Red Bull Course Preview in Kitzbühel
© Philip Platzer
Wingsuit Flying

Red Bull Skydive Course Preview von der legendären "Streif"

Als wäre es nicht spektakulär genug, mit zwei Latten die "Streif" hinunter zu brettern, haben die Red Bull Skydiver in Kitzbühel eine ganz spezielle Streckenbesichtigung vorgenommen!
Autor: Günter Baumgartner
3 min readPublished on

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Red Bull Skydive Course Preview von der legendären "Streif"

Als wäre es nicht spektakulär genug, mit zwei Latten die "Streif" hinunter zu brettern, haben die Red Bull Skydiver in Kitzbühel eine ganz spezielle Streckenbesichtigung vorgenommen!

Von 22. bis 24. Jänner 2021 ist es wieder soweit: Der Ski-Weltcup gastiert in Kitzbühel – willkommen bei den 81.Hahnenkammrennen! Die legendäre "Streif" präsentiert sich schon in Bestform. Das wohl ruppigste und eisigte Wohnzimmer der Speed-Spezialisten lädt die besten Skifahrer der Welt dieses Jahr bei zwei Abfahrten und einem Super-G sogar drei Mal ein, Mausefalle, Hausbergkante und Traverse zu bezwingen.

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Doch bevor sich die Skikanten gegen die eisige Piste stellen, hat das Red Bull Skydive Team um Max Manow, Felix Seifert, Marco Fürst und Marco Waltenspiel die "Streif" besichtigt: Aber nicht per Ski, sondern wie es sich für sie gehört so knapp über der Strecke wie möglich. "Mit dem Wingsuite fliegen wir bis zu zwei Meter an die Piste heran", erklärt Marco Waltenspiel. Das zeigt auch auf eindrucksvolle Weise, wie steil die "Streif" an gewissen Passagen ist: "Dass wir mit der Wingsuite die Mausefalle und an der Hausbergkante vorbeifliegen können zeigt, wie steil es dort sein muss", betont Marco Fürst. "Das muss einfach brutal sein, mit den Ski dort hinunterzufahren. Nicht umsonst ist es das härteste Rennen der Welt."
Das Red Bull Skydive Team teilt sich die einzigartige Kurs-Besichtigung zu viert auf und überflog den jeweiligen Abschnitt der legendären "Streif" mit ihren Wingsuits und Speed-Schirmen. Ähnlich beeindruckend sieht die Streif nur vom POV der Eagle Cam aus.

Vollgas Richtung Ziel – auf Ski und in der Luft

762 Meter über dem Meeresspiegel liegt Kitzbühel. Das Starthaus der berühmt-berüchtigten "Streif" befindet sich auf 1.665 Metern Seehöhe, das Ziel auf 805 Metern. Die Skydiver springen etwa 2.500 Meter über Kitzbühel aus dem Hubschrauber ab und werden uns einen einzigartigen Blickwinkel auf die "Streif" gewähren.
Quotation
"Die Challenge ist riesig. Es geht um so viele Faktoren, die zusammenpassen müssen. Beim Speed-Schirm haben wir noch ein bisschen mehr Spielraum, aber mit der Wingsuite müssen Absprungpunkt und Winkel punktgenau passen."
Marco Waltenspiel, Red Bull Skydiver

5 Min

Behind the Scenes: Red Bull Course Preview von der Streif

Die Red Bull Skydive Course Preview von der "Streif" ist in vier Sektionen aufgeteilt, denn man kann die Physik beugen und Grenzen verschieben, aber nicht gänzlich außer Kraft setzen: Start, Mausefalle und Steilhang werden per Wingsuite geflogen, bis zur Hausbergkante mit Speed-Schirmen, um die Hausbergkante wieder per Wingsuite zu bezwingen. Das Ziel erreichen die Skydiver wieder per Speed-Schirm. "Die Challenge ist riesig. Es geht um so viele Faktoren, die zusammenpassen müssen. Beim Speed-Schirm haben wir noch ein bisschen mehr Spielraum, aber mit der Wingsuite müssen Absprungpunkt und Winkel punktgenau passen", erklärt Marco Waltenspiel nach den ersten Testsprüngen. "Wir haben dieses Projekt bereits vier Jahre im Hinterkopf und haben uns gedacht, das wäre ein echter Burner, wenn wir irgendwann mal die Mausefalle oder Hausbergkante mit der Wingsuite fliegen könnten."
Die besten Abfahrer der Welt katapultieren sich beim Hahnenkammrennen wagemutig aus dem Starthaus und beschleunigen innerhalb von 3 Sekunden von 0 auf 60 km/h. Den Geschwindigkeitsrekord auf der "Streif" hält Michael Walchhofer mit 153km/h im Zielhang, die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der "Streif" liegt bei mehr als 103 km/h. Das Red Bull Skydive Team stürzt sich aus dem Hubschrauber und erreicht beim steilen Anflug die 60 km/h unterhalb einer Sekunde und passiert das Starthaus Richtung Mausefalle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h. Da bleibt keine Zeit, um das brandneue Starthaus zu bewundern ...
"Den 'Mythos Streif' bekommt man schon als Kind mit", erzählt Felix Seifert. "Es ist auch für uns extrem herausfordernd und nervenaufreibend, genauso wie für die Athleten, die diese Strecke mit ihren Abfahrts-Ski runterfahren."

"Freier Fall"

Und genau bei den extremen Geländekanten wie Mausefalle und Hausbergkante sind Skydiver und Skifahrer wohl den ähnlichsten Kräften und Herausforderungen ausgesetzt. Extrem hohes Adrenalinlevel, ein hoher Luftstand, das Gefühl des freien Falls und extreme G-Kräfte, gegen die man sich stellt. Die Skifahrer sind hier unheimlich nah dran an dem Gefühl beim Basejumping oder einem Wingsuite-Sprung. Und da kommen wir wieder zurück auf ein legendäres Zitat von Fritz "The Cat" Strobl: „Man muss sich nur am Start überwinden, danach kann man eh nicht mehr stoppen.“

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