Torhüter Maarten Vandevoordt läuft durch den Spielertunnel der Red Bull Arena.
© Thomas Eisenhuth / Red Bull Content Pool
Fußball

Maartens Clean Sheet Diaries: Hier bleibt keine Seite leer

Teuflisch talentiert und hinter Péter Gulácsi zur Nummer 1 gereift: Maarten Vandevoordt sammelt seine ersten Zu Null-Spiele im Tor und gibt in seinem Tagebuch exklusive Einblicke:
Von: Maarten Vandevoordt
3 min readPublished on
7,32 Meter breit, 2,44 Meter hoch. Und in der Regel bist du der Letzte, der zwischen Ball und Netz steht. Ein Match aus der Sicht von Maarten Vandevoordt zu erleben, heißt: Du dirigierst, du rüttelst Vorderleute wach, du wartest. Manchmal minutenlang auf den einen Ball bzw. die Szene, an der du - selbst nach zuvor 89 fehlerfreien Minuten - gemessen wirst. Auch mal verglichen wirst mit einem Vorgänger, der beinahe aus jedem dritten (!) seiner 362. Pflichtspiele für die Roten Bullen mit einem Clean Sheet herausgegangen war.
In „Maartens Clean Sheet Diaries” gilt fortan: Keine Seite bleibt leer. Der Nachfolger von Péter Gulácsi (jetzt FC Villarreal) zwischen den Pfosten gibt dir in seinem Tagebuch exklusive Einblicke in seine Gefühlswelt und erzählt dir von den Erlebnissen, die von den TV-Kameras an den Matchdays nicht eingefangen werden.

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Maarten Vandevoordt: Das Tagebuch des RB Leipzig-Keepers

Dag allemaal, hier ist Maarten

16. Oktober 2026: Rucksack statt Elfer-Geschenke - mein Start in Leipzig

Der Saisonstart war richtig gut: Siege im DFB-Pokal, dazu das Heimspiel gegen Gladbach. Danach waren wir ehrlich gesagt nicht so konstant, wie wir es uns gewünscht hätten. Trotzdem macht es mir mit dieser Mannschaft unfassbar viel Spaß, auch mit unserem Trainer. Micho ist ein emotionaler Typ und hat einen richtig guten Draht zu uns Spielern.
Jede Saison kommen neue Gesichter dazu: Spieler, Leute im Staff und im Team ums Team. Inzwischen kennen wir uns alle richtig gut. Wie gut? Einem im Staff habe ich nach einer witzigen Aktion sogar einen Rucksack geschenkt, mit seinem Namen draufgestickt.
Mein persönliches Highlight war aber die lange Länderspielpause. Belgien hat mit Mark van Bommel einen neuen Nationaltrainer, unter ihm habe ich gegen Frankreich mein Debüt gegeben. Für mein Heimatland. Ich kann kaum beschreiben, wie stolz mich das macht. Meine Familie und meine Freunde saßen auf der Tribüne, das war ein richtig emotionaler Moment. Das Ergebnis war nicht schön, klar. Aber die 90 Minuten auf dem Platz haben sich einfach gut angefühlt.
Trotzdem habe ich mich auf Leipzig gefreut, denn hier warten gerade intensive Wochen mit geilen Spielen. Das 6:0 gegen Frankfurt hat schon riesig Spaß gemacht. Und dann kam PSV. In der ersten Halbzeit gab es Elfmeter für Eindhoven, und ich habe ihn gehalten.
Von genau solchen Momenten habe ich als kleiner Junge geträumt, als ich mit dem Fußball angefangen habe. Am Ende haben wir 1:0 gewonnen. Zwei solche Highlights innerhalb weniger Tage: Das fühlt sich für mich ein bisschen an wie ein Rausch.
Und es geht genauso weiter. Jetzt geht’s zur Primetime nach München zum FC Bayern, danach ins Bernabéu zu Real Madrid. Für genau solche Spiele habe ich all die Jahre so hart gearbeitet. Klar, das sind zwei Clubs mit unglaublich vielen Titeln. Aber wir fahren mit Selbstvertrauen hin und wollen was mitnehmen. Ich freue mich riesig drauf!

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