Der spanische Skateboarder Danny León zeigt einen Aerial bei Red Bull Plus One im Port Olimpic in Barcelona.
© Raisa Abal/Red Bull Content Pool
Skateboarding

Red Bull Plus One: Der wilde Mini-Ramp-Contest mit einzigartigem Format

Die Idee stammt von Spaniens Skateboarding-Star Danny León: Red Bull Plus One verwandelt Skateboarding in ein spektakuläres Battle-Format, bei dem sich die Rider im "Add-a-trick"-Style herausfordern.
Von: Agnes Aneboda & Christian Knoth
5 min readUpdated on
Dank der engen Verbindung von Community und Competition gibt es weltweit unzählige Skate-Contests. Doch keiner funktioniert wie Red Bull Plus One. Das von Danny León entwickelte Format dreht klassische Contest-Regeln komplett auf links.
Statt einzelner Runs treten die Rider in direkten Head-to-Head-Battles gegeneinander an. Der erste Skater legt einen Trick vor. Sein Gegner muss diesen zunächst matchen und anschließend einen weiteren Trick zur Line hinzufügen. So entsteht eine immer längere Trick-Serie, die von beiden Ridern Zug um Zug erweitert wird - bis einer die Line nicht mehr komplett landet oder sich nicht mehr an die Reihenfolge erinnert.

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Das Ganze erinnert ein wenig an ein Fighting Game auf vier Rollen: Wer einen Fehler macht, verliert ein Leben. Wer die Nerven behält, kreativ bleibt und die längste Line im Kopf behält, gewinnt.
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Das Coole an der Mini-Ramp ist, dass du oft gar keine Zeit zum Nachdenken hast.
Danny León
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Die Idee hinter Red Bull Plus One

Die Wurzeln des Formats reichen für Danny León viele Jahre zurück. Inspiriert wurde er vom legendären Mini-Ramp-Video Almost: Cheese and Crackers mit Chris Haslam und Daewon Song.
„Das Coole an der Mini-Ramp ist, dass du oft gar keine Zeit zum Nachdenken hast“, sagt León, der die erste Ausgabe von Red Bull Plus One in Barcelona direkt selbst gewinnen konnte. „Vieles passiert aus dem Moment heraus. Du improvisierst, fährst Freestyle und findest dabei heraus, was eigentlich alles möglich ist.“
Genau dieses Gefühl wollte León in ein Live-Format übertragen. „Als ich ein Kind war, habe ich die älteren Skater immer dieses Spiel spielen sehen“, erinnert er sich. „Damals hieß es, glaube ich, Add a Trick. Einer macht einen Trick, der Nächste fügt einen weiteren hinzu – und dann immer weiter.“
Dabei ging es nie darum, die härtesten Tricks zu machen. Die eigentliche Challenge bestand darin, schnell zu reagieren und sich die komplette Line zu merken.
„Die Tricks selbst waren oft gar nicht so schwer“, sagt León. „Aber wenn du plötzlich fünf oder zehn Tricks in der richtigen Reihenfolge im Kopf behalten musst, wird es kompliziert. Genau das hat den Reiz ausgemacht.“
Dieses spielerische Element möchte León mit Red Bull Plus One zurückbringen. Für ihn ist das Event zwar ein Contest – aber eben kein klassischer. „Es geht nicht nur ums Gewinnen“, sagt er. „Es geht vor allem darum, Spaß zu haben.“
Der spanische Skateboarder Danny León ist der Kopf hinter dem neuen Wettbewerb Red Bull Plus One, der in Barcelona, Spanien, ausgetragen wird.

Red Bull Plus One war ein brandneues Konzept von Danny León

© Raisa Abal/Red Bull Content Pool

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So funktioniert Red Bull Plus One

Acht Rider werden per Zufall auf zwei Brackets mit jeweils vier Teilnehmern verteilt. Geskatet werden Halbfinals, Bracket-Finals und schließlich ein Grand Final. Jede Runde ist dabei ein direktes Head-to-Head-Battle.
Jeder Skater startet mit zwei Lives sowie einem Rebate – also einem zusätzlichen Versuch, den er einmal im Verlauf des Battles einsetzen kann. Ein Leben verliert man immer dann, wenn man eine bestehende Trick-Line nicht korrekt wiederholen oder erweitern kann. Sind beide Leben aufgebraucht, ist das Battle verloren und der Gegner zieht in die nächste Runde ein.
Profi-Skater Chris Haslam zeigt einen Trick bei Red Bull Plus One im Port Olimpic, Barcelona.

Chris Haslam hat die Entstehung von Red Bull Plus One mit inspiriert

© Raisa Abal/Red Bull Content Pool

Zu Beginn jedes Battles wird ausgelost, welcher Rider starten darf. Von dort an folgt Red Bull Plus One einem klaren Prinzip: Der erste Skater setzt den Auftakt mit einem Trick. Sein Gegner muss diesen zunächst matchen und anschließend einen weiteren Trick hinzufügen.
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Wenn du plötzlich fünf oder zehn Tricks in richtiger Reihenfolge im Kopf behalten musst, wird es kompliziert. Genau das hat den Reiz ausgemacht.
Danny León
Danach geht es Schlag auf Schlag weiter. Beide Rider wiederholen die komplette Line und erweitern sie Zug um Zug um einen weiteren Trick. Beispiel: Skater A startet mit einem Ollie. Skater B macht einen Ollie plus Kickflip. Anschließend muss Skater A einen Ollie, einen Kickflip und einen weiteren neuen Trick zeigen.
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Was passiert, wenn ein Rider einen Fehler macht?

Verpasst der startende Rider seinen eigenen Trick beim Setzen der Line, gibt es keine direkte Strafe. Die Sequenz wird einfach zurückgesetzt und der Zug geht an den Gegner über.
Macht hingegen der antwortende Rider einen Fehler, verliert er ein Leben. Sobald beide Leben aufgebraucht sind, ist das Battle beendet und der Gegner kommt weiter.
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Wie wird Red Bull Plus One bewertet?

Die Antwort ist simpel: gar nicht. Red Bull Plus One ist ein Self-Judging-Contest. Landest du deinen Trick, bleibst du im Spiel. Verpasst du ihn, verlierst du ein Leben. Dadurch belohnt das Format ganz automatisch Konstanz, Kreativität, Trick-Progression und die Fähigkeit, auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
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Red Bull Plus One Barcelona: Die Ergebnisse

Bei der Premiere von Red Bull Plus One in Barcelona war Danny León nicht nur Gastgeber, sondern direkt auch der Sieger des Events. Der Spanier setzte sich im Finale gegen Viktor Solmunde durch und sicherte sich den ersten Titel der Contest-Geschichte. Platz drei ging an Elias Nilsen.
Vor der spektakulären Kulisse des Port Olímpic lieferten sich acht Rider intensive Battles, bei denen die Trick-Lines immer länger wurden und jedes verlorene Leben den Unterschied machen konnte. Das Event entwickelte sich dabei wie ein echtes Fighting Game - von den ersten Duellen über die Halbfinals bis hin zum großen Showdown, in dem sich am Ende ausgerechnet der Erfinder des Formats selbst durchsetzte.

Rider

Platzierung

Duell-Statistiken

Danny León (ESP)

1.

Siege vs. Chris Haslam (VF); Elias Nilsen (HF); Viktor Solmunde (Finale)

Viktor Solmunde (DEN)

2.

Siege vs. Cole Gossett (VF); Rio O’Byrne (HF); Niederlage vs. Danny León (Finale)

Elias Nilsen (NOR)

3.

Sieg vs. Cristian Sánchez (VF); Niederlage vs. Danny León (HF); Sieg vs. Rio O’Byrne (Duell um Platz drei)

Rio O’Byrne (GBR)

4.

Sieg vs. BronZskate (QF); Niederlagen vs. Viktor Solmunde (SF); Elias Nilsen (Duell um Platz drei)

Chris Haslam (CAN)

VF

Niederlage vs. Danny León

Cole Gossett (USA)

VF

Niederlage vs. Viktor Solmunde

Cristian Sánchez (ESP)

VF

Niederlage vs. Elias Nilsen

BronZskate (ESP)

VF

Niederlage vs. Rio O’Byrne

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Danny León

Danny León came up at Spain's legendary Móstoles skatepark to take his place among the international concrete skating elite.

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