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DIRT 5 zündet den Spielspaß-Turbo

© Codemasters
Nach der Offroad-Sim DIRT Rally 2.0 setzt Codemasters bei DIRT 5 wieder auf kunterbunten Arcade-Fahrspaß und das ist gut so.
Autor: Philipp Brielveröffentlicht am
DIRT 5 ist unkomplizierter, berauschender und malerischer Offroad-Fahrspaß pur. Nach dem realistischen DIRT Rally 2.0 orientiert sich der neueste Serienteil wieder an den Arcade-Ablegern und belebt damit im Alleingang ein verschollen geglaubtes Rennspiel-Subgenre wieder. Wir liefern euch 5 Gründe, warum das genau der richtige Schritt ist.

1. Abwechslung pur

Codemasters fährt mit DIRT fortan zweigleisig. Ähnlich wie bei Microsofts Rennspiel-Serie Forza soll auch bei DIRT künftig jeder wissen, was ihn erwartet. DIRT Rally für ultra-realistische, beinharte Etappenrennen, die euch alles abverlangen und DIRT für die gesamte Welt des Offroad-Motorsports.
DIRT 5 orientiert sich am zweiten und dritten Serienteil und versteht sich quasi als das Forza Horizon des Motorsports abseits asphaltierter Strecken. Dementsprechend stehen spielerische und optische Abwechslung diesmal hoch im Kurs.
Ihr heizt mit klassischen Rally-Boliden über die eisigen Hügel eines norwegischen Dörfchens und bestaunt dabei malerische Polarlichter, springt mit fetten Offroad-Trucks über staubige Erdhügel in Arizona oder reiht im Gymkhana-Modus Donuts und Drifts aneinander, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen.
Und das Beste dabei: Alle Modi machen mächtig Laune. Alle acht Event-Kategorien spielen sich unterschiedlich, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.
Wir bestaunen die Polarlichter bei einem Raid-Event in Norwegen. DIRT 5 setzt auf Abwechslung und sorgt für jede Menge Spaß
Spielerische und optische Abwechslung wird in DIRT 5 groß geschrieben.

2. Motivierende Karriere

Runde für Runde ein Event nach dem anderen zu absolvieren, kann auf Dauer ganz schön öde sein. Erfreulicherweise hat Codemasters für DIRT 5 einen motivierenden Karrieremodus zusammengeschustert. Das liegt noch nicht einmal am Story-Ansatz – der ist nett, bietet aber keinerlei spielerischen Mehrwert.
Vielmehr liegt es daran, dass ihr im Laufe der 125 Veranstaltungen regelmäßig zwischen verschiedenen Events wählen dürft. Fahrt ihr als nächstes lieber Rally Raid in Nepal? Oder doch lieber ein Eisrennen in den USA? Je nachdem wie ihr euch entscheidet, schaltet das weitere Events frei.
Wenn ihr nicht gerade danach streben solltet, jedes Rennen als Erster abzuschließen, sieht der Karrieremodus für jeden Spieler von DIRT 5 also anders aus.
Doch damit nicht genug: In jedem Event sammelt ihr bis zu drei Stempel, die spezielle Throwdown-Duelle freischalten. Zudem belohnt euch das Rennspiel mit Credits, Ruf und Erfahrungspunkten, die ihr in neue Wagen oder Fahrzeug-Designs investiert. Ihr zieht verschiedene Sponsoren an Land, die allesamt mit eigenen Zielen aufwarten und euch für verschiedene Meilensteine belohnen.
Bei Rennen in China wird es matschig. Der Karrieremodus von DIRT 5 motiviert mit etlichen Freischaltungen und Belohnungen
DIRT 5 zeigt, wie ein motivierender Karrieremodus aussehen muss

3. Der Playgrounds-Modus ist genial

Eine Neuerung in DIRT 5 stellt der Playgrounds-Modus dar. Den könnt ihr euch prinzipiell als klassischen Streckeneditor vorstellen, allerdings steckt deutlich mehr dahinter. Wer sich mal mit dem Arcade-Modus von Far Cry 5 beschäftigt hat weiß, was für coole Kreationen sich damit bewerkstelligen lassen.
Genau so funktioniert auch der Playgrounds-Modus. Hier bastelt ihr nicht einfach am nächsten Rundkurs, sondern erstellt in drei verschiedenen Umgebungen mitunter gigantische Hindernisparcours. Der eigenen Kreativität sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt und es ist schon jetzt erstaunlich, was für Rätsel die Community gebastelt hat.
Eigentlich als nette Dreingabe zum Hauptspiel gedacht, haben wir mittlerweile schon mehr Stunden mit den Community-Strecken verbracht als auf den Kursen der Entwickler.

4. Cooler Soundtrack & schicke Technik

DIRT 5 erreicht zwar nicht ganz die Grafik-Qualität eines Forza Horizon 4, dennoch überzeugt der Offroad-Racer mit einer schicken Technik. Von den Fahrzeugmodellen bis hin zu den wunderschönen Umgebungen, die sich im Laufe eines Rennens sogar dynamisch verändern. Da stört es kaum, dass die Konsolenfassungen ab und zu unter leichten Slowdowns und Tearing leiden.
Zumal die Entwickler das Rennspiel für die nächste Konsolengeneration fit machen, die ja bereits in den Startlöchern steht. Dann gibt’s nicht nur schnellere Ladezeiten, sondern sogar die Option für 120 FPS – und das macht in einem Rennspiel einen himmelweiten Unterschied, das könnt ihr uns glauben.
Lob verdienen zudem die wuchtigen Motorensounds und der Soundtrack von DIRT 5. Gerade letzterer fängt den Funsport-Ansatz gekonnt ein und regt ein ums andere Mal zum mitsummen ein.
Ein Matsch-Rennen in DIRT 5. Technik hinterlässt der Arcade-Racer einen sehr guten Eindruck.
Ganz schön matschig! DIRT 5 ist bereit für die Next-Gen

5. DIRT 5 macht einfach Laune

DIRT 5 ist ein reinrassiges Arcade-Rennspiel und das hat im Offroad-Bereich mittlerweile Seltenheitswert. Der Racer ist durch und durch auf Spielspaß getrimmt. Ein Konzept, das aufgeht. Hier muss sich niemand mit Fahrzeug-Setups befassen, hier wollen keine 16 Kilometer langen Etappen auswendig gelernt werden.
Rein ins Cockpit, Gas geben, Spaß haben. Manchmal kann es wirklich so einfach sein. Dank eingängiger Steuerung und simpler Fahrphysik haben selbst Genre-Neulinge mächtig Laune und das egal, in welchem Boliden oder in welcher Kategorie.
Egal ob in den Singleplayer-Modi, im geteilten Bildschirm an einer Konsole oder in den spaßigen Online-Multiplayer-Varianten: DIRT 5 macht von der ersten Sekunde an einen Mordsspaß und lässt euch nicht mehr los. Ein absolutes Fest für Fans von Arcade-Racern, das wir in der Form seit etlichen Jahren nicht mehr gespielt haben.