Keyart zu Minecraft Dungeons 2
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Minecraft Dungeons 2 ist der Koop-Spaß für den Herbst

Minecraft Dungeons 2 bringt Springen, neue Dimension und tiefere Builds. Wir fassen zusammen, was der Dungeon-Crawler kann und wo es noch hakt.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
5 min readPublished on

Über den Autor

Eine familienfreundlich(er)e Alternative zu Diablo und Co mit mächtig Tiefgang: Minecraft Dungeons 2 ist endlich da und macht vieles besser als der Vorgänger. Du kannst endlich springen, baust deinen Charakter deutlich freier auf und erkundest eine zusammenhängende Welt. Vor allem im Couch-Koop ein großer Spaß, wenn auch nicht frei von Fehlern.
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The Sift: Neue Dimension, neue Story

Die Story startet mit einem Knall: Illager öffnen ein Portal in The Sift, eine neue Dimension im Minecraft-Universum. Und sie sieht anders aus als alles, was du aus Nether oder End kennst. Perlmuttfarbene Seen, eine Palette aus Blau, Rosa und Lila, Kreaturen, die dich fast freundlich begrüßen. The Sift wirkt friedlich, obwohl die Bedrohung längst da ist.
Screenshot aus Minecraft Dungeons 2

Die Spiewlelt ist selbst für Minecraft-Verhältnisse enorm farbenfroh

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Der Clou: The Sift kommt 2027 auch ins normale Minecraft (Java und Bedrock). Dungeons 2 fühlt sich dadurch nicht mehr wie ein Ableger an, sondern wie ein früher Blick auf ein Stück Hauptspiel. Das Abenteuer ist enger mit Minecraft verbunden als der erste Teil.

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Die Geschichte bleibt bewusst simpel: Du hilfst Dorfbewohnern, die in Ruhe leben wollen, und stoppst die Bösewichte, die genau das verhindern. Tief ist das nicht, aber du hast ein klares Ziel und die Dorfbewohner sind mehr als Statisten. Damit ist die Handlung eine spürbare Verbesserung gegenüber Teil 1.
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Minecraft Dungeons 2 Gameplay: Mehr Tiefgang

Wenn du Teil 1 kennst, fühlst du dich sofort zu Hause. Kampf und Steuerung sind vertraut, aber eine Neuerung verändert enorm viel: Du kannst springen. Das öffnet Plattformen mit versteckten Truhen, Abkürzungen über Abgründe und Sprungangriffe, die mehrere Gegner gleichzeitig treffen. Manche Modifikatoren machen daraus Spezialattacken, etwa mit Feuer. Auch Projektile in Bosskämpfen lassen sich überspringen, wenn du magst. Die Action bleibt dabei flotter, auch wenn man keine Lust auf die Story hat.
Besonders gut: Alle Waffen fühlen sich enorm unterschiedlich an. Dolche stechen schnell zu, ein Großschwert trifft langsam, aber wuchtig. Fernkampfwaffen unterscheiden sich in Tempo und Durchschlagskraft. Ein Blick auf den höheren Wert reicht also nicht, ausprobieren lohnt sich.
Screenshot aus Minecraft Dungeons 2 zeigt einen Kampf

Minecraft Dungeons 2 erlaubt unterschiedliche Spielstile

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Gegner setzen auf Feuer und Blitze, dazu kommen Elitegegner und Bosse. Besonders Magier bringen dich schnell in Bedrängnis. Zauber laden sich nur durch Angriffe auf, dadurch bleibt der Bildschirm meist übersichtlich und du kämpfst weiter mit Nahkampf, Bogen und Ausweichen. Im späteren Verlauf wird der Kampf allerdings eher zum Balanceakt zwischen Überleben und Magie.
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Builds und Loot

Hier liegt die größte Stärke von Minecraft Dungeons II. Statt eines einzelnen Rüstungsteils trägst du jetzt Helm, Brustplatte, Hose und Schuhe. Dazu kommen Artefakte, Talismane und Verzauberungen. Talismane (bis zu drei gleichzeitig) geben passive Boni, manche rufen sogar Verbündete zur Hilfe.
Screenshot aus Minecraft Dungeons 2

Bei den Builds bietet Minecraft Dungeons 2 viele Optionen

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Verzauberungsbücher findest du in Dungeons und wendest sie beim Zauberschmied an. Der Heilzerschmetterer lässt nach einem Sieg einen Regenerationsbrunnen entstehen, Enderminen streuen Sprengminen, Abprallen schickt Geschosse auf weitere Ziele. Das sorgt für spielerische Abwechslung und einen enormen Tiefgang, der sich auch hinter anderen Dungeoncrawlern nicht verstecken muss. Kombinierst du das mit Waffen, die eigene Eigenschaften mitbringen, entstehen Blitz-, Gift- oder Seelen-Builds, die sich komplett anders spielen.
Auch die Wirtschaft funktioniert im zweiten Teil besser. Beim Schmied wertest du Ausrüstung spürbar auf, beim Händler würfelst du neue Items aus. Verzaubern und Entzaubern geht inzwischen ohne Verlust. Der Nachteil: Es gibt so viel Beute, dass du oft im Menü hängst. Ein Schnellinventar hilft, ersetzt den Vollbildmodus aber nicht ganz.
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Enorm viel zu entdecken

Die Welt ist ebenfalls wesentlich größer und zusammenhängender als im Vorgänger. Unterschiedliche Biome, Nebenquests, Dungeons, Verliese und Risse geben dir ständig einen Grund für einen Umweg. Die Kampagne dauert je nach Spielweise etwa acht bis 16 Stunden, wenn du viel abseits der Hauptstory unterwegs bist.
Danach geht es weiter. Besiegte Bosse lassen sich am Bosstotem erneut herausfordern. Das Highlight im Endgame sind die Seelenstürme: Sie tauchen zeitlich begrenzt an zufälligen Orten auf, bringen stärkere Gegner und Sturmtürme mit und belohnen dich mit Loot, den es sonst nicht gibt. Generatoren, Totems und Gegnerwellen ziehen den Schwierigkeitsgrad kräftig an. Ob dein Build funktioniert, merkst du spätestens hier.
Dazu kommen die Gezeiten von The Sift. Je nach Phase regenerieren sich deine Seelen schneller oder mächtigere Gegner tauchen auf. Zwei DLCs sind bereits angekündigt. Für Nachschub ist damit also gesorgt.
Screenshot aus Minecraft Dungeons 2 zeigt den Koop-Modus.

Mitunter chaotisch, aber ein großer Koop-Spaß

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Ein besonderer Spaß ist Minecraft Dungeons II im Koop-Modus. Bis zu vier Spielerinnen und Spieler können zusammen loslegen. Egal ob lokal, online oder gemischt. Cross-Play ist ebenfalls an Bord. Wichtig: Charaktere, die du offline anlegst, kannst du nicht online nutzen und umgekehrt.
Auch bei großem Levelunterschied klappt das gemeinsame Spielen. Währung wird geteilt, Loot fällt pro Person, sodass niemand mit einem Item weit über seinem Level starten kann. Die Sturmtürme im Endgame lassen sich zwar solo knacken, sind zu mehreren aber deutlich angenehmer. Wer zusammen zockt, tauscht sich außerdem ständig über Gear und Builds aus, und genau das macht den Reiz aus.
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Technik hui, aber nicht frei von Bugs

Minecraft Dungeons 2 setzt auf die Unreal Engine 5, bleibt aber dem Klötzchen-Look treu. Die Engine zeigt svor allem bei Licht und Effekten ihre Stärken: Feuer, Blitze und Gegnerhorden sehen spektakulär aus. Das Geschehen ist übersichtlicher als im ersten Teil, auch wenn es mitten in einer Horde schnell hektisch wird. The Sift wirkt dabei farbenfroh und atmosphärisch.
Auf der Xbox Series X lief die Bildrate stabil, nur an den Sturmtürmen gab es vereinzelt kleine Ruckler. Abstürze gab es nicht. Frei von Bugs und Fehlern ist das Game derzeit allerdings leider noch nicht. Manchmal bleiben Statusanzeigen hängen oder ein "Teleporting"-Label klebt am Charakter und stört Sprünge und Bewegung. Schlüssel verschwinden, Figuren bleiben hängen oder du steckst in der Umgebung fest. Meist hilft ein Neustart. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler:innen hier schnell nachbessern.
Screenshot aus Minecraft Dungeons 2

Die Welt von Minecraft Dungeons 2 hat einiges zu bieten

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Minecraft Dungeons 2 erfindet das Genre nicht neu, verbessert aber genau die Stellen, an denen der Vorgänger schwächelte. Springen, freiere Builds, eine verbundene Welt und viel Endgame machen aus dem simplen Einstieg ein ausgewachsenes Action-Rollenspiel. Wenn Bugs und Balance per Patch nachgebessert werden, steht dem Spaß nichts mehr im Weg.
Besonders lohnt sich das Spiel für Koop-Runden auf der Couch oder online. Und weil es am Release-Tag im Xbox Game Pass landet, kostet dich der Einstieg dort keinen Cent extra.