Snowboarden
X-Games 2017: Das sind die Favoriten
Welche Snowboarder/Snowboarderinnen werden in Aspen ganz groß auftrumpfen? Ein kleiner Vorausblick.
Die X-Games sind das Highlight aller Highlights im Wintersport, wo die Crème de la Crème der Snowboard-Freestyle-Elite neben Freeski- und Snowmobil-Athleten zusammenkommt, um dem Publikum jede Menge schön anzusehende Action und Adrenalin zu bieten. Doch wer gehört zu jenen, die ganz besonders auftrumpfen werden? Wir haben die Favoriten in der Kategorie Snowboard im Überblick.
Herren Slopestyle
Obwohl es mehr als genug talentierte amerikanische und skandinavische Rider gibt, die das Potential haben, im Slopestyle-Contest nach Gold zu greifen, gibt es keinen Zweifel daran, dass Team Kanada momentan das Maß aller Dinge ist.
Mark McMorris holte sich seine fünfte X-Games-Goldmedaille im Jahr 2016 und wird zweifellos auf vollen Angriff gehen, um seiner Sammlung die sechste hinzuzufügen. Um das zu schaffen, muss er aber erst seinen Teamkollegen Max Parrot schlagen, der ihn schon 2014 und erst letzte Woche bei den Laax Open auf den zweiten Platz verdrängte. Und dann gibt es noch Seb Toots, der ebenso fleißig daran beteiligt ist, dass Kanada die X-Games seit dem Jahr 2011 dominiert.
Damen Slopestyle
Jamie Anderson ist mit ihren 11 (!) Medaillen die bestbestückte X-Games-Athletin aller Zeiten und damit auch eine der ganz großen Favoritinnen, wenn sie um ihre fünfte Goldmedaille kämpft. Aber gerade diese Konstanz macht sie schlagbar, da sie sich nur selten aus ihrer Komfortzone herauswagt und da auch ihre Konkurrentinnen nicht auf der faulen Haut liegen und sich laufend verbessern. Bei den Laax Open letzte Woche waren es Enni Rukajärvi aus Finnland und Anna Gasser, die Anderson auf den dritten Platz verwiesen und auch beinden X Games wird Jamie wieder die große Gejagte sein. Annas Saison ist schon jetzt voll auf Erfolgskurs und die Kärntnerin will in Aspen ganz oben stehen. Der Kampf um Gold war bei den Damen nie spannender!
Herren SuperPipe
Shaun White ist der Grund dafür, dass der SuperPipe-Event traditionell an die USA geht. Nur in den Jahren 2015 und 2016 mussten Danny Davis und Matt Ladley für ersteren einspringen, um dieser Tradition keinen Abbruch zu tun.
Sechs der zwölf teilnehmenden Rider gehen für die Vereinigten Staaten an den Start, es sieht also auch dieses Jahr wieder so aus, als wäre die USA nicht zu schlagen. Chase Josie wird nach seinem Sieg letzte Woche in Laax ganz besonders heiß sein. Doch darf auch nicht darauf vergessen werden, dass Iouri Podlatchikov, Pat Burgener und Ayumu Hirano den Amerikanern das Leben sicher nicht leichtmachen werden.
Damen SuperPipe
Das Ende der Ära von Kelly Clark markiert den Startpunkt der Ära von Chloe Kim. Natürlich gibt es starke Konkurrenz, zum Beispiel in Form von Cai Xuetong aus China, aber alles, was wir über die unglaublich talentierte koreanisch-amerikanische Athletin wissen, weist darauf hin, dass sie die Halfpipe die nächsten Jahre ganz klar dominieren wird. In diesem Jahr kämpft Kim um ihre dritte X-Games-Superpipe-Medaille in Folge und es sieht fast so aus, als wäre ihr diese sicher.
Herren Big Air
Der Big Air-Contest ist der ultimative Event bei den X-Games. Hier bekommen wir einen Alles-oder-Nichts-Showdown, der uns ein Spektakel sondergleichen liefert; hier können wir Weltneuheiten bestaunen! Unvergessen bleibt Torstein Horgmos erster Tripe Cork ever im Jahr 2010 oder Max Parrots erster, in einem Bewerb performter Cab Triple Cork 1800, der ihm 2016 den Sieg einbrachte.
Mit einem bunt durchgemixten Teilnehmerfeld und zwei Mitgliedern des sogenannten „Quad-Cork-Clubs“ – Parrot und Marcus Kleveland – sind alle Weichen auf ein weiteres bahnbrechendes X-Games-Jahr gestellt. Wir freuen uns!
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