Cherub sind die, die Anfang des Jahres in den Red Bull Studios L.A. vorbeischauten und beim Red Bull Sound Select in ihrer Heimatstadt Nashville spielten. Sie sind das Prince-inspirierte Popduo Jordan Kelley und Jason Huber, die den musikalischen Cyberspace letztes Jahr mit ihrer Hymne auf das High-Sein, Doses And Mimosas, eroberten. Seitdem touren sie mit ihrem Debütalbum "MoM & DaD" umher und erspielen sich Fans rund um den Globus. Und die können von ihrem ansteckenden Falsetto-Future-Funk nicht genug bekommen.
Was meint ihr, was die Leute an "Doses And Mimosas" so begeistert hat?
Jordan: "Die Sache mit Doses And Mimosas ist verrückt. Denn wir hätten wirklich nicht damit gerechnet, dass es dieser Song werden würde, der durch die Decke geht. Es ist schon ziemlich cool zu sehen, wie weit es der Song gebracht hat. Gestern Abend haben wir unseren ersten Gig in Paris gespielt, und wir konnten es kaum glauben, dass die Leute den Song kannten."
Jason: "Es ist auf jeden Fall ein Gute-Laune-Song. Die Leute lieben diese lächerliche Hookline – sie singen sie richtig laut. Es ist so etwas, das man nicht unbedingt selbst aussprechen möchte. Aber wenn man die Möglichkeit hat mitzusingen, ist es ja so, als wären es die Worte von jemand anderem, also fühlt es sich ok an. Wir sind ihre Sündenböcke – dank uns ist es ok, über LSD zu singen."
Wie würdest du jemandem eure Musik beschreiben, der sie nicht kennt und nicht gehört hat?
Jordan: "Mal kurz auf den Punkt gebracht: 'Prince auf Ecstasy'. Wirklich einprägsame Musik, zu der Leute singen, tanzen und sich gut fühlen. Wir hören selbst natürlich jede Menge Prince und ältere Rapmusik, so zwischen Mitte der 80er und 90er. Ich denke, viel von unserem Zeug hat was mit Elektro zu tun. Aber vieles ist auch eher rockig und funky. Wir versuchen es so funky wie möglich zu halten."
Mit wem würdet ihr am liebsten mal zusammenarbeiten?
Jason: "Wenn wir mit Prince oder The-Dream oder Pharrell arbeiten könnten, würde ein Traum in Erfüllung gehen. Ein Duett mit Mariah Carey wäre auch echt cool. All diese Artists, die so verrückte Hooks machen, die sich ins Hirn einbrennen. Würden wir etwas mit Prince machen, hätte ich gerne so ein krasses Gitarrensolo in einem unserer Songs."
Jordan: "Ich hoffe, dass ich noch für eine Menge unterschiedlicher Leute aus unterschiedlichen Genres produzieren kann. Es wäre cool Künstler wie Kendrick Lamar oder Chance The Rapper zu produzieren – Leute, die wirklich vielseitig sind und an die Grenzen gehen. Sogar die Leute an der Spitze des Popbiz sind auf der Suche nach neuen Sounds. Kanyes Album ist verdammt geil. Es ist wie Nine Inch Nails mit Rap drüber."
Was bringt die Zukunft für Cherub?
Jordan: "Wir werden noch ein paar US-Tourdaten für Herbst verkünden. Danach kommt dann die neue Platte. Die klingt wie die Bee Gees und DJ Screw auf Aaliyahs Geburtstagsparty."