Das Team von Red Bull Racing Honda feiert den vierten Sieg in Folge! Nach dem Grand Prix der Steiermark auf dem Red Bull Ring erreichten die Bullen einen Meilenstein, der ihnen seit 2013 nicht mehr gelang - dem Jahr, in dem sie zum letzten Mal die Weltmeisterschaft holten. Zwei Drittel der Saison stehen noch an, aber alle Zeichen stehen gut: Max Verstappens fehlerlose Fahrt zum vierten Saisonsieg war souverän und stark - vielversprechend für die kommenden Rennen.
Der Weg für Verstappen zum ersten Weltmeistertitel ist aber noch lange. Die Richtung - so viel ist nach seinem Rennen in der Steiermark aber klar - stimmt!
In der achten Runde der Saison gingen 22 Autos ins Rennen, doch es zeichnete sich schnell ab, dass sich den Rennsieg vor allem zwei Piloten ausmachen würden. Verstappen und Lewis Hamilton waren eine Klasse für sich. Doch für den Mercedes-Piloten lief schon das gesamte Wochenende über nicht alles nach Plan. Es fehlte die Pace, um mit den Bullen mitzuhalten. 71 Renn-Runden am Sonntag bewiesen, dass er damit Recht hatte.
Max lässt es so einfach aussehen
Bereits das ganze Wochenende über war Verstappen der Mann, den es zu schlagen galt. Er holte seine zweite Pole in Folge mit zwei Runden, die schneller waren, als jene aller anderen. Im Rennen konnte er die Führung dann direkt nach dem Start halten, womit er schon hier den Grundstein für seinen Sieg legte.
Der Vorsprung, mit dem er über die Ziellinie ging - ganze 35,7 Sekunden - entstand durch einen späten Boxenstopp von Hamilton, der noch einmal alles daran setzte, Ergebniskorrektur zu betreiben und sich die schnellste Rennrunde zu krallen. Bedenkt man aber, dass der Mercedes-Pilot hier vor nur 12 Monaten mit 14 Sekunden Vorsprung gewinnen konnte, ist das Ergebnis signifikant.
"Du weißt nie, wie das Ganze enden wird, aber von Anfang an hatte das Auto eine gute Balance", lässt Verstappen seinen 14. Sieg Revue passieren. "Es war gut, die Reifen vom Start Weg managen zu können. Auch am Ende war noch viel von den Reifen übrig."
"Wir machten einfach weiter, versuchten, unsere Rundenzeiten zu fahren und es funktionierte heute alles hervorragend. Natürlich müssen wir dennoch einen Blick darauf werfen, was wir besser machen können, aber es sieht alles gut aus. Wir dürfen uns nur nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen."
Als sich der Himmel in Kurve 3 verdunkelte, wurde Verstappen gegen Ende des Rennens zwar noch einmal nervös, doch war das Wetter nie wirklich eine Bedrohung für seinen Sieg.
Nachdem Hamilton im Rennen um den Weltmeistertitel noch weiter abfiel, zeigt er sich wenig enthusiastisch: "Ich versuche, mich nicht damit auseinanderzusetzen, aber sie sind einfach schneller als wir", gestand sich der Mercedes-Pilot, der zum ersten Mal seit 2014 vier Rennen in Folge nicht gewinnen konnte. "Es gab nichts, was ich tun hätte können. Ich muss jedes Wochenende einfach meinen Job machen. Wir müssen irgendwie mehr Performance finden."
Checo war dem Podium so nah und doch so fern
Sergio Pérez reiste mit zwei Podiumplatzierungen in den Rennen davor zum Red Bull-Ring, nachdem er den Grand Prix in Aserbaidschan gewinnen konnte und im Frankreich auf Platz drei fuhr.
Ohne Druck von hinten ging Pérez 17 Runden vor Schluss noch einmal in die Box, um den Angriff auf Bottas zu starten. 19 Sekunden musste er mit den frischeren Reifen anschließend auf Bottas aufholen, um noch aufs Podium zu kommen. In der letzten Runde heftete er sich ans Heck des Mercedes-Piloten, doch gelang es ihm am Ende knapp nicht, ihn zu überholen - es fehlte die Zeit. Eine Runde mehr und es wäre ihm geglückt.
"Den einzigen Fehler, der uns passierte, war beim Boxenstopp von Checo, daneben lieferten beide Fahrer aber eine herausragende Performance ab", erklärt Teamchef Christian Horner. "Es ist eine Schande, dass der Boxenstopp nicht besser lief, denn Sergio hätte den dritten Platz locker verteidigen können. Sein Kampf zurück war aber beeindruckend."
Mit einem Polster von 40 Punkten hat Red Bull vor dem zweiten Heimrennen auch in der Konstrukteurs-Wertung wieder einiges herausgeholt.
Tsunoda stabil, Gasly vom Pech verfolgt
Yuki Tsunoda hielt Scuderia AlphaTauri auf dem fünften Platz der Konstrukteurswertung mit einem starken 10. Platz. Der japanische Rookie war im Qualifying auf Platz 8 zu finden, doch drei Plätze strafversetzt, nachdem er Bottas auf einer fliegenden Runde in Q3 behinderte.
Es ist das dritte Top-10-Resultat für Tsunoda in dieser Saison und - noch viel besser - sein zweites Finish in den Punkterängen in den letzten drei Rennen.
Ferraris Aufholjagd
Nach Runde eins standen die Vorzeichen für Ferrari nicht unbedingt unter einem guten Stern. Leclerc musste direkt nach dem Kontakt mit Gasly in die Box, während er mit einer herausragenden Pace auf die Strecke zurückkehrte, viele Plätze gutmachte und auf Platz sieben fuhr - er wurde zum Fahrer des Tages gewählt. Sein Teamkollege Carlos Sainz beendete das Rennen mit einer Ein-Stopp-Strategie auf dem starken sechsten Platz.
Daneben sah zu Beginn alles danach aus, als hätte George Russell zum ersten Mal die Chance, in die Punkteränge zu fahren. Mechanische Probleme sorgten jedoch dafür, dass er das Rennen in Runde 38 frühzeitig beenden musste.
Kann Max wieder zuschlagen?
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