Was macht ein Buch zu einem lesenswerten Buch? Die Story fesselt uns auf den ersten fünf, sechs Seiten so sehr, dass wir es gar nicht mehr aus der Hand legen möchten, in einem Rutsch durchlesen und beim Zuklappen nur noch ein leises „WoW“ aus dem Mund kommt. Aber seien wir mal ehrlich: Fußball-Fans, die nur für ihren Klub leben, können mit Dan Browns Thrillern oder dicken Wälzern á la Stephen King nur bedingt etwas anfangen.
Wie wird man eigentlich so wie Zlatan Ibrahimovic? Was passiert nach schmerzhaften Niederlagen in der Kabine wirklich? So lauten Fragen, die uns fast täglich beschäftigen. Und beantworten können diese nur Insider. Frei nach dem Ich-hab-da-noch-was-zu-sagen-Motto haben sich in den letzten Jahren viele Spieler - einige sogar noch während der aktiven Karriere (Philipp Lahm) - oder Trainer als Autoren einen Namen gemacht. Diese 7 Fußballer-Biografien solltet ihr in eure Sammlung aufnehmen:
Der Traumhüter
Lars, wer? Wer nicht im Raum Köln lebt, weiß mit dem Namen des ehemaligen Torhüters (u. a. 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen) zunächst nicht so viel anzufangen. In „Der Traumhüter - die unglaubliche Geschichte eines Torwarts“ beschreibt Lars Leese seinen Weg aus der Kreisliga in die englische Premier League, wo er mit dem Underdog FC Barnsley den großen FC Liverpool geschlagen hatte, und wieder zurück in die deutsche Oberliga. 2004 erhielt das Buch in England sogar den Sports Book Award.
Alex Ferguson
Sein größter Triumph? Das irre Comeback im Champions League-Finale gegen Bayern München (2:1) in der Nachspielzeit! Seine Fehden mit Arsène Wenger oder José Mourinho? Legendär! Sein Führungsstil? Laut, aber herzlich! Sir Alex Ferguson hat sich in 27 Jahren als Coach von Manchester United ein Vermächtnis für die Ewigkeiten geschaffen. Vor allem, weil Weltstars unterschiedlicher Generationen (Giggs, Beckham, Ronaldo) dem Grandseigneur des englischen Fußballs so bedingungslos folgten. Für alle angehenden Trainer fällt seine Autobiographie unter die Kategorie Must-Read!
Ich bin Zlatan
Vorsicht! Ihr werdet mehr als einmal schmunzeln, wenn der selbst ernannte Fußballgott Zlatan Ibrahimovic die zlatanischen Lebensregeln erklärt. Kurzer Auszug: „Warum willst du alles normal erledigen? Mach es mit Brillanz, denn die Menschen erinnern sich nur an besondere Dinge.“ Für „besondere“ Aktionen war der Schwede freilich auch abseits des Platzes bekannt. Dass "Ibrakadabra" beim Wechsel zu PSG im Jahr 2012 in einem pinkfarbenen Lamborghini in Paris aufgekreuzt war - geschenkt! Kurze Zeit später gab es ja noch die Story mit dem Hotel…
Weltmeister ohne Talent
Erst vor wenigen Monaten hatte Per Mertesacker, einer der deutschen Helden von Rio, seine Schuhe endgültig an den Nagel gehangen. Warum sein Buch den skurrilen Titel „Weltmeister ohne Talent“ trägt? Während seiner Jugendzeit bekam er oft zu hören, dass es vielleicht für die ganz große Karriere nie reichen würde. Es kam anders. Dem steigenden Erfolgsdruck im Profifußball begegnet der 33-Jährige mit einer Mischung aus Respekt, Witz und Selbstironie. Möglicherweise legt sich der ein oder andere von euch mit dem Buch auch mal für 3 Tage in die berühmte Eistonne.
Ich denke, also spiele ich
Auf dem Platz war er ein Genie, daneben eher ein stiller Genießer, der lieber ein Wort weniger als eines zu viel sagt. In seiner Biographie („Ich denke, also spiele ich“) holt Andrea Pirlo einiges nach. Über Anekdoten mit Ex-Milan-Boss und Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Piano und einer kuriosen Vertragsverlängerung seines Kumpels Gennaro Gattuso, bis hin zum Geheimnis, was der Mittelfeld-Regisseur wenige Stunden vor dem WM-Finale 2006 getrieben hatte, ist alles dabei.
fußballbekloppt!
Wenn man einem Bundesliga-Manager nachsagen kann, ein besonderes Näschen für Talente aus Südamerika zu besitzen, dann ja wohl Reiner Calmund. Einige Kapitel beinhalten, auf welche kuriose Art und Weise er für Bayer Leverkusen einst Deals in Brasilien (Emerson, Zé Roberto, Lúcio) eingefädelt hat. Der ein oder andere Kicker bekommt auf über 250 Seiten von „Calli“ aber auch sein Fett weg.
Meine Regeln des Spiels
„Schiri, wir wissen, wo dein…“ Haben wir uns nicht alle mal fürchterlich über eine Entscheidung des Pfeifenmannes aufgeregt? Die Lektüre „Meine Regeln des Spiels - Was mich der Fußball über das Leben lehrte“ von Pierluigi Collina (mehrmals Weltschiedsrichter des Jahres) verschafft einen seltenen Einblick ins Innenleben eines Schiedsrichters. Vielleicht kein literarisches Meisterwerk, dafür witzig und glaubhaft erzählt!
Hole dir die kostenlose Red Bull TV App und sichere die ganze Action auf all deinen Geräten: Hier herunterladen!