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5 Hip-Hop-Podcasts, die du kennen solltest

Sie sind der optimale Zeitvertreib: Podcasts. Es werden immer mehr und immer populärer werden jene, die sich mit Hip-Hop als Musikrichtung, aber auch seiner Kultur beschäftigen. Ein Überblick.
Autor: Mira Weingart
3 min readPublished on
Rap ist schon lange kein reines Underground-Phänomen mehr. Rap ist heute salonfähig. Deswegen ist es kein Wunder, dass Rap-Podcasts gerade viel Aufmerksamkeit bekommen. Abgesehen davon scheint es in Zeiten der kurzweiligen Unterhaltung, einen Gegentrend zu geben: Tiefgründig soll es sein, Hintergrund haben, gerne auch mal eine Stunde oder länger dauern. Wer also ein richtiger Nerd ist (oder einer werden will), sollte sich unbedingt diese vier Rap/ Hip-Hop - Podcasts reinziehen.

1. Schacht und Wasabi

"Schacht und Wasabi"besteht aus Falk Schacht und Jule "Wasabi" Wieler, zwei absolute Kenner der Deutschrap-Szene. Dementsprechend dreht sich der Podcast auch (fast) ausschliesslich um Deutschrap, der natürlich genügend Material liefert eine wöchentliche Folge zu produzieren. Der Podcast kommt ohne Interviewgäste aus, besteht ganz einfach aus einem einstündigen Gespräch zwischen den beiden Hip-Hop-Nerds. Die Inhalte bewegen sich vom neusten Gossip, über Albumkritiken bis zu Twitter-Beefs. Hier kann man als Anfänger mal reinhören und danach mit Wissen bluffen - aber auch die Deutschrap-Nerds lernen auf jeden Fall noch etwas dazu.

2. Cosmo und Machiavelli

Auf den ersten Blick haben Rapper und Politiker vielleicht nicht so viel gemeinsam. Oder doch? Was sie verbindet ist auf jeden Fall eine laute Stimme in der Öffentlichkeit. Machiavelli ist ein Podcast, der sich genau mit dieser Thematik beschäftigt. Die beiden Podcastmacher Vassili Golod und Jan Kawelke widmen sich mit viel Leidenschaft ganz verschiedenen Themen der Politik, wie Rechtsextremismus, dem Ost-West-Konflikt in Deutschland oder sie gehen der Frage nach, ob Kanye West ein guter US-Präsident wäre. Passend zu den Themen laden sie ihre Gäste ein: Sie sprechen mit Megaloh über Rassismus oder mit Keke darüber, wie Gesellschaft und Politik mit Depressionen umgehen.

3. Da läuft doch Hiphop?!

Eine viel breitere Range als im Podcast “Da läuft doch Hiphop?!” findet man wohl kaum. Die Macher Florian Gadow und Basti Polzin kommen zwar aus Deutschland, sprechen aber keinesfalls nur über Deutschrap. So geht es auch darum, wie ihnen das Stormzy Konzert gefallen hat oder sie analysieren den Beef zwischen 50 Cent und French Montana. Neben einer Analyse der lokalen Szene, wagen sie auch immer einen Blick über die Landesgrenzen hinaus. Thematisch geht es immer um die neuesten Releases, daneben kriegt dann aber auch noch der Klatsch und Tratsch der Szene seinen Platz.

4. Deine Homegirls

Es gibt so viele Frauen die etwas von Hiphop verstehen und gerne darüber reden - sie gehen nur leider manchmal (noch) ein bisschen unter. “Deine Homegirls” ist ein Podcast von Helen Fares und Josi Miller. Die beiden haben pro Folge einen Interviewgast aus der Hip-Hop-Szene und sprechen mit ihm oder ihr natürlich über Musik - aber nicht nur: Es geht auch um Themen wie Gesellschaft, Wissenschaft und Politik. Was den Podcast besonders macht? Einerseits die Tatsache, dass er einem nicht wirklich wie ein Interview vorkommt, sondern vielmehr wie ein sehr entspanntes Gespräch zwischen Hip-Hop-Homies. Andererseits natürlich der Fakt, dass der Podcast von zwei Frauen gemacht wird, was nach wie vor ungewöhnlich ist in der Hiphop-Szene.
Fazit: Richtig nice!

5. Deutschrap 25

Ein Jahr, ein Song: In Deutschrap 25 wühlen sich Visa Vie und Jan Wehn durch die deutsche Hip-Hop Geschichte und wählen aus jedem Jahr den einen Song, der die Musik in jenem Jahr geprägt hat. Von Advanced Chemistry über KIZ bis zu Shirin David - hier ist wirklich für jeden etwas dabei.