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Wie TenZ VALORANT geprägt hat: 5 prägende Einflüsse
Eine neue Dokumentation zeigt, wie TenZ VALORANT nachhaltig geprägt hat – vom Gameplay über Hardware-Trends bis zum Wachstum der E-Sport-Szene.
Wenn es um den Wettkampf-E-Sport geht, haben nur wenige Spieler:innen eine so entscheidende Rolle gespielt wie Tyson Ngo, alias TenZ. Er hat VALORANT zwar nur vier Jahre lang professionell gespielt, doch sein Einfluss auf das Spiel und seine Fans war enorm.
Eine neue Dokumentation, die ihr euch im Video unten ansehen könnt, beleuchtet genau das und untersucht sein sportliches Vermächtnis sowie die Gründe, warum er ein so herausragender Spieler war.
TenZ begann seine Karriere 2019 mit Counter-Strike: Global Offensive bei Cloud9 und wechselte dann zu einem aufstrebenden Titel namens VALORANT. Es war ein riskanter Schritt, aber er hat sich ausgezahlt. Angetrieben von Leidenschaft und Innovationsgeist wurde TenZ schließlich der erste Profispieler des Spiels und einer seiner ersten Superstars.
TenZ hat sich zwar im September 2024 aus dem Wettkampfgeschehen zurückgezogen, doch wie die neue Doku erklärt, ist sein Vermächtnis bis heute spürbar. Vor der Veröffentlichung zeigen wir dir hier, warum TenZ (der immer noch erst 25 ist!) einer der prägendsten Gamer seiner Generation bleibt.
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TenZ hat VALORANT zu einem globalen E-Sport-Phänomen gemacht
Als unbestrittenes Aushängeschild von VALORANT und wohl berühmtester Spieler des Spiels trug TenZ dazu bei, den Shooter zu einem weltweit beliebten E-Sport-Wettkampf zu machen. Und das ist keine Kleinigkeit!
Vor allem sein Wechsel zu VALORANT im Jahr 2020 half dabei, die Lücke zwischen der Counter-Strike: Global Offensive-Community und dem neuen Shooter von Riot Games zu schließen. Wenn selbst TenZ auf VALORANT setzte, wollten unzählige Fans dem Spiel ebenfalls eine Chance geben. Mit seinem nahbaren Auftreten und den enorm erfolgreichen Streams machte er den Einstieg leicht – und begeisterte viele Fans vom ersten Moment an für den neuen Titel.
Es ging aber nicht nur um Persönlichkeit und Charisma. Damit kommt man nur bis zu einem gewissen Punkt. Zum Glück für TenZ hielten seine meisterhafte Beherrschung der Spielmechanik, sein unglaublicher Spielstil und seine überragenden Fähigkeiten die Fans in ihren Bann und trugen dazu bei, das Spiel auf völlig neue Höhen zu heben.
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Er prägte die Wahl von Hardware und Peripheriegeräten
Um eine Gaming-Legende zu werden, kommt es nicht nur darauf an, was man auf dem Bildschirm macht, sondern auch darauf, womit man es macht. Sagen wir es mal anders: Wie alle Gamer:innen wissen, ist Hardware genauso wichtig wie Software. TenZ war in beiden Bereichen innovativ.
Im vergangenen April wurde bekannt gegeben, dass TenZ globaler Botschafter für Wooting werden würde; der niederländische Peripheriehersteller arbeitet gemeinsam mit TenZ an einer Reihe von Tastaturmodellen in limitierter Auflage sowie an exklusiven Inhalten. Es wirkt fast so, als würde Wooting ihm damit Tribut zollen, nachdem TenZ durch den Einsatz von Wooting-Tastaturen und individuellen Setups in seinen Streams dazu beigetragen hat, das Unternehmen bekannt zu machen – neben dessen "Rapid Trigger"-Technologie und den leichten Gaming-Mäusen.
Man könnte sagen: Hätte TenZ Wooting nicht für sich entdeckt, wäre der taktische FPS-Bereich vielleicht nicht das geworden, was er heute ist.
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Er hat verändert, wie VALORANT auf höchstem Niveau gespielt wird
TenZ hat die Pro-Szene dazu gebracht, noch einen Gang höher zu schalten.
© Jordan Nicholson/Red Bull Content Pool
Um innovativ zu sein, muss man erst mal die alten Regeln über den Haufen werfen. Schon früh im Aufstieg von VALORANT hat TenZ genau das getan. Sein Einstieg mit aggressiven Spielmechaniken bei Duellisten-Charakteren wie Reyna und Jett ließ andere Spieler:innen aufhorchen und ihre eigenen Strategien anpassen. Infolgedessen legte die Pro-Szene bei den Spielmechaniken noch eine Schippe drauf, wobei TenZ den Maßstab für Entry-Fragger im gesamten Spiel setzte.
TenZ gab sich jedoch nicht mit dem Erreichten zufrieden – er wusste, wann es Zeit war, sich gemeinsam mit dem Spiel weiterzuentwickeln. Dank seiner Anpassungsfähigkeit entwickelte er sich zu einem Weltklasse-Spieler auf den Rollen Controller und Initiator. Für Sentinels feierte er mit Agenten wie KAY/O und Omen große Erfolge.
Seine Karriere mag zwar nur vier Jahre gedauert haben, aber er hat während der gesamten Zeit wirklich neue Maßstäbe gesetzt.
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VALORANT wurde durch TenZ noch zugänglicher
… oder hat uns zumindest daran erinnert, dass alle Gamer:innen unterschiedlich sind. Insbesondere sprach TenZ öffentlich über seine Sehprobleme und machte das Spiel so für andere zugänglich, die die Welt anders wahrnehmen. Das ist ein großer Schritt, wenn man bedenkt, dass jeder zwölfte Mann und jede zweihundertste Frau an einer Form von Farbenblindheit leidet.
"Hi, ich bin TenZ, und ich bin farbenblind", verkündete der Streamer 2024 auf dem Sentinels-Kanal. Die konkrete Form der Farbenblindheit heißt "Protanomalie", was bedeutet, dass TenZ Schwierigkeiten hat, Grün und Rosa zu unterscheiden. "Ziemlich interessant, dass einer der besten Spieler der Welt das Spiel anders sieht als du und ich", bemerkt der Sprecher im Video.
In dem Video erzählt TenZ von peinlichen Momenten in seinem Leben, die auf dieses Problem zurückzuführen sind, darunter eine Geschichte über einen Einkaufsbummel mit seiner Mutter, als er noch ein Kind war. Das ist unglaublich offen und hat zweifellos dazu beigetragen, dass sich Menschen mit ähnlichen Problemen im E-Sport verstanden fühlen.
Die praktischen Auswirkungen auf sein VALORANT-Spiel waren minimal – TenZ hat die Hervorhebungsfarbe seiner Gegner auf Gelb umgestellt –, aber es hat noch einmal deutlich gemacht, dass VALORANT für alle offen ist, egal wie groß oder klein unsere Unterschiede auch sein mögen.
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Sein Wechsel zu VALORANT hat die Zukunft des Spiels mitgeprägt
Damals, im Jahr 2020, war TenZ ein aufstrebender CS:GO-Star. Er hätte diesen Weg weitergehen können und wäre wahrscheinlich groß herausgekommen. Stattdessen entschied er sich, seinem Herzen zu folgen und etwas Neues zu wagen.
Wie er damals erklärte: "Ich habe mich entschieden, [bei VALORANT] Profi zu werden, weil mir beim Spielen der Beta klar wurde, dass ich schon lange nicht mehr so viel Spaß hatte. Auch wenn es als riskant angesehen werden mag, das Spiel zu wechseln, habe ich das Gefühl, dass die Zukunft dieses Spiels sehr vielversprechend ist. Ich werde kein CS:GO mehr spielen, solange ich VALORANT professionell spiele."
Der Rest ist Geschichte. Das ist nicht nur ein weiteres Beispiel dafür, wie TenZ Gamer auf der ganzen Welt inspiriert, sondern es war auch ein echter Wendepunkt in diesem Sport. "Mein Plan für die Zukunft ist es, das beste Team zusammenzustellen, das meiner Meinung nach möglich ist … Ich hoffe auf eine Pro-Szene, die der Struktur von League of Legends ähnelt, und darauf, auf Weltklasseniveau anzutreten", sagte TenZ.
Nur wenige Jahre später sollte genau das passieren – vor allem dank TenZ’ persönlicher Vision und seiner Willenskraft. Hat TenZ VALORANT revolutioniert? Man könnte argumentieren, dass wir ohne seinen Einfluss gar nicht über VALORANT sprechen würden.