Keyart zu Diablo 4: Lord of Hatred
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Diablo 4: Lord of Hatred - Alle Infos zu Release, Klassen und Neuerungen

Diablo 4: Lord of Hatred Release, Klassen, Story, neue Region, Gameplay-Systeme und Editionen. Alles, was ihr über das zweite große Add-On zu Blizzards Action-RPG wissen müsst.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
8 min readPublished on
Sanktuario kommt nicht zur Ruhe. Während die Wunden aus dem Kampf gegen Lilith noch längst nicht verheilt sind, steht das nächste Große Übel bereits vor der Tür. Mit Diablo 4: Lord of Hatred veröffentlicht Blizzard Entertainment die zweite große Erweiterung zum Action-Rollenspiel und die hat es in sich. Zwei neue Klassen, eine brandneue Region, grundlegende Überarbeitungen an Gameplay-Systemen und der berühmteste Crafting-Würfel der Franchise-Geschichte feiern ihr Comeback. Hier sind alle Infos, die ihr braucht.
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Diablo 4: Lord of Hatred - Release & Plattformen

Der Termin steht fest: Diablo 4: Lord of Hatred erscheint am 28. April 2026 gleichzeitig auf allen unterstützten Plattformen. Wer also auf dem PC, der Konsole oder Cross-Plattform zockt, kann überall zur selben Zeit loslegen. Die Erweiterung ist verfügbar für:
  • PC (via Battle.net und Steam)
  • PlayStation 5 und PlayStation 4
  • Xbox Series X/S und Xbox One
Screenshot aus Diablo 4: Lord of Hatred

Diablo 4: Lord of Hatred

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Wichtig: Zum Spielen der Erweiterung ist das Basisspiel von Diablo 4 zwingend erforderlich. Außerdem werden eine aktive Internetverbindung sowie ein Battle.net-Account benötigt. Für kompletten Neueinsteiger gibt es die Age of Hatred Collection, die Basisspiel, das erste Add-On Vessel of Hatred und die neue Erweiterung Lord of Hatred für 69,99 Euro im Bundle schnürt.
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Die Story: Worum geht's in Lord of Hatred?

Diablo-4-Kenner werden sich freuen, denn die Geschichte von Lord of Hatred knüpft direkt an die dramatischen Ereignisse des ersten Add-Ons Vessel of Hatred an. Neyrelle kämpfte darum, Mephisto (das Große Übel des Hasses) unter Kontrolle zu halten, mit durchwachsenem Erfolg. Der Herr des Hasses verbreitet seine Verderbnis in der neuen Erweiterung bis zu den heiligen Inseln von Skovos und bedroht damit ganz Sanktuario.
Cinematic Screenshot aus Diablo 4: Lord of Hatred

Diablo 4: Lord of Hatred spinnt die Story gekonnt weiter

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Mephistos Ziel ist es nicht nur, Sanktuario zu unterwerfen. Er will die Teiche der Schöpfung erreichen. Sollte ihm das gelingen, könnte er die Realität selbst nach seinem hasserfüllten Abbild neu formen. Seine treuen Anhänger sind bereits in ganz Sanktuario verteilt und stiften pures Chaos. Der wohl größte Story-Twist der Erweiterung: Lilith kehrt zurück.
Die Dämonenmutter, die wir im Hauptspiel bekämpft haben, taucht wieder auf. Aber diesmal nicht als Feindin, sondern als notwendige Verbündete. Der einzige Weg zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung führt offenbar über die Tochter von Mephisto persönlich. Mit der Hilfe alter Freunde und unerwarteter Verbündeter müsst ihr euch gegen Mephisto erheben, bevor er sein düsteres Ziel erreicht.
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Skovos: Das erwartet euch in der neuen Region

Der Schauplatz der Erweiterung ist die Inselgruppe Skovos. Und Veteranen der Diablo-Reihe dürften bei diesem Namen mit der Zunge schnalzen. Denn begehbar war diese sagenumwobene und oft erwähnte Region in keinem Diablo-Spiel zuvor. Skovos ist die Heimat der Amazonen und gilt als Wiege der ersten Zivilisation Sanktuarios. Es war einst auch die Heimat von Lilith und Inarius. Eine Region mit einer gehörigen Portion Geschichte im Gepäck also.
Optisch verspricht Blizzard maximale Abwechslung innerhalb der neuen Region:
  • Vulkanische Küstenlandschaften im Westen
  • Sturmgepeitschte Wälder im Osten
  • Versunkene Ruinen und überflutete Tempel, die an eine längst vergangene Hochkultur erinnern
Screenshot aus Diablo 4: Lord of Hatred zeigt Skovos

Skovos verspricht optische wie spielerische Abwechslung

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In Skovos regieren aktuell das Orakel und die Königin der Amazonen. Gleichzeitig hat sich in der Hauptstadt Temis ein fanatischer Kult um einen geheimnisvollen Propheten gebildet. Neben Mephistos Dämonenhorden erwarten euch verdorbene Amazonen-Kriegerinnen, Meeresungeheuer, Kultisten und Kreaturen aus den Tiefen des Ozeans. Nagas und Riesenkrebse inklusive. Klingt äußerst abwechslungsreich.
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Zwei neue spielbare Klassen: Paladin und Hexenmeister

Diablo 4: Lord of Hatred führt euch aber nicht nur in ein brandneues Gebiet oder erweitert die Story. Das Add-On führt gleich zwei neue Klassen ein. Den Paladin und den Hexenmeister, die sich spielerisch stark von den bisherigen Klassen unterscheiden sollen.
Der Paladin in Diablo 4
Fans haben jahrelang darauf gewartet und nun ist es endlich soweit: Der Paladin kehrt als spielbare Klasse zurück und füllt die Lücke des heiligen Schwert-und-Schild-Kämpfers, die seit dem Launch von Diablo 4 klaffte. Das Besondere: Wer Lord of Hatred digital vorbestellt, bekommt sofort Zugang zum Paladin, ohne auf den 28. April warten zu müssen.
Screenshot aus Diablo 4: Lord of Hatred zeigt den Paladin

Der Paladin in Diablo 4

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Im Gegensatz zum Kreuzritter aus Diablo 3 lehnt sich der Diablo-4-Paladin stärker an sein Vorbild aus Diablo 2 an. Er kombiniert wuchtige Nahkampfangriffe mit heiliger Magie und Support-Auren. Lore-seitig sind Paladine ehemalige Verstoßene und Sünder, die durch die Wächter des Lichts neu geboren wurden.
Die zentrale Klassenmechanik des Paladins ist das Eid-System: Ähnlich wie die Geistersegen des Druiden oder das Buch der Toten des Totenbeschwörers ermöglicht dieses System eine fundamentale Spezialisierung. Ihr schwört einen heiligen Eid, der euren Spielstil grundlegend verändert und besondere Talente freischaltet. Es gibt vier Spezialisierungswege:
  1. Der Gebieter: Kanalisiert reinste Lichtenergie und erhebt sich in engelsgleicher Gestalt, um mit göttlicher Geschwindigkeit durch Dämonenreihen zu schneiden.
  2. Der Fanatiker: Stürmt mit Inbrunst und Überzeugung als Waffe und Rüstung kopfüber in die Schlacht. Jeder Schlag brennt greller als der vorige.
  3. Der Richter: Lässt himmlische Bestrafung auf Feinde herabregnen und entfesselt heilige Bombardements, die sich kettenartig durch Gegner arbeiten.
  4. Der Moloch: Wird zur Verkörperung des heiligen Widerstands: Verteidigung verwandelt sich in göttliche Offensive, jeder absorbierte Treffer treibt noch verheerendere Rache an.
Der Hexenmeister in Diablo 4
Heavy-Metal-Fans aufgepasst: Pommesgabel in die Luft, denn diese Klasse ist für euch! Die zweite neue Klasse, der Hexenmeister, wird zum offiziellen Launch am 28. April 2026 verfügbar sein. Ketten, Höllenfeuer und rohe, destruktive Magie prägen seinen Look und seinen Spielstil.
Der Hexenmeister in Diablo 4: Lord of Hatred

Der Hexenmeister in Diablo 4

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Hexenmeister sind Meister verbotenen Wissens, die Dämonen und die Mächte der Hölle ihrem stählernen Willen unterwerfen. Die zentrale Klassenmechanik dreht sich um Binden & Konsumieren:
  • Binden: Ihr beschwört Dämonen wie Ziegenmenschen, Tainted oder Defiler, die an eurer Seite kämpfen.
  • Konsumieren: Ihr könnt diese Dämonen anschließend "fressen" und ihre Essenz absorbieren. Das gewährt temporäre, massive Buffs wie erhöhte Angriffsgeschwindigkeit, neue Skills oder kraftvolle Auren.
Spielerisch hebt sich der Hexenmeister stark vom bekannten Totenbeschwörer ab: Während der Totenbeschwörer eine Armee willensloser Skelette und Golems befehligt, ist der Hexenmeister ein Einzelkämpfer, der gezielt dämonische Kräfte bindet und deren Essenz raubt. Auch er hat vier Spezialisierungsrichtungen:
  1. Legion: Überwältigt das Schlachtfeld mit endlosen Schwärmen beschworer Höllenbruten.
  2. Vorhut: Verwandelt sich in eine riesige Monstrosität und führt als lebendige Speerspitze die Front an.
  3. Drahtzieher: Kontrolliert Dämonen und Gegner aus den Schatten heraus mit Angst, Unterdrückung und berechnender Grausamkeit.
  4. Ritualist: Webt Ruin mit verbotenen Riten und zerstörerischen Ritualen, die höllische Energien zu katastrophalen Zaubern verdichten.
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Gameplay-Systeme: Was ändert sich grundlegend?

Diablo 4: Lord of Hatred ist keine reine Story-Erweiterung. Blizzard dreht an vielen Stellschrauben des Kernspiels und einige davon gelten für alle Spieler, nicht nur für Käufer der Erweiterung.
Überarbeiteter Fertigkeitsbaum für alle Klassen
Diablo 4: Lord of Hatred Silltree

Diablo 4: Lord of Hatred Silltree

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Alle acht Klassen erhalten massive Überarbeitungen an ihren Fertigkeitsbäumen. Blizzard verspricht unter anderem neue Fertigkeitsvarianten und erhöhte Stufengrenzen. Ein Beispiel: Eine Feuer-Hydra kann nun zu einer Frost-Hydra transformiert werden. Klassen-Builds erhalten dadurch eine völlig neue Dimension. Besitzer der Erweiterung erhalten exklusiven Zugang zu 20 besonders transformativen Skill-Varianten.
Der Würfel der Horadrim ist zurück
Das legendärste Crafting-Tool der Diablo-Geschichte feiert sein Comeback. Der Würfel der Horadrim übernimmt in Lord of Hatred eine zentrale Rolle im Item-Management und bietet mehrere Funktionen:
  • Zufälliges Neuauswürfeln von Affixen (ähnlich dem Chaos Orb in Path of Exile)
  • Aufwerten von gewöhnlichen Items zu Uniques
  • Gezieltes Entfernen von unerwünschten Affixen
Der Lieblingswürfel der Diablo-Fans kehrt endlich zurück

Der Lieblingswürfel der Diablo-Fans kehrt endlich zurück

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Das wertet selbst schlechte Drops massiv auf, da sie als Basismaterial dienen können. Die Abhängigkeit von reinem RNG beim Finden von perfekten Items wird dadurch spürbar reduziert.
Talisman & Sets – das clevere Neue Set-System
Das neue Talisman-System

Das neue Talisman-System

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Blizzard löst das klassische Set-Problem mit einem eleganten neuen Ansatz. In Diablo 3 belegten Sets bis zu sechs Ausrüstungsslots, was die Nutzung von Uniques quasi ausschloss. Die Lösung in Lord of Hatred: Der Talisman. Ein eigenes UI-Element, ähnlich einem separaten Inventar. In diesen Talisman steckt ihr Charms (Zauber). Legt ihr mehrere Charms desselben Sets ein, aktivieren sich die Set-Boni – eure Rüstungsslots bleiben dabei vollständig frei für Uniques und Legendaries. Das Beste aus beiden Welten, endlich vereint.
War Plans – Endgame selbst strukturieren
Das Endgame bekommt mit den War Plans eine grundlegende neue Struktur. Statt zufällig Aktivitäten abzuarbeiten, könnt ihr am Kriegstisch eine eigene Playlist aus bis zu fünf Endgame-Aktivitäten zusammenstellen. Zum Beispiel Albtraumdungeons, Höllenfluten oder andere Herausforderungen. Zusätzlich lassen sich Modifikatoren hinzufügen. Etwa die Garantie, dass der Butcher spawnt. Je anspruchsvoller der War Plan, desto besser die Belohnungen.
Echo des Hasses – der ultimative Build-Test
Für alle, die wissen wollen, wie weit ihr Build wirklich trägt: Echoing Hatred ist ein Horde-Modus mit unendlichen, immer stärker werdenden Dämonenwellen. Die Intensität steigt mit jeder Runde, mehrere Bosse können gleichzeitig spawnen. Betreten könnt ihr den Modus mit dem seltenen Item "Trace of Echoes". Und: Je länger ihr überlebt, desto besser der Loot. Dieser Modus dürfte schnell zum neuen Maßstab für Leaderboards und Build-Optimierungen werden.
Beutefilter & Angeln
Zwei lang ersehnte Features finden endlich ihren Weg ins Spiel. Der integrierte Beutefilter erlaubt es, bestimmte Item-Typen automatisch auszublenden. Zum Beispiel alles unter Item-Level 800. Wer hingegen einfach mal eine Pause vom Dämonenmetzeln braucht: In den Gewässern Sanktuarios kann künftig geangelt werden.
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Diablo 4: Lord of Hatred - Fazit

Diablo 4: Lord of Hatred ist mehr als ein weiteres Content-Paket. Mit dem Paladin kehrt eine der ikonischsten Diablo-Klassen zurück, der Hexenmeister bringt einen völlig neuen Spielstil mit einem einzigartigen Dämonenbinde-System. Skovos verspricht eine optisch abwechslungsreiche neue Welt mit eigenem Lore-Gewicht. Und Systeme wie der Horadrimwürfel, das Talisman-System oder die War Plans greifen tief in die DNA des Endgames ein.
Der 28. April 2026 dürfte Diablo 4 mit dem Release des Add-Ons also neues Leben einhauchen.