Keyart aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time
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The Legend of Zelda: Ocarina of Time im Test für Nintendo Switch 2

Das vielleicht beste Videospiel aller Zeiten ist zurück. The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist als Remake für Nintendo Switch 2 erschienen und das Warten der Fans hat sich absolut gelohnt.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
6 min readPublished on
Du denkst, du kennst The Legend of Zelda: Ocarina of Time in- und auswendig? Ging mir genauso. Dann stand ich am Eingang des Kokiri-Waldes, drehte die Kamera und musste erst mal kurz durchatmen. Das Remake für Nintendo Switch 2 holt einen der berühmtesten Zelda-Teile ins Jahr 2026, ohne seine Seele zu verlieren. In diesem Test erfährst du, was sich verändert hat, wo das Remake glänzt und warum es für Veteranen vielleicht eine Spur zu brav ausfällt.
  • Titel: The Legend of Zelda: Ocarina of Time (Remake)
  • Plattform: Nintendo Switch 2 (exklusiv)
  • Release: 5. November 2026
  • Entwickler und Publisher: Nintendo
  • Genre: Action-Adventure
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Ein Meisterwerk in neuem Kostüm

Wenn Gamerinnen und Gamer über das beste Videospiel aller Zeiten sinieren, dann fällt in neun von zehn Fällen ein Name: The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Der N64-Klassiker aus dem Jahr 1998 hat die Spielewelt zweifellos geprägt und dreidimensionale Action-Adventures erst richtig salonfähig gemacht. Seither sind 28 Jahre ins Land gezogen. Eine Zeit, in der nicht nur der Protagonist selbst, sondern auch die Fans des Klassikers älter geworden sind.
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time zeigt Link, der das Masterschwer herauszieht.

Ocarina of Time ist das am höchsten bewertete Videospiel aller Zeiten

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Mit dem Ocarina of Time Remake für Nintendo Switch 2 will Nintendo jetzt die Brücke zwischen Nostalgie und Moderne schlagen. Und präsentiert dabei eine zeitgemäße und modernisierte Fassung eines zeitlosen Meisterwerks. Ob das gut gehen kann? Um diese Frage (mit "Ja") zu beantworten, brauchen Kenner:innen des Originals gerade einmal rund zehn Minuten im Kokiri-Wald und auf dem Weg zum Deku-Baum.
Das Remake sieht schlicht atemberaubend aus. Doch nicht nur das. Die Orte, durch die ich vor 28 Jahren als Kind geirrt bin und an die ich mein Herz verlor, fühlen sich lebendiger an als jemals zuvor. Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich minutenlang nur herumgelaufen bin, um Details zu entdecken. Kleine Anhängsel an Links Tunika, Tonscherben, die nach einem Schlag liegen bleiben und sich unter deinen Füßen bewegen: Hier steckt Liebe im Detail.
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Nintendo Switch 2

Die Neuauflage Hyrules schürt den Entdeckergeist

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Wichtig für alle, die sich nach den ersten Trailern Sorgen gemacht haben: Das realistischere Aussehen der Figuren funktioniert im Spiel erstaunlich gut. Link, Zoras Reich und der Rest wirken wie Ocarina of Time, nur eben mit moderner Grafik. Wer sich seit Jahren eine echte Version der alten Tech-Demos gewünscht hat, bekommt sie hier.
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Moderne Steuerung für Ocarina of Time

Die vielleicht größte Umstellung im Vergleich zur Vorlage ist die freie Kamera. Das klingt für 2026 banal, verändert aber aus spielerischer Sicht alles. Du kannst die Welt endlich in Ruhe betrachten und Orte wie die Zitadelle der Zeit sind keine vorgerenderten Kulissen mehr. Die Spielerfahrung ändert sich damit grundlegend und präsentiert sich zeitgemäß. Kenner des Originals werden natürlich feststellen, dass einige Spielmechaniken und Rätsel des Klassikers entsprechend an die freie Kamera angepasst wurden. Ich sag nur "Schloss Hyrule".
Dazu kommt ein Sprungknopf. Du hüpfst, wann du willst, statt eine Kante anzulaufen. Neue Wege öffnen sich dadurch nicht, aber Plattformen und Rätsel gehen schneller und befriedigender von der Hand.
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time

Die freie Kamera eröffnet ganz neue Möglichkeiten

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Der Kampf bleibt vertraut: anvisieren, mit Y zuschlagen, die Richtung per Stick steuern, Rolle und Sprungangriff inklusive. Neu ist das Feedback für Treffer. Jeder Schwertstreich wird mit rotem Aufblitzen und sattem Krachen angezeigt und fühlt sich wuchtiger an als je zuvor.
Auch das Menü hat an Tempo gewonnen. Mit R rufst du eine Schnellauswahl für Waffen und Items auf, die du von Tears of the Kingdom und Echoes of Wisdom kennst. Okarina, Masken und Eisenstiefel liegen auf dem Steuerkreuz. Das nimmt dem berüchtigten Wassertempel viel Frust, weil du nicht mehr ständig ins Hauptmenü musst. Und so ziehen sich die vielen kleinen Detailverbesserungen und Neuerungen durch das komplette Spiel. Ja, The Legend of Zelda: Ocarina of Time hat eine Frischzellenkur erfahren, ohne dabei seinen Charme einzubüßen.
Zusätzlich helfen viele kleine Verbesserungen: Nach dem Laden startest du genau dort, wo du gespeichert hast. Und sollte dir doch mal der rote Faden fehlen, fasst dir die Funktion „Fäden der Zeit“ deinen Fortschritt zusammen.
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Summ mir das Lied der Zeit

Kernelement bleibt natürlich weiterhin die namensgebende Ocarina. Doch auch hier gibt's eine spannende Neuerung. Lieder spielst du wie gewohnt über Tasten, mit gedrückter ZL-Taste blendest du eine Liste aller gelernten Melodien ein. Wirklich neu: Du kannst die Stücke auch ins Mikrofon der Switch 2 summen. Das klappt meistens problemlos und ist ist vor allem für Fans ein Highlight, die... ohnehin beim Nachspielen mitsummen. Komm schon, du machst das doch auch, oder?
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time zeigt Link mit der Ocarina.

Natürlich darf auch wieder musiziert werden

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Ein weiteres Extra ist die Halle der gefallenen Feinde. Du erreichst sie, indem du nach einem bestimmten Punkt der Story in einem Bett schläfst. Dort stehen Statuen der besiegten Gegner. Hier kannst du Bosskämpfe wiederholen oder mehrere Bosse nacheinander bekämpfen. Die Belohnungen sind eher symbolisch, aber der Spaß, Bestzeiten zu jagen, ist echt.

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Auch akustisch wurde die Neuauflage ordentlich aufgebohrt. Die bekannten Melodien kommen in neuen Orchesterarrangements, vom Kokiri-Wald bis zum Finalkampf. Wichtige Zwischensequenzen sind jetzt vertont und die Sprecher klingen für ein Nintendo-Spiel richtig gut. Navi nervt deutlich weniger, weil ihre Unterbrechungen stark reduziert wurden und sie klingt dabei fröhlich statt aufdringlich.
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Nintendo Switch 2 zeigt Link und Ganondorf.

Einige Zwischensequenzen sind nun vertont

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Und dann ist da ja noch der Oberbösewicht Ganondorf, der in der deutschen Fassung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time hervorragend von Tobias Brecklinghaus vertont wird. Der übrigens auch Kratos in den God of War-Spielen spricht.
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Die Schwächen der Neuauflage

Aber, und da muss man wirklich ehrlich sein: Perfekt ist das Remake nicht. Damit das Spiel flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde läuft, hat Nintendo Kompromisse gemacht. Ferne Objekte wie Berge und Bäume wirkt manchmal glattgebügelt bis man näher kommt. Gelegentlich Flimmern Haare und kleinere Objekte. Im Handheld-Modus sinkt die Auflösung zusätzlich spürbar, manchmal sieht sogar Link leicht verschwommen aus. Mich hat es nicht ernsthaft gestört, weil sich flüssiges Spielen wichtiger anfühlt, aber du solltest es wissen. Und man muss sagen, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time trotz dieser Makel eines der (wenn nicht sogar DAS) schönsten Spiele für die Nintendo Switch 2 markiert.
Screenshot aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time

Vor allem die Effekt sehen hervorragend aus

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Schwerer wiegt das fehlende Master Quest. Die knifflige Zusatzvariante gab es schon in früheren Versionen, hier fehlt sie komplett. Dazu kommt, dass es nur einen manuellen Speicherstand plus mehrere Autosaves gibt. Wenn du neu anfangen willst, ohne dein Hauptspiel dafür anzutasten, musst du auf der Konsole ein komplett neues Profil anlegen. Nervig, aber lösbar.
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Fazit: Ocarina of Time - Ein Klassiker bleibt zeitlos

Egal, ob du nun das Original kennst oder mit dem Remake erstmals in das Hyrule des N64-Klassikers eintauchst: The Legend of Zelda: Ocarina of Time beweist auch mit der Neuauflage für Switch 2, warum das Game bei Fans und Kritikern gleichermaßenen einen unglaublich hohen Stellenwert genießt.
Nintendo hat hier einmal mehr ein Händchen für gelungene Neuauflagen bewiesen und ein Spiel, das hinsichtlich Story, Dramaturgie und Charakteren bis heute schwer zu toppen ist, behutsam in das 21. Jahrhundert verfrachtet, ohne dabei den Charme des Original-Abenteuers einzubüßen.
Screenshot aus dem The Legend of Zelda: Ocarina of Time Remake für Nintendo Switch 2

The Legend of Zelda: Ocarina of Time kehrt als Remake zurück

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Trotz einiger technischer Makel ist dem Entwicklerteam hier eine atemberaubende technische Umsetzung gelungen, die gekonnt durch die spielerische Frischzellenkur unterstrichen wird. Wer Ocarina of Time noch nie gespielt hat, bekommt hier den besten Einstieg, den es gibt und eines der besten Spiele des Jahres 2026.. Für Switch-2-Besitzer:innen ist es eine klare Kaufempfehlung.