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Two's company, Fourteen's a crowd
Fourteen Australians disturb the peace in Japan.
Dieser Japan Trip war ursprünglich für acht Skater aus Melbourne geplant. Innerhalb einer Woche stieg dann die Teilnehmerzahl erst auf zehn, dann 12 und schlussendlich 14 Skater an. Ich bin immer für eine Horde Skater zu haben, aber 14? Sind wir bereit für Japan? Und noch wichtiger, ist Japan bereit für uns? Wir kommen am Flughafen Osaka an. Unsere großen Touri-Augen blicken auf wenige englische Worte und noch weniger westlich aussehende Menschen, als ein süßes japanisches Mädchen mit Zahnspange uns anspricht:
„Konbanwa, kann ich helfen? Was seid ihr für eine Truppe?“
„Ehm, Australien... Eine Gruppe Skateboarder.“
Sie lächelt interessiert und zückt eine goldene Plakette, die ziemlich ähnlich aussieht, wie die in den Lethal Weapon Filmen. Die süße 1,50m Frau ist also Polizistin und zeigt uns den Weg zum Bahnhof. Unser erster Kontakt mit der japanischen Hilfsbereitschaft.
An unserem ersten Tag in Osaka war natürlich jeder höchst motiviert, skaten zu gehen. Während die einen sich vor dem Hotel aufwärmten, ging Dane (Burman) schon mal nach Spots gucken. Er kam zurück und erzählte von Flatrails, Stufen und einem Handrail direkt um die Ecke. Wie eine Horde wildgewordener Cowboys zog unsere 14-köpfige Truppe also los, um Chou Ward, Osaka zu erkunden. Am ersten 14-Stufen-Handrail holte sich Bryce (Golder) direkt den ersten Frontslide Boardslide – es war noch nicht einmal Mittag.
Die Stimmung war gut und so hielten wir an einem 7-11 Store, um uns zu erfrischen – der Moment, an dem wir feststellten, wie vergleichsweise günstig Alkohol in Japan ist. Bier und Mixgetränke bekommt man in fast jedem Laden und auch wenn wir in den seltensten Fällen wussten, was wir gerade tranken, stellten wir immer sicher, dass wir es auf jeden Fall in ausreichendem Maße taten.
Das Angenehme an einer Reise von Melbourne nach Japan ist, dass das Wetter kaum variiert und es eine Zeitverschiebung von nur einer Stunde gibt. Die Temperaturen im Mai pegeln sich um die 20 Grad ein, aber genau wie in Melbourne gibt es eben nicht nur Sonnenschein: die Hälfte unseres Trips hat es geregnet. Die Zwangspausen haben wir mit Sightseeing, Shopping und vielen Stopps in 7-11 Läden überbrückt.
Auf dem gesamten Trip wurde in unserer Gruppe wenig bis gar kein japanisch gesprochen. Uns reichte das Standardrepertoire, bestehend aus Arigato, Konichiwa und Sumimasen – Danke, Hallo und Entschuldigung. Als wir in Tokio ankamen, hatten wir bereits so viel mit Securities und Polizisten zu tun gehabt, dass sich die Sprachbarrieren langsam aber sicher auflösten. Es ist immer frustrierend, gekickt zu werden – aber noch einmal mehr, wenn man gerade weit von zuhause weg ist und weiß, dass man eben nicht so leicht demnächst nochmal wiederkommen kann. Unsere Touristensprache vermischte sich mit unserer Muttersprache und Wörter wie Ari-garts, Koneech und Sorry-mason wurden geboren – natürlich mit einem Augenzwinkern.
Für den Großteil der Gruppe waren zwei Wochen genug und die Sehnsucht nach der Familie, Fleischkuchen und Pubs wurde größer. Was die Größe der Gruppe angeht: Wir hatten tatsächlich weniger Probleme, als wir zunächst befürchteten, auch wenn es aus irgendeinem Grund relativ viele Verletzungen gab. Alles in allem hatten wir eine tolle und aufregende Zeit, die niemand von uns missen möchte.
