Eishockey
EN GUETE!
In der National League wird nicht nur gut gespielt, sondern bisweilen auch aussergewöhnlich gut gespeist: Fünf kulinarische Insider-Tipps für die Eishalle.
Langnau – TIGERSTARKE POMMES
Pommes frites gibt’s in jeder Eishalle, und sie hinterlassen nur selten einen bleibenden kulinarischen Eindruck. Warum das aber nicht immer stimmt? Weil es die SCL Tigers gibt!
Der Verein aus dem Emmental ist in der ganzen Schweiz berühmt für seine «Golden Frites». Die kleinen Kartoffelstückchen werden knusprig frittiert und mit Gewürzen verfeinert. So haben sie es geschafft, vom schnöden Allerwelts-Snack zur geschmacklichen Legende zu werden.
Pro Saison werden über elf Tonnen davon verkauft – und zwar nicht nur an Tigers-Fans. Sogar Spieler der gegnerischen Mannschaft bitten darum, ihre Portion Pommes mit in den Bus nehmen zu dürfen.
Die Begeisterung ist so gross, dass die SCL Tigers die Pommes sogar für ihre Vereinskommunikation nutzen. Zudem gibt es einen eigens kreierten Song, der den Pommes gewidmet ist. Während des Spiels wird regelmässig der Stand der verkauften Pommes bekannt gegeben.
Preis: CHF 7.50
01
Bern – BÄRIGE RIESENZIPFEL
Wer ein Spiel des SCB in der PostFinance-Arena besucht, ohne sie zu probieren, hat definitiv etwas verpasst.
Die legendäre «BäreZipfu»-Wurst stillt seit Jahren den Hunger der Fans des SC Bern – und zwar gründlich. Diese XXL-Wurst ist der Snack schlechthin in der grössten Eishalle der Schweiz.
Mit ihren 32 Zentimetern Länge, ihren 140 Gramm und dem mit Senf gefüllten Brötchen ist sie genauso wenig zu übersehen wie das Gelb der Dressen.
Ihr Name «Bäre» steht für Bär: das Wahrzeichen des Kantons Bern und der Spitzname der SCB-Spieler. Und «Zipfel» bedeutet, nun ja, Spitze, und soll wohl deutlich machen, dass die Wurst gross ist, so wie es sich für einen Bären gehört. Jedenfalls überragt der Zipfel das Brötchen deutlich.
Wer sie probiert, kann sicher sein, dass sie jeden Magen zufriedenstellt – und für jeden Geldbeutel erschwinglich bleibt.
Es ist kein Zufall, dass der SCB angibt, pro Saison fast 70 000 Stück davon an Mann, Frau und Kind zu bringen.
Preis: CHF 9
02
Lausanne – TATAR VOM FOODTRUCK
Ein Fall für echte Feinschmecker sind die Brötchen mit Tatar, die der Foodtruck L’Épis Taff’ vor der Vaudoise Aréna anbietet – eine raffinierte Köstlichkeit, die sich von den üblichen Hamburgern oder Pommes frites in anderen Eishallen abhebt.
Die Idee stammt vom Besitzer Alain Reist. Selbst ein ehemaliger Eishockeyspieler, der auf eine 18-jährige Karriere auf höchstem Niveau zurückblicken kann, blieb er dem Eis dank einer erfolgreichen beruflichen Neuorientierung seit 2016 treu.
Erhältlich ist das Gericht in zwei Varianten, mit 100 oder 200 Gramm Rindfleisch, dazu die hausgemachte Sauce, deren Rezept natürlich streng geheim ist.
Das Ganze wird auf geröstetem Brot serviert – perfekt für einen knusprigen Biss. Die Produkte stammen aus der Region, und so wurde das Tatar zu einem Klassiker in Lausanne.
Eigentlich komisch, dass der Slowake Tomáš Tatar in Zug und nicht beim LHC spielt.
Preis: 16 bis 29 CHF
03
Fribourg-Gottéron – FONDUE ALS VORSPIEL
Wir kennen es alle, wir lieben es alle: Fondue. Und jenes in der BCF Arena ist wahrlich ein absolutes Muss.
Das gilt für Stammgäste wie Hallen-Hopper gleichermassen, rühmt sich der Club aus dem Freiburgerland doch, pro Heimspiel bis zu 1 200 Fondues zu servieren.
Der Klassiker ist das Fondue «Moitié-Moitié», bestehend aus Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois, selbstverständlich mit Knoblauch, Schalotten und Weisswein verfeinert.
Und fertig ist die Kraftnahrung für die Fans der Meister aus Fribourg-Gottéron.
Entscheidend beim Essen ist die elegante Bewegung aus dem Handgelenk, ohne unterwegs das Brotstück zu verlieren – denn das bringt angeblich Unglück.
Preis: CHF 28 pro Person
04
Genf – CHAMPION BURGER
Vor dem Spiel den Burger seines Lieblingsspielers zu essen, ist in Genf ein echter Verkaufsschlager.
Der Club hat in Zusammenarbeit mit dem Prime’s, dem Restaurant neben der Eishalle Les Vernets, einen «Burger des Monats» auf den Markt gebracht.
Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Jeden Monat schlüpft ein Starspieler der «Aigles» in die Rolle des Chefkochs. Er wird eingeladen, einen Hamburger nach seinen eigenen Vorstellungen zu kreieren und zuzubereiten.
Kapitän Noah Rod, Stürmer Vincent Praplan oder auch Jesse Puljujärvi, die Nummer 4 des NHL-Drafts 2016, haben sich zum Beispiel schon daran versucht.
Hyvää ruokahalua! – «En Guete!»
Der Finne hatte dabei auf eine besonders erfolgreiche Kombination gesetzt: Rindfleisch, Cheddar, Zwiebelringe, Salat und Barbecue-Sauce.
Preis: CHF 32
Noah Rod, der seit 2018 wieder beim Genève-Servette HC spielt, genießt seinen Burger des Monats.