James Harden setzt in NBA The Run zum Dunk an
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NBA The Run bringt das Streetball-Feeling zurück

Schnelle Streetball-Matches, krachende Dunks und ein fetter Soundtrack: NBA The Run ist Arcade-Basketball in Reinform. Nicht perfekt, aber ein großer Spaß für zwischendurch.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
5 min readPublished on

Über den Autor

NBA The Run will das sein, was NBA Street einmal war: schnell, stylisch, unverschämt gut. Das 3-gegen-3-Arcade-Basketball von Play by Play Studios trifft größtenteils die Vibes des Originals, wenn auch nicht alle Ideen sofort zünden.
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Was ist NBA The Run?

Seit EA Sports Big 2006 die Lichter ausgemacht hat, warten Basketballfans auf einen würdigen Nachfolger für NBA Street. Lang und schmerzhaft klafft die Lücke arcadelastiger Sportspiele, die Style und Spaß in den Fokus rücken. Mehr als zwei Jahrzehnte später hat Play by Play Studios den Mut, diesen Platz einzunehmen. NBA The Run erschien am 9. Juni 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Entwickelt von einem Team aus EA-Veteranen, angeführt von CEO Scott Probst und Creative Director Mike Young.
Screenshot aus NBA The Run zeigt LeBron James beim Dunk

Das Who-is-Who der NBA gibt sich die Ehre

© Play by Play Studios

Das Konzept ist denkbar simpel: 3 gegen 3, immer online, voller spektakulärer Dunks, cooler Tricks und einem handgezeichneten Stil, der sich deutlich von den poliert-sterilen NBA-Sims absetzt.

Das Original Red Bull

Red Bull Energy Drink

Red Bull Energy Drink
NBA The Run spielt sich genau so, wie du es dir vorstellst und dann noch ein bisschen besser. Das Gameplay ist schnell, flüssig und reaktionsschnell: Ein aggressiver Verteidiger läuft ins Leere, ein massiver Block landet sauber, ein Lob-Pass landet punktgenau für den Alley-Oop.
Rasante Streetball-Action, coole Moves und fette Dunks. Genau so, wie bei Red Bull Half Court. Unser Streetball-Turnier, das in diesem Jahr sein Finale in Manila auf den Philippinen zelebriert.

3 Min

Red Bull Half Court

Basketball-Profi Dušan Bulut stellt dir das Red Bull Half Court Format vor, einen Street-Basketball-Contest mit einem gewissen Twist.

Was das Spiel von reinen Arcade-Titeln abhebt, ist das taktische Fundament darunter. Jeder NBA-Star hat ein einzigartiges Kit, das sich im Spiel spürbar unterscheidet. Steph Curry kann den Dreier von überall verwandeln, aber seine Würfe lassen sich relativ leicht blocken. Victor Wembanyama gilt aktuell als stärkster Charakter im Spiel, verliert aber deutlich an Effektivität, wenn man ihn aus der Zone drängt.
Verteidigung macht dabei genauso viel Spaß wie Angriff. Monster-Blocks, spektakuläre Hechtsprünge nach losen Bällen, kompromisslose Steals – das Spiel belohnt beides gleichermaßen, was in Arcade-Basketball selten ist.
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Das Roster kann sich sehen lassen

NBA The Run kommt mit über 32 lizenzierten NBA-Stars und fünf fiktiven Streetball-Legenden, die man durch Spielen freischaltet. Zusätzlich gibt es fünf Rookie-Varianten bekannter Stars. Versionen aus frühen Karrierephasen mit anderen Fähigkeitswerten.
Screenshot aus NBA The Run

Das Roster umfasst 32 bekannte NBA-Stars

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Mit dabei sind unter anderem Kevin Durant, LaMello Ball, James Harden oder LeBron James. Die großen Namen sind am Start und genau diese Feinheiten machen die Teamauswahl zu einem eigenen Strategiespiel.
Weitere Spieler sollen in der Saison 2026/27 folgen. Wer früh einsteigt, wächst mit dem Roster mit.
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Modi: Knockout Squads und Knockout Solos

Das Herzstück von NBA The Run sind die Knockout-Turniere. Du hast zwei Optionen:
Knockout Squads ist der klassische Modus. Du bildest ein Team mit zwei weiteren Spielern und ihr kämpft euch gemeinsam durch das Turnier. Verliert ihr, ist der Run vorbei.
Screenshot aus NBA The Run

Der Artstyle passt perfekt zum Gameplay

© Play by Play Studios

Knockout Solos hingegen gibt dir die volle Kontrolle: Du wählst ein Dreier-Team selbst aus und steuerst alle drei Spieler allein. Wer solo dominieren will, bekommt hier seine Herausforderung. Aber: Eben immer online und immer im Multiplayer.
Ein Solo-Modus gegen KI-Gegner existiert, ist aber im Friend-Match-Bereich versteckt. Er ist primär für Gruppen gedacht, die gemeinsam gegen Bots antreten wollen. Als eigenständiger Trainings- oder Offline-Modus taugt er nicht, weil man ohne Gegner keine echten Taktiken einüben kann. Ein Tutorial gibt es ebenfalls nicht.
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Die Run-Mechanik

Die Run-Mechanik ist es, die NBA The Run von anderen Streetball-Games abhebt. Zu Beginn jedes Matches werden die Regeln zufällig festgelegt. Das verändert die Taktik grundlegend.
Im Modus Triple Threat sind Dreier drei Punkte wert, alle anderen Würfe nur einen. Im Dunkfest sind es Dunks, die zählen. Die Konsequenz: Deine Teamaufstellung muss zum aktuellen Regelwerk passen oder du verlierst, egal wie gut du einzelne Spieler beherrschst.
Das schafft einen starken „One More Game"-Effekt, weil kein Match wie das nächste ist. Online mit zufälligen Mitspieler:innen kann das zur Belastungsprobe werden. Wenn dein Teammate einfach stumpf dunked, obwohl Dreier gefragt sind. Mit Freund:innen, die die Regeln kennen und entsprechend reagieren, ist es das Beste am gesamten Spiel.
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NBA The Run ist immer online

NBA The Run wird ausnahmslos online gespielt. Kein Offline-Modus, keine Story, kein Create-a-Player, kein lokaler Multiplayer. Das ist aktuell die größte Schwäche des Spiels.
Couch-Multiplayer mag heute seltener sein als 2003. Aber für ein Arcade-Sportspiel, das explizit an das Erbe von NBA Street anknüpft, ist sein Fehlen eine echte Lücke. Wer mit Freund:innen auf dem Sofa zocken will, ist hier falsch. Seltsam zudem: Auch In-Game-Kommunikation ist nicht vorhanden. Absprachen mit Random-Teammates? Nicht möglich.
Screenshot aus NBA The Run

NBA The Run ist aktuell als reines Onlinespiel konzipiert

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Play by Play Studios hat angekündigt, das Spiel fortlaufend zu aktualisieren, bleibt zu hoffen, dass das Entwicklerteam hier ansetzt. Ob die wichtigsten Features nachgeliefert werden, bleibt abzuwarten.
Immerhin: Die Progression ist fair. Kein Pay-to-Win, keine aggressiven Mikrotransaktionen. Kosmetische Items wie alternative Trikots, Dunks, Taunts und Badges kaufst du mit der In-Game-Währung CRED, die du durch Spielen verdienst. Einen Shop gibt es, aber das Grundspiel lässt sich vollständig ohne Zusatzausgaben erleben.
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NBA The Run fängt die Streetball-Vibes perfekt ein

NBA The Run ist noch nicht das perfekte Streetball-Spiel, aber es ist der überzeugendste Schritt in diese Richtung seit über 20 Jahren. Gameplay, Netcode, Artstyle und Monetarisierung stimmen. Das Fundament ist stark.
Vor allem die Grafik gefällt: Alles ist handgezeichnet und stilisiert. Du spielst auf lebendigen, ikonischen Streetballplätzen aus aller Welt. Von Venice Beach bis zum Tenement auf den Philippinen, alle mit ihrem eigenen Look und eigener Atrmosphäre.
Als Moderator durch das Erlebnis führt DJ-Legende Bobbito Garcia. Sein Kommentar gibt dem Spiel eine Authentizität, die einfach sitzt. Zusammen mit dem handgefertigten Art Direction entsteht ein Gesamtbild, das deutlich macht: Hier steckt echte Liebe zum Sport drin.
Was fehlt, ist real: kein Offline-Modus, kein lokaler Multiplayer, kein Tutorial, kein Ranglistenmodus. Wer ausschließlich online mit Freunden spielt, wird hier sehr gut unterhalten. Wer mehr Abwechslung oder Solo-Substanz sucht, stößt schnell an Grenzen.

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