Surfen
Die verschiedenen Surfboard-Typen
Surfen macht Laune! Wenn du dich übers Bodysurfen hinaus wagen willst, brauchst du dafür allerdings die richtige Ausrüstung. Hier erfährst du mehr zu den verschiedenen Surfboard-Typen.
Alle Surfer:innen der Welt sind sich einig: Es macht unglaublich viel Spaß und süchtig! Aber auch wenn es für viele nichts Schöneres gibt, als in den Wellen zu spielen, muss eines klar sein -- die Wahl des richtigen Surfboards für die jeweiligen Bedingungen zählt zu den wichtigsten Faktoren in der magischen Welt des Surfens. Und genau deswegen haben wir hier den ultimativen Guide über die verschiedenen Surfboard-Arten und ihre Eigenschaften. Let's go!
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Shortboard
Du willst die Wellen reiten, wie ein Pro? Dann brauchst du ein Shortboard.
© International Surfing Association/Red Bull Content Pool
Wenn du den Begriff "Surfboard" hörst, denkst du wahrscheinlich als erstes an ein Shortboard. Seit der sogenannten "Shortboard-Revolution“ ist es das am weitesten verbreitete Surfbrett. Es ist in der Regel zwischen 1,60 und 2,15 m lang und mit einem Thruster (drei Finnen) ausgestattet.
Dieses Brett erlaubt es dir, einfach unter den Wellen durchzutauchen, um dem "Break" auszuweichen und das Line-Up -- den Bereich zum Riden -- zu erreichen.
Das Shortboard ist für Surfer:innen ab mittlerem Niveau geeignet. Es ist sehr wendig und kann auch auf großen Wellen eingesetzt werden. Die dünnen Kanten und der Rocker sind dafür verantwortlich, dass sich besonders erfahrene Surfer:innen so häufig für ein Shortboard entscheiden, denn sie ermöglichen schnelle Turns und spektakuläre Manöver wie Aerials, Cutbacks, Snaps und viele mehr.
Das Shortboard ist das beste Board für fortgeschrittene Surfer:innen, da es die perfekte Kombination aus Stabilität, Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit bietet.
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Longboard
Das Original: Wie sein Name schon sagt, gehört das Longboard zu den längsten Surfbrettern. Es ist in der Regel über 2,8 m lang, hat eine abgerundete Nose und ist breit. Dank seiner Form kommt das Longboard gut in die Welle und ist sehr stabil. Was die Manövrierfähigkeit anbelangt, gibt es sicher bessere Alternativen, aber wenn du im Spirit der 60er-Jahre surfen und ganz vorne auf der Brettspitze fahren willst, ist das Longboard genau das Richtige für dich.
Wenn du im Spirit der 60er-Jahre surfen und ganz vorne auf der Brettspitze fahren willst, ist das Longboard genau das Richtige für dich.
Zwischen Longboard und Shortboard gibt es weitere Unterkategorien wie Evolutives, Malibus, Midlengths, Hulls und viele mehr.
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Soft Top
Das Soft Top ist das Board für Anfänger:innen. Das Brett ist auch als "Foam Board“ bekannt und in allen Surfschulen zu finden. Es ist stabiler als andere Bretter und ermöglicht dir aufgrund des höheren Auftriebs, kleine Wellen zu catchen. Einige Marken haben damit begonnen, Performance Soft Tops für Anfänger:innen zu entwickeln. Sie dienen dazu, etwas mehr Fortschritte auf Soft Top zu machen, bevor man auf einen anderen Typ übergeht. Sie sind ideal für die ersten Schritte im Weißwasser und sie sind die perfekte Wahl, wenn du ab der ersten Sekunde maximal Spaß haben und gleichzeitig das Verletzungsrisiko so gering wie möglich halten möchtest.
Was die Herstellung betrifft, so sollte man sich von der Ästhetik nicht täuschen lassen. Softboards sind außen zwar weich (sie werden mit PE- oder EVA-Schaum überzogen), aber aufgrund ihres EPS-Kerns innen enorm widerstandsfähig. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Komponenten verwendet.
Anders als man vielleicht erwarten würde, wurden die ersten Soft Tops bereits in den 1960er-Jahren im Rahmen der Rettungsschwimmer-Ausbildung verwendet. Mit der Zeit erkannten Surfer:innen, dass Soft Tops zum Lernen und Surfen unter bestimmten Bedingungen besser geeignet waren. In den 1980ern führt die australische Marke G&S Surfboards eine neue Version des Soft Tops ein, das "Softech". Dieses Board war leichter und wendiger als frühere Modelle, was zu seiner wachsenden Beliebtheit beitrug.
Die ersten Soft Tops wurden bereits in den 1960er-Jahren im Rahmen der Rettungsschwimmer-Ausbildung verwendet.
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Fish
Die Ikone der 70er: Der Fish ähnelt dem Shortboard, ist aber oft etwas breiter und kürzer und ist am Tail wie eine Fischflosse geformt. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet sich ein Fish-Surfboard perfekt für kleine und mittelgrosse Wellen. Im Vergleich zu anderen Boards kann es auf diesen Wellen mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Obwohl ein klassischer Fish üblicherweise mit Doppelfinne ausgestattet ist, findet man heutzutage viele Exemplare mit drei Finnen (Thruster), die von der Größe an ein Shortboard erinnern als an einen Fish.
Der Fish ähnelt dem Shortboard, ist aber oft etwas breiter und kürzer und ist am Tail wie eine Fischflosse geformt.
Alles in allem in der Fish das perfekte Surfboard für heiße Sommer-Sessions, da es vor allem durch seine Allround-Fähigkeiten besticht. Erfahrene Surfer:innen lieben den Fish, weil es enorm viel Stabilität auf langen Lines und viel Speed bietet. Dieses Gefühl der Freiheit strömt vom Tail bis zur Nose und in dich hinein. Außerdem fühlt sich der Fish auch pudelwohl, wenn du auf Attacke surfst und dich auf die Lip konzentrierst.
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Gun
Nichts für Anfänger:innen! Das Gun-Board ist für extreme Bedingungen konzipiert. Die Big-Wave-Legende Pat Curren gilt als Erfinder von "The Gun". "Ich habe von 1956/57 angefangen, selbst Boards zu bauen. Ich lief am Strand von Waikiki (Hawaii) entlang und ein Typ vom Boardverleih fragte mich, wer das Board, das ich gerade dabei hatte, hergestellt hatte. Ich sagte ihm, dass ich es war. Er bat mich daraufhin, ihm 20 Boards zu bauen, also mietete ich eine Wohnung in Haleiwa und machte mich an die Arbeit."
Bei Pros wie Natxo González oder Laura Coviella darf die Gun natürlich nicht im Sortiment fehlen. Das Board eignet sich für mehrere Meter hohe Wellen. Vergiss Schaumstoff: Gun Boards bestehen aus fortschrittlichen Materialien, die Surfer:innen bessere Kontrolle und Stabilität auf Wellen ab Kopfhöhe bieten.
Die Entwicklung bei Big-Wave-Surfboards hat sich jedoch in den letzten Jahren stark verändert. Anfangs wurden sehr große Bretter verwendet (über 3 Meter) mit viel Volumen, um die größtmöglichen Wellen zu catchen. Derzeit geht der Trend eher zu kleineren Boards. Beim Tow-In-Surfen sehen wir manchmal sogar Aerials, was vor ein paar Jahren noch völlig undenkbar war. Aber wenn es darum geht, die wirklich große Wellen zu erwischen, sind die Boards nach wie vor extrem groß, obwohl sich das Muster geändert hat.
"Die Big-Wave-Boards wurden verfeinert", erklärt Natxo González. "Sie sind handlicher und lassen sich leichter manövrieren. Dadurch ermöglichen sie uns, bessere Turns zu machen. Es geht nicht mehr nur darum, riesige Wellen gerade abzufahren, sondern auch um den Take-Off und dass man in die Barrel kommt."
Die Big-Wave-Boards wurden verfeinert. Sie sind handlicher und lassen sich leichter manövrieren.
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Paddleboard (Stand-Up-Paddle)
Justine Dupont auf einer Riesenwelle in Cortes Banl in Kalifornien
© Red Bull Content Pool/Frank Quirarte
Ähnlich wie das Longboard wurde das Paddleboard von einer alten hawaiianischen Surfpraxis, dem Pākākā nalu, inspiriert. Wie sein Name schon sagt, bewegt man sich auf einem Paddleboard mit einem Paddel fort. Das Board ist dick, breit und besteht aus Epoxidharz und Glasfaser. Es misst zwischen 2,80 und 3,60 m und eignet sich perfekt für mittlere bis kleine Wellen. Stand-up-Paddleboards eignen sich auch für flache Gewässer wie Seen oder ruhige Flüsse.
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Foil Boards
Für diejenigen, die es leid sind, ihre Arme benutzen zu müssen, kam vor Kurzem ein neues Produkt auf den Markt: Elektrische Boards, auch Foil Boards genannt, mit einem langen Querruder. Ausgestattet mit einem Motor können diese Boards sowohl in flachen Gewässern als auch auf dem Meer eingesetzt werden. Aber Vorsicht, wenn du nicht alleine im Wasser bist: Sie können bis zu 35 km/h schnell surfen und es erfordert etwas Übung, den Start vom Strand zu meistern. Dann aber kannst du, wie beim Paddleboard, so lange du willst auf dem Brett stehen und deine Geschwindigkeit über eine Bluetooth-Fernbedienung steuern.