Luwam dominierte das Feld und tanzte sich straight ins World Final.
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Tanz

Red Bull Dance Your Style National Final 2026: die Highlights aus Hamburg

Sold-Out-Arena, heftige Battles, unvorhersehbare Songs: Luwam gewinnt mit geballter Energy und holt sich ihr Ticket zum World Final. Das waren die Highlights.
Von: Jennifer Müller
6 min readPublished on
Noch bevor das erste Licht anging, rastete die Inselpark Arena in Hamburg aus. Hosts Andy Calypso und Big Wave holten die Crowd ab: „Hamburg, seid ihr hier?" Dann übernahm DJ Fayme die Decks. Mit „Pass the Courvoisier" von Busta Rhymes brachte er die Halle zum Jumpen. Das blieb den ganzen Abend so, denn seine Songauswahl war komplett unberechenbar. Genau das machte jedes Battle einzigartig: keine Choreos, nur pure Improvisation.
Was das Highlight für die beiden Hosts war? Schwer zu sagen. Zu viel Energy, zu viele Momente. Wir haben einige der heftigsten für euch zusammengefasst.
DJ Fayme lässt die Halle jumpen.

DJ Fayme lässt die Halle jumpen.

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01

Twin Spitfire und Souhail sorgen für Gänsehaut zu „Idea 10" von Gibran Alcocer

Twin Spitfire und Souhail lieferten sich zu „Idea 10" von Gibran Alcocer einen der Gänsehaut-Momente des Abends. Der Kontrast hätte kaum größer sein können. Twin Spitfire setzte seinen Krump-Style auf das sanfte, emotionsgeladene Piano-Piece ein und traf damit mitten ins Gefühl der Crowd. Souhail konterte mit harten Pops im Wechsel mit wavigen Bewegungen, perfekt getimt auf jede einzelne Klaviernote. Zwei Styles, ein Track, maximaler Kontrast. Genau das ist Red Bull Dance Your Style.
Twin Spitfire kopfüber, hautnah an der Crowd.

Twin Spitfire kopfüber, hautnah an der Crowd.

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02

Franky Dee über Respekt, Wachstum und ein Battle auf Augenhöhe

Im Viertelfinale lieferten sich Franky Dee und Luwam zu „Uproar" von Lil Wayne ein Match wie aus dem Bilderbuch. Hip-Hop-Musik traf auf Hip-Hop-Dance, beide komplett im Einklang mit dem Beat, jeder Move saß, und am Ende vibten die beiden sogar gemeinsam weiter. Für Franky ging es an diesem Abend um mehr als nur die Punkte. „Luwam ist wie eine kleine Schwester für mich." Er sah in ihr eine erwachsene, starke Frau. „Das war mein Highlight, diesen Moment mit ihr auf der Bühne zu teilen."
Bei „Down" von Jay Sean drehte sich die Ausgangslage. Franky Dee kannte den Track gar nicht. „War nicht schlimm, aber irgendwie interessant." Luwam dagegen kannte jede Zeile und setzte voll auf Storytelling, jeder Move perfekt auf die Musik abgestimmt.

Das Original Red Bull

Red Bull Energy Drink

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Sein größtes Learning nahm Franky Dee aus dem Abend mit. „Es ist immer wichtig, bei sich zu bleiben, auch wenn es darum geht, die Crowd zu überzeugen."
Franky Dee im Flow.

Franky Dee im Flow.

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03

Mady und Albov über Gefühle, große Bühnen und den Mut loszulassen

Mady und Albov lieferten sich ein Battle voller Groove zu „Lean Back" von Terror Squad und „Ba Ba Bad" von Kybba. Beide blieben durchgehend im Flow, Albov mit smoothen, groovigen Moves, Mady mit ihrem Mix aus Afro-Style und Hip-Hop. Ihre Hüftbewegungen saßen perfekt auf den Beats, und beim zweiten Song setzte sie sogar noch einen Kopfstand oben drauf. Die Crowd rastete aus.
Ihr Highlight war das große Ganze. „Ich hatte einfach ein richtig gutes Gefühl, der Tag war für mich einfach wunderschön." Auf der Bühne zählte für sie nur eins: „Gefühle" Ihr Learning nahm sie klar mit. „Ich könnte mehr loslassen. Einfach loslassen und tanzen."
Für Albov war sein größtes Highlight simpel. „Selbst auf dieser Stage zu sein und mich zu repräsentieren." Auf der Bühne wollte er alles gleichzeitig zeigen, Technik, Gefühl und Story. „Mir war wichtig, mein tänzerisches Level nicht zu verlieren und mir selbst treu zu bleiben, aber trotzdem offen genug, dass mich auch Leute fühlen können, die sonst nichts mit Tanzen zu tun haben."
Kopfstand, volle Kontrolle: Mady brachte die Crowd zum Ausrasten.

Kopfstand, volle Kontrolle: Mady brachte die Crowd zum Ausrasten.

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04

JR Game brachte mit Rock und Krump die Arena zum Beben

JR Game lieferte bei „Smell Like Teen Spirit" von Nirvana richtig ab. Rock-Musik und Krump, geht das zusammen? Ganz klar ja. Seine Energy traf auf die Energy des Songs, und die komplette ausverkaufte Arena rastete mit aus. Sein Charakter kam dabei voll zur Geltung.
Das Highlight der Runde: JR Game ging in eine Art Plank auf nur einem Arm. Dann ließ er seinen Oberkörper Stück für Stück absinken, jede Bewegung hart auf den Beat gesetzt, wie Liegestütze im Stop-Motion-Modus. Auch in den anderen Runden, unter anderem zu „Miami“ von Jazeek, zeigte er maximale Kontrolle und nahm jeden Beat und jede Lyric mit.
JR Game zeigt Charakter

JR Game zeigt Charakter

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05

Nici Adriana über pure Emotion und die Energy aus Hamburg

Zwei völlig unterschiedliche Songs, kein Problem für Nicci. Sie lieferte zu „Pilé" von Mauvais Djo und „Toxic" von Britney Spears ab und blieb dabei komplett ihrem Waacking-Style treu. Jede Bewegung saß auf den Beat.
Dass der erste Song eine Challenge für sie war, hat man kaum gemerkt. „Die Crowd war so am Start, dass ich Schwierigkeiten hatte, die Musik zu hören, und das Genre ist mein persönlicher Endgegner." Beim zweiten Track ging der Drama-Mode an, mit einer expressiven Hands-Performance perfekt auf den Song abgestimmt.
Ihr Highlight war die Crowd. „Hamburg hat unnormal geile Stimmung gehabt, die Energie hat man auf der Bühne komplett gespürt." Am wichtigsten war ihr das Gefühl. „Ich wollte ausdrücken, was die Musik für ein Feeling in mir ausgelöst hat."
Mit nach Hause nahm sie vor allem ein Gefühl. „Den Spaß und die krasse Energy möchte ich auch in andere Battles mittragen."
Volle Expression, voller Ausdruck: Nici in ihrem Element

Volle Expression, voller Ausdruck: Nici in ihrem Element

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06

Le Maquisard sorgt für Entertainment pur

Eine One-Man-Show war das nicht. Le Maquisard holte das komplette Publikum und sogar die Zuschauer:innen im Livestream mit in seine Performance. Zu „Be Faithful" von Fatman Scoop und „Let's Get Loud" von Jennifer Lopez tanzte er im Style Doople und sorgte für Energy, die man bis in die letzte Reihe spürte.
Beim zweiten Track wurde es dann richtig besonders. Mitten im Battle nahm Le Maquisard seine Gegnerin Aurora einfach an die Hand und tanzte mit ihr ein paar Takte Salsa, bevor er sie mitten in ihre eigene Runde auf den Dancefloor führte. Die Crowd zog er dabei automatisch mit, tobte und feierte jede Sekunde. Auch über die Kamera suchte er direkt den Kontakt und holte die Zuschauer:innen zuhause mit ins Geschehen.
Le Maquisard suchte die Nähe zur Crowd und feierte jeden Moment mit ihr.

Le Maquisard suchte die Nähe zur Crowd und feierte jeden Moment mit ihr.

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07

Taylo tanzte sich mit seinem Signature-Move bis ins Finale

Sein Signature-Move: der Kniemove. Ob Taylo überhaupt noch eine Kniescheibe hat, ist fraglich. Immer wieder neue Variationen, alle exakt auf den Beat gesetzt.
Bis ins Finale hat sich Taylo mit seiner Art durchgetanzt. Sein crazy Moment: Zu „Just Wanna Rock" von Lil Uzi Vert sprintete er einfach von der Bühne, mitten ins Publikum. Bei „Side to Side" von Ariana Grande verließ er komplett seine Komfortzone, meisterte den Song aber trotzdem und ging voll in der Musik auf, ganz nach seinem Motto: Spaß haben und immer wieder neue Charaktere finden.
Im Finale gegen Luwam ging es dann zu „Je te laisserai des mots" von Patrick Watson, und noch bevor der erste Move fiel, sorgte DJ Fayme für Gänsehaut: „Alle Handylichter raus." Dazu volles Storytelling und pure Emotion.
Jeder Move mit voller Energie: Taylo in Action

Jeder Move mit voller Energie: Taylo in Action

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08

Luwam über Frauenpower, ihre Freunde und den Sieg des Abends

Luwam holte sich zum dritten Mal den Sieg beim Red Bull Dance Your Style National Final Germany und sichert sich ihr Ticket zum World Final. „Gefühl stand heute bei mir im Vordergrund. Ich habe heute mein Herz da gelassen", erzählte sie danach.
Ihr persönliches Highlight lag schon in der ersten Runde, zu „Pass That Dutch" von Missy Elliott, gegen J-Soul. „Es hat einfach so Spaß gemacht.“ Später, im Battle gegen DNPRI, zeigte sie dann pure Frauenpower: Zu „Where Is My Husband!" von Raye ging sie auf die Knie, wie bei einem Antrag, nur um direkt danach klarzumachen: Selbst ist die Frau!
Ihre Freunde waren an diesem Abend ihr größter Rückhalt. „Ich habe in jeder Runde meine Freunde gehört, die haben so krass mitgeschrien, und wegen denen habe ich auch durchgezogen." Auf der Bühne zählte für sie am Ende nur eins. „Ich habe die Leute entertaint, das war das, was ich machen wollte."
Ihre größte Challenge? Sie selbst. „Ich wollte nicht aufgeben." Am Ende hat sie diese Challenge gemeistert.
Luwam schaut in Richtung World Final.

Luwam schaut in Richtung World Final.

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