Ale Galán spielt Padel in Madrid.
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Padel

So findest du den richtigen Padel-Schläger

Wir helfen dir, die wichtigsten Zweifel bei der Wahl deines nächsten Padel-Schlägers auszuräumen.
Von: Nozal de las Alas
4 min readPublished on
Padel-Tennis zu spielen scheint auf den ersten Blick einfach zu sein: Suche dir einen Spielpartner, schnapp dir einen Schläger und los geht's! In der Regel dauert es zu Beginn jedoch eine gewisse Zeit, bis sich Anfänger an die neue Umgebung gewöhnen, besonders dann, wenn Spieler aus dem Tennissport kommen.
Die meisten Experten sind sich einig, dass der Schläger einer der Schlüssel für einen guten Start in diese neue Sportwelt darstellt. Deshalb analysieren wir hier, wie man den passenden Padel-Schläger auswählt.
Juan Lebrón und Ale Galán bei einer Partie Padel-Tennis in Madrid.

Juan Lebrón und Ale Galán - Siegertypen

© Jaime De Diego / Red Bull Content Pool

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Schlägerform

Bevor man sich für einen bestimmten Schläger entscheidet, sollte man die verschiedenen Schlägertypen kennen. Fassen wir also zunächst die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Formen zusammen und konzentrieren wir uns auf ihre Unterschiede bezüglich Spielstil eines Spielers:
  • Rund: Ein runder Schläger lässt sich leichter bewegen, weil sich der Schwerpunkt im Griff befindet, also dort, wo wir den Schläger festhalten. Dies fördert das Gefühl von Leichtigkeit und Kontrolle vom ersten Moment an. Außerdem bietet ein runder Schläger eine größere Spielfläche.
  • Tropfen: Bei diesen Modellen versucht man ein Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Power zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Mitte des Schlägers, deshalb spielt er sich auch recht komfortabel, obwohl er kopflastiger und etwas schwerer ist als die runde Variante.
  • Diamant: Der Diamant-Schläger wird vor allem von offensiven und schlagkräftigen Spielern verwendet. Balance und Gewicht befinden sich näher am Schlägerkopf, daher kann es etwas dauern, bis man sich daran gewöhnt hat. Dieses Modell empfiehlt sich eher für fortgeschrittene Spieler.
Ein weiterer Begriff, den du dir unbedingt merken solltest, ist der "Sweetspot". Damit ist die Zone am Schläger gemeint, bei dem der Ball am effektivsten und kräftigsten geschlagen wird. Der Sweetspot ist ein grundlegender Faktor bei der Wahl des Schlägers, abhängig vom jeweiligen Spielstil, der Ballkontrolle und natürlich Power.
Juan Lebrón spielt Padel in Madrid.

Juan Lebrón in Madrid

© Gianfranco Tripodo / Red Bull Content Pool

02

Material

Padel-Schäger werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, was sich auf ihr Gewicht, Spielverhalten und Performance auswirkt. Hier die wichtigsten:
  • Carbon: Bietet Schnelligkeit, Widerstand und Steifigkeit.
  • Glasfaser: Flexibler, aber schwerer. Verbesserter Widerstand bei Mix mit Grafit oder Carbon. Aufgrund der erhöhten Flexibilität eignet sich Glasfaser perfekt als Rahmen für die Aufprallfläche. Das Material erleichtert den Ballabgang vom Schläger, was besonders bei Anfängern oder mittelschweren Schlägern sehr praktisch ist.
  • Grafit: Sehr leicht und resistent. Wird häufig als Verstärkung in allen Schlägerbereichen verwendet.
  • Titan: Wird in der Regel in Pulverform verwendet und mit Farbe vermischt. Sorgt für Festigkeit und guten Widerstand, ohne das Gewicht übermäßig zu beeinflussen. Lange Lebensdauer.
  • Kevlar: Widerstandsfähiges Gewebe, das als zusätzliche Verstärkung vor allem im Rahmenbereich verwendet wird. Erhöht die Lebensdauer eines Schlägers erheblich.
  • Komposite: Plastische Verbundwerkstoffe, die zur Verstärkung der Struktur eines Schlägers verwendet werden.
  • Epoxy: Dichtes, flüssiges Kunstharz, das häufig auf alle Schlägerbereiche aufgetragen wird und so seine Homogenität fördert. In Kombination mit Lack oder Farbzusätzen macht es den Schläger widerstandsfähiger und wasserfest.
  • Moosgummi: Der Belag empfiehlt sich besonders für Spieler, die ein sanftes und weiches Spielgefühl haben wollen. Der Gummi verhindert, dass Schmerzen im Handgelenk, im Ellbogen oder in der Schulter entstehen.
  • EVA-Gummi: Ein stärkerer und dichterer Gummi, der in verschiedenen Ausführungen und Stärken erhältlich ist -- von weich bis hart.
Juan Lebrón, der Weltranglistenerste im Padel, mit seinem Schläger.

Juan Lebrón posiert mit seinem Schläger

© Jaime De Diego / Red Bull Content Pool

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Welcher Schläger passt zu mir?

Die Wahl des richtigen Padel-Schlägers ist also keine leichte Aufgabe, so viel steht fest. Es gibt Dutzende Faktoren, sowohl physische als auch technische, die die Wahl beeinflussen, wie Gewicht, Größe, Körperbau, Fitness, Niveau, Vorlieben und Spielstil. Die Kombination all dieser Faktoren wirkt sich nachhaltig auf die Performance eines Schlägers aus, wodurch einzigartige und individuelle Kombinationen entstehen können, die perfekt auf einen Spieler zugeschnitten sind.
Die Wahl des Schlägers ist relativ. Es kommt auf das Gewicht der Person an und auf die Art und Weise, wie sie spielt. Es gibt so viele Faktoren, die einen enormen Einfluss haben. Ich lege großen Wert auf gute Qualität und hochwertiges Material.
Das jeweilige Spielniveau ist zweifellos einer der wichtigsten Faktoren:
  • Padel-Schläger für Anfänger: Für Spieler, die gerade erst mit Padel-Tennis begonnen haben und noch keine ausgereifte Technik haben, ist es ratsam, Schläger zu wählen, die bequem zu spielen sind und mit denen man den Ball leichter trifft und zurückspielen kann. Der erste Schläger sollte also vor allem Kontrolle und Sicherheit vermitteln.
  • Padel-Schläger für Fortgeschrittene: Wenn das Spielniveau bereits auf fortgeschrittenem Level und auch die Technik gut ist, kann man sich für aggressivere Schlägervarianten entscheiden, die mehr Power und bessere Performance bieten. Allerdings ist bei solchen Schlägern der Sweetspot kleiner, was es schwieriger macht, den Ball ins gegnerische Feld zu befördern.

Teil dieser Story

Alejandro Galán

Spanish padel star Alejandro Galán is one of the best players in the world, having reached the rank of number one, and is renowned for his power and precision on the court.

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A padel star from Spain, Juan Lebrón Chincoa has won numerous high-profile tournaments and is regularly among the sport’s top-ranked players.

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