Vierfach-Weltmeisterin Carissa Moore aus Hawaii surft in Tahiti.
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Surfen

5 aktuelle Surf-Filme und 5 All Time Surf-Klassiker, die du sehen musst

Willst du deine kulturelle Bildung in Sachen Surfen vervollständigen? Dann schau dir unsere Top 5 aktuell angesagten Surfstreifen an und führ dir danach unsere Top 5 All Time Klassiker zu Gemüte.
Von: Henner Thies / Derek Rielly
5 min readPublished on

Diese 5 angesagten New School Surf-Filme solltest du dir nicht entgehen lassen:

1. RISS.

41 Min

RISS

Begleite die legendäre Surferin Carissa Moore während der World Surf League Championship Tour Saison 2019.

RISS. ist der jüngste Film des Surffilm-Virtuosen Peter Hamblin. In drei parallel ablaufenden Erzählsträngen folgt die 40-Minuten Doku Hawaiis Über-Surferin Carissa Kainani Moore 2 auf dem Weg zu ihrem 4. Weltmeister-Titel. RISS. bietet einen einmaligen, hochpersönlichen Einblick in das komplexe Leben einer der besten Surferinnen der Welt.

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Spielerisch, künstlerisch und doch ernsthaft vervollständigt die Doku das Bild einer außergewöhnlichen jungen Frau, die sich nicht nur ihre Erfolge hart erarbeitet hat. Mehr noch: RISS. ist eine cineastische Party, die Carissa Moore zeigt, wie sie ist. "Perfekt unperfekt", wie sie sagt. Und dabei ebenso erfolgreich wie liebenswert.

2. Let's Be Frank

50 Min

Let's Be Frank

Wer ist Frank Solomon? Ein Mann? Ein Mythos? Die beiden könnten einfach untrennbar miteinander verbunden sein.

Wer ist der rätselhafte Frank Solomon? Ist er ein bescheidener Big Wave Surfer, gutmütig und nachdenklich? Oder ist er etwa viel mehr – ein hartgesottener böser junger Mann zum Beispiel? Der Mann und der Mythos sind vielleicht einfach untrennbar miteinander verbunden.
In "Let's Be Frank" spielt Surffilm-Direktor Peter Hamblin mit alten und neuen Surfklischees, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Wollen und Können, Haben und Sein. Halb Quentin Tarantino, halb Bruce Brown karikiert diese fortschrittliche Doku das Doppelleben des südafrikanischen Surf-Profis Frank James Solomon zwischen Big-Wave-Riding und Normalo-Dasein.
Keine Frage: Dieser Streifen verdient das Prädikat "besonders wertvoll".

3. Andy Irons: Kissed by God

Andy Irons ist einer der legendärsten Surfer aller Zeiten: Ebenso exzentrisch wie genial und zeitweise unbesiegbar. Selbst der GOAT Kelly Slater konnte A.I. eine Zeit lang nicht bezwingen! Das alleine ist erstaunlich. Umso tragischer ist das Ende von Andy Irons kometenhaftem Aufstieg zum gefürchteten Surf Rock-Star.
Der 2018 erschienene Dokumentarfilm "Kissed by God" zeichnet den Aufstieg und Fall des dreifachen Surfweltmeisters hautnah nach, beleuchtet A.I.s größte Erfolge, seine unvergesslichen Final-Schlachten mit Kelly Slater aber eben auch die bipolare Störung und die Opioidabhängigkeit, an der er litt. Andy Irons war der König Hawaiis, bis er am 2. November 2010 im Alter von 32 Jahren in einem Hotel in Dallas starb. Einen Monat nach seinem Tod brachte seine Frau Lyndie den gemeinsamen Sohn Andrew Axel zur Welt.

4. Lost Atlas

Dies ist der Nachfolger von Kai Nevilles erstklassigem Statement „Modern Collective“. Doch in „Lost Atlas“ kann der Filmemacher endlich ohne technische Einschränkungen seine Intention ausdrücken. Dusty Paynes Auftritt gilt bei vielen noch immer als einer der Besten in einem Surf-Film.

5. Nervous Laughter

Du willst modernes Big Wave Surfing verstehen? Die 90-Minuten-Doku "Nervous Laughter" hilft dir dabei. Los geht's im Haus des legendären Vorreiters Laird Hamilton, der um die 1990er Jahre am Spot Jaws das Tow-In Surfen erfand. Die Film-Crew im Gepäck empfängt Laird die neue Generation von Big-Wave-Surfern, die sich längst weiterentwickelt und emanzipiert hat.
Wie einst Laird Hamilton verschieben nun junge Big-Wave-Surfer wie Kai Lenny, Albee Layer, Ian Walsh und viele andere Haiwaiianer die Grenzen des Machbaren und zeigen, was in haushohen Wellen alles möglich ist.

Diese 5 Surf-Film-Klassiker muss jeder gesehen haben, der auch nur in die Nähe eines Surfboards kommt:

1. The Endless Summer

Mit "The Endless Summer" hat Bruce Brown 1966 das Surf-Genre begründet und Surfen erstmals ansatzweise salonfähig gemacht. Der Film folgt den zwei kalifornischen Surf-Ikonen Mike Hynson und Robert August, auf der vielleicht ersten Surfreise um die Welt.
Während in ihrer Heimat Kalifornien Winter herrscht, reisen die zwei über Afrika, Australien, Neuseeland, Tahiti und Hawaii der Sonne hinterher und erleben so "den endlosen Sommer". Gepaart mit dem eingängigen Surf-Rock-Soundtrack der Band „The Sandals“ und dem oft nicht ganz ernst gemeinten Erzähltext von Bruce Brown, ist "The Endless Summer" auch 60 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch immer ein echtes Erlebnis, das nachklingt.
Auch der 1994 erschienene Nachfolger "The Endless Summer II", in dem der Shortboarder Pat O'Connell und der Longboarder Robert „Wingnut“ Weaver den Spuren von Hynson und August folgen, ist ein echter Surffilm-Klassiker und gehört in jede ordentliche Surffilm-Sammlung!

2. Morning of the Earth

Der 1971 gefilmte Surf-Klassiker "Morning of the Earth" ist nach "The Endless Summer" der zweitlegendärsten Surf-Streifen überhaupt. Mit ihm haben die Produzenten Alby Falzon und David Elfick in den Augen vieler den Surfsport erstmals zur Gänze erfasst, ohne ihn (wie Bruce Brown das geschafft hatte) in der Pop-Kultur zu positionieren:
Alles andere als aalglatt zeigen Falzon und Elfick Surfen als Teil der Natur, mit der Surfer auf ihren Reisen zwischen Australien, Bali und Hawaii immer mehr verschmelzen – perfekte Wellen und leere Line-Ups helfen ihnen dabei.

3. Bustin' Down the Door

Eine Dokumentation aus dem Jahr 2008, in der die durchaus dramatischen Ereignisse im Winter '74/'75 und '75/'76 auf Hawai geschildert werden. Warum sind diese Winter so bedeutend? 1974 dominierten Surfer aus Australien und Südafrika die Big-Wave-Events an der North Shore.
Die Hawaiianer waren gar nicht begeistert, und die bereits angespannte Situation wurde zu einer Frage auf Leben und Tod, als die Australier in Printmedien mit ihren Erfolgen prahlten. Diese Dokumentation zeigt sehr akribisch die Ereignisse des brutalen und angsteinflößenden Winters von '75/'76.

4. Riding Giants

Stacey Peralta, der einstige Skateboard-Superstar, der mit "Dogtown and Z-Boys" zum gefeierten Filmemacher aufstieg, zeigt mit "Riding Giants", dass er auch Surf-Dokus kann - und wie!
Damals als verrückt abgestempelt, porträtiert Peralta in "Riding Giants" die Wegbereiter des Big Wave Surfens und zeigt: Das Reiten haushoher Wellen ist eine echte Kunstform, die neben Nerven aus Stahl Unmengen an Leidenschaft, Hingabe und vor allem Training und Vorbereitung bedarf.

5. Momentum (und Momentum Generation)

"Momentum" war der erste von vielen wichtigen Surf-Filmen des legendär gewordenen Surf-Produzenten Taylor Steele. Anfang der 1990er Jahre definierte eine Gruppe hochtalentierter und nicht minder ehrgeiziger Teenager den Surfsport neu. Zu ihnen gehörten unter anderem Kelly Slater, Rob Machado und Shane Dorian. "Momentum" war ihr spektakuläres Coming Out.
Mithilfe ihres progressiven Surfens leiteten Slater und Co. eine Zeitenwende im Surfsport ein, in der Surfprofi ein echter, gut bezahlter und respektierter Beruf wurde. Plötzlich waren Surfprofis Sport-Ikonen, mit denen geworben wurde. Das Wettkampfsurfen explodierte, der Sport wuchs und mit seiner Popularität die kulturellen und zwischenmenschlichen Probleme.
Diese Entwicklung zeichnet der von HBO produzierte Nachfolger "Momentum Generation" nach. Er zeigt, wie die damals jugendlichen Mitglieder der legendären `Momentum Generation' erwachsen wurden – und wie sie den modernen Surfsport verändert haben.

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RISS

Begleite die legendäre Surferin Carissa Moore während der World Surf League Championship Tour Saison 2019.

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Let's Be Frank

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