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Tempest Rising lässt die glorreichen Zeiten der RTS wieder aufleben
Mit klassischem Spielgefühl, zwei Fraktionen und Sci-Fi-Setting erinnert das neue RTS-Game Tempest Rising stark an Command & Conquer, spielt sich dabei richtig gut und sieht hervorragend aus.
Tempest Rising versteht sich als Hommage an das Genre der Echtzeitstrategiespiele. Und während das normalerweise selten etwas Gute bedeutet, beweist Entwickler Slipgate Ironworks mit dem Titel eindrucksvoll das Gegenteil und liefert eines der spannendsten RTS-Games des Jahres.
01
Kampf um Ressourcen
Dreh- und Angelpunkt von Tempest Rising ist die Solo-Kampagne. Die Prämisse: In einer alternativen Geschichte ist die Kuba-Krise anno 1962 eskaliert und löste einen globalen Konflikt aus, der fast den gesamten Planeten vernichtet hat.
Plötzlich reißt überall auf der Erde die Kruste auf, aus der eine rote, organische Masse wuchert - das namensgebende Tempest. Die verbliebenen Mächte merken schnell, dass das Material eine mächtige Energiequelle darstellt. Und wer das Tempest beherrscht, beherrscht auch die Welt.
Wer sich hier unweigerlich an das Tiberium aus Command & Conquer erinnert fühlt, liegt gar nicht so falsch. Denn das neue RTS-Game orientiert sich nicht nur auf den zweiten Blick stark an den Genreklassikern von EA.
Die westliche Global Defense Force (kurz: GDF) - die an die GDI aus C&C angelehnt ist - und die östliche Tempest Dynasty (das Pedant zu NOD) kämpfen unerbittlich um die Ressourcen, was die Ausgangslage des Strategiespiels in Stein meißelt.
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02
Umfangreiche Solo-Kampagnen
In der Kampagne von Tempest Rising lenkst du wahlweise die Geschicke der GDF oder der Dynasty. Jeweils elf lange Missionen, die mitunter eine Spielzeit von ein bis drei Stunden aufweisen, sorgen für Umfang und Langzeitmotivation. Insgesamt kommt ihr hier auf 20-30 Stunden Spielzeit. Eine dritte Fraktion und Kampagne sollte eigentlich zum Release ebenfalls zur Verfügung stehen, wurde nun aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Macht aber auch nix, denn die beiden enthaltenen Kampagnen führen dich durch allerlei abwechslungsreiche Szenarien. Zumal die Handlung durch stimmige und ansehnliche Zwischensequenzen vorangetrieben wird.
Genauso variantenreich sind aber auch die beiden Fraktionen aufgestellt. Die GDF setzt dabei eher auf technologischen Fortschritt, während sich die Tempest Dynasty vor allem durch Mobilität einen Vorteil verschafft.
Bei der Global Defense Force kommen Kenner des Genres voll auf ihre Kosten. Der Basenbau präsentiert sich ganz klassisch: Raffinerien hochziehen, Harvester für die Tempest-Sammlung raus schicken und die eigene Truppe nach und nach aufwerten.
Ganz anders jedoch die Tempest Dynasty. Hier startest du beispielsweise nicht mit Infanterieeinheiten, sondern schickst sofort bewaffnete Jeeps und andere Fahrzeuge an die Front. Die Dynasty eignet sich also perfekt für all diejenigen, die gerne von Beginn an Vollgas geben.
03
Besondere Kniffe
So eine Fraktion wäre ja langweilig, wenn sie nicht auf einzigartige Fähigkeiten und Spezialeinheiten zurückgreifen könnte. Natürlich ist das auch das Salz in der Tempest Rising-Suppe.
Die GDF sammelt im Kampf Intel, eine eigene Ressource, die dann wiederum in Vorteile bei der Erkundung und strategischen Planung umgemünzt werden kann. Zudem lassen sich Drohnen einsetzen, mit denen die Karte ausspioniert werden kann. Die Fluggeräte sind praktischerweise unsichtbar, wenn sie sich nicht bewegen.
Au der anderen Seite muss die Dynasty nicht erst mühsam Raffinerien und Erntemaschinen bauen. Die mobilen und gepanzerten Tempest Rigs lassen dich schnell und einfach überall auf der Karte Tempest sammeln.
Das sorgt dafür, dass sich beide Fraktionen sehr unterschiedlich spielen und ganz andere Spielstile ermöglichen. Zumal du über das Arsenal und insgesamt 18 Doktrinen pro Fraktion weitere einzigartige Fähigkeiten in drei Talentbäumen freischalten kannst. Dabei handelt es sich um mächtige, permanente Skills, mit denen du beispielsweise eine stärkere Panzerung erhältst, mehr Schaden austeilst und vieles mehr. Auch das sorgt für Abwechslung - besonders im Multiplayermodus, in dem die Doktrinen in jeder Partie neu erlangt werden wollen.
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Wuchtige Kämpfe, packend inszeniert
Tenpest Rising fühlt sich an wie ein neues Command & Conquer und das ist absolut positiv zu verstehen. Das Kern-Gameplay des Basenbaus bekommt das neue Strategiespiel dabei ähnlich gut hin, wie die Vorlage. Auch das Balacing leistet sich keinerlei Patzer: Das klassische Schere-Stein-Papier-Konzept bekommt der Titel dabei ausgezeichnet hin. Keine der Einheiten fühlt sich übermächtig oder nutzlos an.
Auch die Gefechte erinnern stark an die Kult-Vorlage. Wenn hier Infanterie-, Land- und Lufteinheiten aufeinandertreffen, steht mitunter kein Stein mehr auf dem anderen. Dabei wird das klassische RTS-Gameplay hervorragend durch die frischen Ideen des Games aufgepeppt.
Und dank der verwendeten Unreal Engine 5 wird das Ganze dann auch noch sehr ansehnlich in Szene gesetzt. Hinzu kommt ein treibender Hard Rock-Soundtrack, der aus der Feder von Frank Klepacki stammt. Jener Komponist steuerte bereits die musikalische Untermalung zu verschiedenen Command & Conquer-Spielen bei.
Multiplayer-Fans kommen mit Tempest Rising ebenfalls voll auf ihre Kosten. Der beliebte Skirmish-Modus bekam beispielsweise einen eigenen Menüpunkt spendiert. Hier tretet ihr wahlweise allein oder als Team gegen Bots an. Im klassischen Online-Multiplayer könnt ihr im 1vs1, 2vs2 oder 1vs3 um den Sieg kämpfen. Tempest Rising gelingt es damit hervorragend, das klassische RTS-Spielgefühl in die Moderne zu transferieren und ist damit weit mehr als nur eine Hommage an die Genreklassiker.

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