Kartsport
Max vs. 100: Verstappen dominiert das größte Kart-Rennen aller Zeiten
Max Verstappen startete in Silverstone vom Ende des Feldes mit 101 Karts. Niemand hätte vorher damit gerechnet, was in den nächsten 14 Runden passierte.
Max Verstappen überholte am 16. September in Silverstone in der 14 von 30 Runden alle 100 seiner Konkurrent:innen bei Red Bulls „Max vs 100“, dem größten Go-Kart-Rennen, das je veranstaltet wurde. Darunter auch Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer, Ultrarunner Arda Saatçi und Streamer Amar.
Als 101. in einer speziell für die Veranstaltung aufgebauten Startaufstellung startete der vierfache Formel-1-Weltmeister und räumte das Feld in nur 35 Minuten vor einem weltweiten Live-Publikum ab.
Das gesamte Ausmaß des Events wurde schon in dem Moment deutlich, als sich die Startaufstellung formierte. Das Bild aus Vogelperspektive war beeindruckend anzusehen: 101 Karts standen über den Asphalt von Silverstone gereiht - Verstappen ganz hinten platziert:
Vor ihm standen Sportler:innen, Gamer, Content-Creator, Streamer, Journalist:innen und Fans aus aller Welt – die meisten von ihnen fuhren erst zum zweiten Mal auf der Strecke, nach dem Training am Dienstag und einer einzigen Qualifikationsrunde früher am Tag.
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Wie verlief das Rennen?
Die erste Runde entschied schon die Hälfte des Rennens. Als sich 101 Karts in die ersten Kurven drängten, hatte Verstappen bereits mehr als 10 Fahrer:innen überholt, noch bevor er überhaupt die Start-Ziel-Linie erreichte, und an der Haarnadelkurve brach das Feld zusammen: Karts prallten ineinander und standen in die falsche Richtung gerichtet.
Ich hab keine Ahnung, was da los ist – das ist das reinste Chaos.
„Ich habe keine Ahnung, was da los ist – das ist das reinste Chaos“, sagte er über Funk. Nach zwei Minuten lag er auf Platz 37.
63 Fahrer:innen waren ausgeschieden, ohne eine Runde absolviert zu haben – mehr als die Hälfte des Feldes. Auch Leo Neugebauer zählte dazu und postete nach dem Race: "I can’t believe I got beat by @maxverstappen1"
Als Max Verstappen die 63 überholten Fahrer:innen über Funk mitgeteilt wurde, kam die Antwort: „Dann war’s ja keine schlechte erste Runde!“
Mit 100 Go-Karts ging es in Silverstone ziemlich chaotisch zu
© Predrag Vuckovic / Red Bull Content Pool
Ein Rennen, bei dem jeder Überholvorgang das Aus bedeutete
Nach den Regeln schied ein:e Fahrer:in in dem Moment aus dem Rennen aus, in dem das Heck von Verstappens Kart mit der Front seines Karts auf einer Höhe war, sodass jeder Überholvorgang das Aus bedeutete.
Und die Onboard-Mikrofone hielten fest, wie das Feld darauf reagierte. In Runde 7 war zu hören, wie der Motorsport-YouTuber Paky TWC, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz sechs lag, Verstappen über Funk bat, ihn nicht zu überholen. Darauf konnte und wollte Max Verstappen keine Rücksicht nehmen, denn kurz darauf wurde er überholt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Rennen zu einer Verfolgungsjagd entwickelt. Polesetter Jacky Martens, YouTuber Zac Alsop und Lewis Osler, Techniker bei Red Bull Ford Powertrains, hatten einen Vorsprung von etwa 12 Sekunden herausgefahren, während sich hinter ihnen das Chaos entfaltete. Währenddessen holte Verstappen pro Runde drei Sekunden auf.
Als noch 54 Minuten auf der Uhr standen, sprach der Rennleiter der Spitzengruppe eine zusätzliche schnelle Runde zu. Die drei nutzten ihre Abkürzungen gemeinsam in Runde 12, hörten dann auf, um die Spitze zu kämpfen, und fuhren defensiv weiter. Das verschaffte ihnen ein wenig Zeit. In der nächsten Runde kam Verstappen heran, überholte Alsop und Osler in einer Kurve und schob sich dann an Martens vorbei, um das Rennen 35 Minuten vor Schluss zu entscheiden.
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Wer stand am Ende auf dem Podium?
Jede:r ist ein:e Gewinner:in - So feiert man ein großartiges Erlebnis
© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool
Der niederländische Formel-1-Journalist Martens hatte fast das gesamte Rennen über geführt. Er und Osler standen zusammen mit Verstappen auf dem Podium, wobei sich der Teamtechniker des Champions eine Stufe unter ihm platzierte.
Nur sehr wenige Menschen sind jemals neben Max Verstappen auf dem Podium gestanden, und an diesem Abend reihten sich zwei Amateurrennfahrer in diese Liste ein. Hinter Alsop auf Platz vier landete der bekannte Offroad-Motorradfahrer Pol Tarrés. Livestreamer RDJavi, Fotograf Larry Chen, Mountainbiker Bernard Kerr und Schauspieler Neo Yau rundeten die Top 10 ab.
Max vs. 100 – offizielles Podium:
- Max Verstappen
- Jacky Martens
- Lewis Osler
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Die Siegerrundenzeiten bei „Max vs. 100“
Verstappens schnellste Rennrunde lag bei 2:20,673 min, während die nächstbeste von Martens mit 2:23,327 min über 2,6 s langsamer war. Über die gesamten 35 Minuten überholte Verstappen durchschnittlich alle 21 Sekunden eine:n Fahrer:in.
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Max Verstappen sah 100 Karts vor sich – dann kam das Chaos
„Nach meiner ersten Runde, mit all dem Chaos, dachte ich mir: ‚Okay, wir haben das im Griff!‘ Es fing an, richtig Spaß zu machen, und als ich erst mal in den Rhythmus kam, konnte ich sie einen nach dem anderen überholen und sah, wie der Abstand schrumpfte – das war echt aufregend.“
Verstappen meinte außerdem, er habe die ganze Erfahrung wirklich genossen. „Es war toll, einfach wieder in einem Go-Kart zu sitzen und zu den Grundlagen zurückzukehren. Es hat mich an die Rennen von früher erinnert. Es ist eine wirklich schöne Strecke, gut gestaltet, und es war eine nette Geste, dass ich alle Daten auch über Funk bekommen konnte. Ich hatte einen tollen Tag und es war schön, den Sieg zu holen!“
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So kannst du die Wiederholung sehen
„Red Bull’s Max vs 100“ kann weltweit auf Disney+ gestreamt werden.
Schaut euch die Highlights und besten Momente in diesem YouTube-Clip an: