Ultrarunning

Arda Saatçi beendet 600‑km‑Ultra – und hat eine klare Botschaft

604,6 km durch die Wüste, fünf Tage am Limit – Arda Saatçi beendet den Red Bull Cyborg Season Ultra 600 und zeigt, warum Aufgeben für ihn keine Option ist.
Von: Elisa Bauer
3 min readPublished on
Arda Saatçi jubelt beim Red Bull Cyborg Season Ultra 600 Finish.
© Cameron Moon / Red Bull Content Pool
Von Badwater Basin im Death Valley bis zum Santa Monica Pier kämpfte sich Arda Saatçi durch extreme Hitze, Schlafentzug und fast 6.000 Höhenmeter – und erreichte nach 123 Stunden, 21 Minuten und 10 Sekunden unter Applaus tausender Zuschauer das Ziel am Pazifik.
Nach fünf Tagen, 604,6 Kilometern und einem Lauf durch eines der härtesten Gebiete der Welt steht fest: Arda Saatçi hat die Red Bull Cyborg Season – Ultra 600 erfolgreich beendet.

Das Original Red Bull

Red Bull Energy Drink

Red Bull Energy Drink
Mehr als eine Million Menschen verfolgten seinen Lauf live über YouTube, Twitch und Red Bull TV. Als Arda im Ziel ankam, wartete dort seine Mutter. Er fiel ihr in die Arme – erschöpft, aber überwältigt.
Arda Saatçi umarmt seine Mutter, nachdem er das 2026 Red Bull Cyborg Season Ultra 600 in Santa Monica gewonnen hat.

Darauf hat er gewartet: Arda Saatçi umarmt seine Mama im Ziel.

© Cameron Moon/Red Bull Content Pool

Quotation
Wir haben es wirklich geschafft.
Jetzt sei es Zeit, das Eis zu essen, das er versprochen habe. Dieses Versprechen hatte der 28-Jährige seiner Mama gegeben, die am Muttertag am Santa Monica Pier ihren Sohn in die Arme schließen konnte.
Arda Saatçi läuft unter der prallen Sonne während des 2026 Red Bull Cyborg Season Ultra 600 im Death Valley, Kalifornien.

Arda Saatçi auf seinen ersten Kilometern durch das Death Valley.

© Cameron Moon/Red Bull Content Pool

01

Laufen - trotz Hitze, Schlafentzug und Schmerz

Der Startpunkt der Challenge, bekannt als Red Bull Cyborg Season - Ultra 600 hätte kaum extremer sein können: Badwater Basin, der tiefste Punkt der Vereinigten Staaten, ohne Schatten, mit hoher Wärmebelastung und kaum Orientierungspunkten. Bereits am ersten Tag lief Arda über 454 Höhenmeter hinauf zur Artists Palette und erreichte nach 4:55 Stunden die erste Marathonmarke in Furnace Creek.
In den folgenden Tagen wurde die Challenge zunehmend härter: Steile Anstiege mit bis zu 10 % Steigung, sandige Passagen, unbefestigte Straßen entlang des Highways 395 und Temperaturen von über 33 °C selbst nach Sonnenaufgang forderten ihren Tribut. Nach 54 Stunden und 12 Minuten passierte Arda die 300‑Kilometer‑Marke.
Quotation
Dieser Sand hat unglaublich viel Energie gekostet. Die 300 Kilometer haben sich angefühlt wie 3.000.
Arda Saatçi ruht sich während des Red Bull Cyborg Season Ultra 600 2026 im Death Valley kurz aus.

Arda Saatçi gönnt sich ein paar kurze Momente der Ruhe.

© Cameron Moon/Red Bull Content Pool

02

Nie aufgegeben – auch als die 96 Stunden durch waren

Trotz aller Vorbereitung konnte Arda sein Ziel, den Lauf in 96 Stunden zu beenden, nicht erreichen. Als diese Marke fiel, hatte er 458 Kilometer absolviert. Enttäuschung war spürbar – aber Aufgeben kam nicht infrage.
Vor über 350.000 Live‑Zuschauenden sagte er:
Quotation
Ich habe alles gegeben. Ich bin vielleicht nicht der Schnellste, aber aufgeben werde ich niemals.
Unterstützt von Physiotherapeut Gzim Ferizi und Laufcoach Lukasz Wolejko‑Wolejszo stellte Arda auf Lauf‑/Geh‑Intervalle um, kämpfte sich durch die Nacht entlang von Bahngleisen und Schotterpisten und erreichte bei Kilometer 500 einen weiteren emotionalen Meilenstein. Ein Blumenstrauß mit handgeschriebener Botschaft von Fans aus Deutschland sorgte für zusätzliche Motivation.
03

604,6 Kilometer – mehr als geplant

Nach einer dringend benötigten längeren Schlafpause setzte Arda seinen Lauf fort. Wegen eines Erdrutsches wurde die Strecke leicht verlängert – am Ende standen 604,6 Kilometer auf der Uhr. Die Botschaft des Berliners im Ziel war klar:
Quotation
Es lohnt sich immer, nach den Sternen zu greifen. Auch wenn nicht alles perfekt läuft. Behaltet euren Traum im Herzen.
Ultraläufer Arda Saatçi lächelt mit Fans, nachdem er den 2026 Red Bull Cyborg Season Ultra 600 in Santa Monica, Kalifornien, beendet hat.

Der 28-Jährige feiert mit seinen Fans am Santa Monica Pier.

© Cameron Moon/Red Bull Content Pool

04

Ein weiteres Kapitel der Cyborg Season

Der Ultra 600 war nicht das erste Extremprojekt von Arda Saatçi.
2024 lief er 3.000 Kilometer von Berlin nach New York, 2025 folgten 72 Marathons in 43 Tagen quer durch Japan. Mit dem Abschluss des Ultra 600 ist das nächste Kapitel der Red Bull Cyborg Season geschrieben – und der Blick richtet sich bereits auf das nächste Projekt.
Eines ist sicher: Arda Saatçi hat nicht nur 600 Kilometer zurückgelegt – sondern hunderttausende Menschen bewegt.
Arda Saatçi durchquert die kalifornische Wüste beim Red Bull Cyborg Season Ultra 600 2026.

Arda Saatçi variiert seine Laufkleidung im Laufe des Tages.

© Cameron Moon/Red Bull Content Pool

05

Gibt es Highlighst der Challenge

Na klar! Du kannst hier alle Highlights noch einmal erleben:

16 Min

Ultra 600: Highlight

Fünf Tage, über 600 km: Erlebe Arda Saatçis härteste Momente vom Start im Death Valley bis zum Zieleinlauf in L.A.

Deutsch +5

Teil dieser Story

Red Bull Cyborg Season - Ultra 600

Arda Saatçi läuft 604,6 km in 123 Stunden 21 Minuten und 10 Sekunden – vom Death Valley über die Route 66 zum Pazifik.

Vereinigte Staaten

Arda Saatçi

DeutschlandDeutschland