre Punktzahl in Lauf 2 zu verbessern und so sicherte sich Goomes den zweiten Sieg.
Hannah Bergemanns Traum verwirklicht
Vor sechs Jahren kam Bergemann bei der Red Bull Formation 2019 als aufstrebendes Talent mit einigen bemerkenswerten Platzierungen im Enduro-Sport an. Eine außergewöhnliche Leistung bei Red Bull Formation hat ihren Weg völlig neu definiert. Bergemann gab ihren Job auf, um sich voll auf den Sport kontentrieren zu können und definierte sich als Freeriderin. Sie war eine der wenigen Frauen, die sich auf die Entwicklung und das Filmemachen konzentrierte und aufstrebenden Freeriderinnen zeigte, dass eine Karriere jenseits der Rennen möglich ist.
Sie fieberte auf die Red Bull Rampage Teilnahme hin. Im vergangenen Jahr musste sie wegen einer Verletzung absagen. Mit viel Geduld und Fleiß kämpfte sich Bergemann zurück und war bereit, der Welt zu zeigen, wozu sie fähig ist. Beim Training übersprang sie routiniert schwierige Passagen wie den 42 Fuß hohen Drop und merkte, wie viel Spaß sie auf der Strecke hatte.
Schau dir Hannah Bergemanns Weg zum Podium an:
Im Finale entschied sie ich für einen ähnlichen Strategiewechsel wie Robin Goomes und wechselte zur Startlinie von Vaea Verbeeck. Von dort aus fügte sie ein Canyon Gap, eine Rhythmus-Sektion, ihren größten Drop und einen Tricksprung zusammen, den sie mit einem Backflip beendete - als zweite Frau, die bei Red Bull Rampage einen Backflip machte. Der gesamte Run war selbstbewusst und souverän und brachte ihr eine souveräne Punktzahl von 89,33 ein.
Diese Punktzahl hielt Bergemann, bis die Titelverteidigerin Goomes einsprang und sie um 0,17 Punkte abhängte. "Das Ergebnis war so knapp, dass ich das Gefühl hatte, jede Kleinigkeit versuchen zu müssen, um das Ergebnis zu ändern", sagt Bergemann, die in ihrem zweiten Lauf noch einen Toboggan einbaute, aber es reichte nicht. "Ich bin trotzdem sehr zufrieden damit, wie ich gefahren bin und wie alle gefahren sind. Ich habe mein Ziel erreicht und es ist das Sahnehäubchen, auf dem Podium zu stehen."
Georgia Astle bleibt konstant
Im vergangenen Jahr kam Astle als Ersatzfahrerin und begeisterte alle mit einem beeindruckenden zweiten Platz. Jetzt ist die Kanadierin eine Red Bull Rampage-Veteranin, die das Terrain mit der Hartnäckigkeit einer Rennfahrerin angeht. Ihr Ziel für das Event war es, zwischen den Hauptfeatures flüssig zu bleiben, denn im Vergleich zum gleichmäßigen Fall-Line-Gelände 2024 gab es hier mehr Transfers.
Astle entschied sich, Brett Rheeders Drop-In von 2014 in Angriff zu nehmen und landete ohne einen Wackler. Sie war eine von zwei Fahrerinnen, die den legendären El Presidente Drop (53,5 Fuß) meisterten, den sie mit ihrem typischen Suicide-No-Hander verband. Der ruhige und kraftvolle Run brachte ihr eine Punktzahl von 87,66 ein. "Ich bin so erleichtert für alle Frauen", sagt Georgia mit einem strahlenden Lächeln. "Alle Frauen haben zwei Runs geschafft. Es war windstill, und ich bin so froh für uns."
Fortschritte für die gesamte Gruppe
Zusätzlich zu den Podiumsplatzierten gewann Cami Nogueira aus Argentinien den BFGoodrich Tires Toughness Award, nachdem sie sich von einer Verletzung am Trainingstag erholt hatte, die sie für einen Tag außer Gefecht gesetzt hatte. Sie meldete sich eindrucksvoll zurück und meisterte ihren gewagten Entrance und den massiven Midline-Drop mit Bravour. Der DECKED Digger Award ging an das Team der Amerikanerin Chelsea Kimball, die das imposante Battleship-Feature von Red Bull Rampage 2023 wieder auferstehen ließ, was umfangreiche Bauarbeiten erforderte. Sie halfen auch mit und unterstützten andere Teams mit ihren Lines, nachdem sie fertig waren.
Der von den Athletinnen gewählte McGazza Spirit Award ging einstimmig an Bergemann für ihre Red Bull Rampage-Rückkehr und ihren soliden Lauf. "Es ist eine große Ehre, diesen Preis zu erhalten. Kelly McGarry ist ein besonderer Mensch und verkörpert den Geist dieses Sports", erklärte Bergemann.
Der Utah Sports Commission Best Trick Award schließlich ging an Kirsten Van Horne für ihren mutigen Suicide-No-Hander auf dem Big Drop in der Mitte des Berges. "Gestern [im Training] fühlte ich mich nicht wohl bei den Tricks und war enttäuscht. Ich wollte bei Red Bull Rampage einen Trick machen, und dass ich das geschafft habe, macht mich wirklich stolz", sagt Van Horne.
Red Bull Rampage der Frauen endete mit einer Liste von Namen und Momenten, die in die Freeride-Geschichtsbücher eingegangen sind. Gemeinsam haben diese Fahrerinnen das nächste Kapitel des Sports eingeläutet. Die Messlatte wurde höher gelegt, und die Zeit wird zeigen, wohin die Athletinnen sie als nächstes verschieben.
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