Padel
Favoriten wieder on top – Galán und Chingotto landen auf Platz 2
Nach dem Rückschlag in Madrid feiern die Topgesetzten beim Paris Major einen Triumph, während Galán und Chingotto im Männerfinale mit starker Performance glänzen.
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Galán und Chingotto verpassen den großen Coup nur knapp
Wie schon bei den sechs vorangegangenen Turnieren gab es auch beim Paris Major-Finale wieder ein Aufeinandertreffen der beiden weltbesten Paarungen: Alejandro Galán - Federico Chingotto versuchten erneut, ihre Erzrivalen zu besiegen.
Der erste Satz war ein einziger Wirbelwind, in dem sich Agustín Tapia und Arturo Coello von Beginn an sichtlich wohlfühlten. Mit hohen Lobs und cleveren Bällen durch die Mitte setzten sie ihre Gegner permanent unter Druck und zwangen sie zu einer ungewohnt hohen Zahl an unerzwungenen Fehlern – neun an der Zahl, während Tapia und Coello lediglich einen begingen. Nach kaum 20 Minuten stand es bereits 6:1 für die Topgesetzten.
In der vergangenen Woche mussten Agustín Tapia und Arturo Coello, die topgesetzten Herren, mitansehen, wie die an Nummer sieben gesetzten Leo Augsburger und Martín Di Nenno sowohl sie als auch die Zweit- und Drittplatzierten der Rangliste auf dem Weg zu einem überraschenden Triumph beim Madrid P1 aus dem Wettbewerb warfen.
Beim Paris Major bot sich Coello und Tapia nun die Chance, auf dem Court Philippe Chatrier zum dritten Mal in Folge die Trophäe in die Höhe zu stemmen – ein Meilenstein von historischer Dimension. Die "Golden Boys“ gaben auf ihrem Weg ins Finale keinen einzigen Satz ab, doch dort wartete eine neue, echte Bewährungsprobe auf sie.
Tapia und Coello nutzten ihren Schwung, um am Netz konsequent die engsten Räume zu besetzen und jede Lücke zu schließen, durch die „Chingalán“ versuchte, ihre Defensive zu durchbrechen. Trotz der langsamen Platzverhältnisse erspielten sie sich die entscheidenden Punkte und schafften im richtigen Moment das Break, das schließlich den Sieg besiegelte (6:1, 6:4).
Mit dem Triumph beim Paris Major feiern Coello und Tapia bereits ihre neunte Trophäe in dieser Saison. Unabhängig von Turnierort und Bedingungen treten sie weiterhin als das dominierende Duo auf. Galán und Chingotto, ihre größten Herausforderer, folgen mit bislang vier Titeln im Jahr 2025 auf Rang zwei.
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Gemma Triay und Delfina Brea stehen wieder ganz oben
Nach der Enttäuschung beim P1 in Madrid, wo sie bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Finale gegen die Drittplatzierten Bea González und Claudia Fernández verloren, meldeten sich Gemma Triay und Delfi Brea eindrucksvoll zurück.
Während Triay ihren vierten Major-Titel in Serie anpeilte und Brea derzeit das wohl beste Padel ihrer Karriere spielt, war den beiden klar, dass das Paris Major die ideale Bühne bot, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Das Endspiel in Paris gegen die an Position fünf gesetzten Marta Ortega und Tamara Icardo entwickelte sich zu einem Duell mit historischem Charakter. Ortega und Icardo hatten bereits im Juli das Finale des P1 in Málaga erreicht, dort jedoch ihre Chance nicht nutzen können. Auf dem Weg nach Paris hatten sie im Viertelfinale González und Fernández ausgeschaltet.
Gemma Triay - Delfina Brea erobern ihr siebtes Turnier der Saison
© Jure Makovec/Red Bull Content Pool
Die Topgesetzten wussten, dass sie von Anfang an ihr Bestes geben mussten. Trotz der starken Gegenwehr von Ortega und Icardo gelang es Triay dank ihrer Aggressivität und Breas kluger Ballplatzierung, den ersten Satz mit 7:5 für sich zu entscheiden.
Im zweiten Satz hielten Brea und Triay ihr unglaubliches Balltempo aufrecht und überwältigten Icardo und Ortega, die trotz ihres hervorragenden Niveaus während der gesamten Woche nicht viel gegen den Sturm tun konnten, der auf sie zu kam. Bevor sie reagieren konnten, hatten Triay und Brea ihren Zweisatzsieg bereits unter Dach und Fach (7:5, 6:2).
Im zweiten Satz hielten Brea und Triay ihr atemberaubendes Tempo konsequent hoch und setzten Icardo und Ortega permanent unter Druck. Trotz ihrer starken Leistungen über die gesamte Woche hinweg fanden die beiden kaum Mittel gegen den Sturm, der über sie hereinbrach. Ehe sie reagieren konnten, hatten Triay und Brea den Zweisatzsieg bereits besiegelt (7:5, 6:2).
Mit diesem Triumph sichern sich Triay und Brea ihre siebte Trophäe der Saison, festigen ihre Spitzenposition und bauen den Vorsprung auf ihre stärksten Verfolgerinnen, Ariana Sánchez und Paula Josemaría, weiter aus. Das zweitplatzierte Duo konnte in diesem Jahr bislang vier Titel gewinnen.
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Wiederholung: Premier Padel 2025 Paris Major Finale Showdown
Finale – Paris Major
Erlebe, wie die beiden verbleibenden Teams um den Hauptpreis beim Paris Major Premier Padel Turnier kämpfen.
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Paris Major entfacht einzigartige Padel-Euphorie
Während das P1 in Madrid in der vergangenen Woche mit 14.000 Fans, die an den Finaltagen das Stadion füllten, für eindrucksvolle Szenen sorgte, erreichte das Padel im legendären Roland-Garros-Komplex noch einmal eine völlig andere Dimension: 25.000 Fans feierten dort jeden einzelnen Punkt frenetisch mit. Ein klares Signal dafür, dass Frankreich zu den Ländern gehört, in denen Padel derzeit am rasantesten wächst.
Das milde, schwülwarme Wetter in der französischen Hauptstadt – mit einer Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent während der gesamten Woche – sorgte für eher langsame Platzverhältnisse. Dadurch waren die Spieler:innen gezwungen, lange Ballwechsel auszutragen, bei denen Geduld und strategische Finesse den Ausschlag gaben.
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Unglaubliche Pariser Highlights, die du vielleicht verpasst hast
Die an Nummer drei gesetzten Lebrón - Stupaczuk scheiterten im Halbfinale
© Jure Makovec/Red Bull Content Pool
Im Halbfinale zwischen den topgesetzten Tapia - Coello und den drittgesetzten Franco Stupaczuk - Juan Lebrón zeigte "Stupa" nach einem intensiven Volley-Duell mit Arturo Coello seine blitzschnellen Reflexe und gewann den Punkt mit einer schnellen Reaktion und einem präzisen Schlag.
Im selben Match zeigte Juan Lebrón eine spektakuläre Aufholjagd: Mit präzisen Netzplatzierungen und einem packenden Schlagabtausch zwang er seine Gegner in die Defensive – ehe er sie schließlich mit einem perfekten Block gegen Tapias schnellen Smash eiskalt überraschte.
Im Halbfinale der Frauen zwischen den an Nummer vier gesetzten Sofía Araújo und Andrea Ustero sowie den topgesetzten Gemma Triay und Delfina Brea setzte Ustero ein erstes Highlight: Mit einem perfekt getimten Drop Shot nahm sie dem Ballwechsel das Tempo und brachte die Menge zum Ausrasten. Wenig später glänzte auch Araújo mit einem spektakulären Moment – sie antizipierte einen wuchtigen Smash von Triay, verließ kurzzeitig den Court und setzte am Netz einen präzisen Rückschlag, der für Staunen sorgte.
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Coming Up: Düsseldorf P2
Premier Padel geht jetzt in eine einwöchige Pause, bevor es nach Deutschland geht, einem Land, in dem der Padel-Sport geradezu explodiert, und wo vom 22. bis 28. September das allererste Premier Padel-Event stattfindet, das Düsseldorf P2.
Die Tour wird dann ihre Reise durch Europa fortsetzen und in den Niederlanden beim Rotterdam P1 vom 29. September bis 5. Oktober ankommen.
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