Radsport
Red Bull – BORA – hansgrohe: Dank Fußball zur Höchstleistung
Zak Dempster, Teamchef von Red Bull – BORA – hansgrohe, erklärt, wie vom Fußball inspirierte Details eine Teamkultur geschaffen haben, die Fahrern hilft, ihr Bestes abzurufen.
Red Bull - BORA - hansgrohe hat gerade den besten Start bei den Klassikern seit der Ära von Peter Sagan hingelegt, und das Geheimnis dahinter liegt nicht nur in den Beinen, sondern auch in der Umkleidekabine.
Nach einem dominanten Auftaktwochenende, an dem das Team mehr UCI-Punkte als jede andere Mannschaft holte, verriet Dempster in einem Interview, dass ein vom Profifußball inspirierter Kulturwandel aus einer Gruppe von "Einzelfahrern" eine echte taktische Einheit gemacht hat.
Die Kraft der Zusammengehörigkeit
Tim van Dijke belegte Platz drei beim Omloop Het Nieuwsblad.
© Twila Federica Muzzi/Red Bull Content Pool
Der Wandel begann mit der Ankunft von zwei neuen Sportdirektoren, Sven Vanthourenhout und Shane Archbold, die sich mehr auf gemeinsame Teamräume konzentriert haben, anstatt dass jeder etwas alleine macht. Dempster verwies auf "kleine Veränderungen, die vom Fußball inspiriert sind", wie zum Beispiel die Einrichtung eines gemeinsamen Physio-Raums.
"Die Athleten erholen sich gemeinsam, schauen sich die Wiederholungen der Rennen an, lachen und hängen zusammen ab", erklärt Dempster. "Das schafft eine andere Atmosphäre als im letzten Jahr. Es stärkt die Zusammengehörigkeit. Dieses Umfeld ist sehr wichtig."
Eine veränderte Denkweise
Die Ergebnisse des Teams, darunter Tim van Dijkes Podiumsplatz beim Omloop Het Nieuwsblad und Jordi Meeus' Sieg in Le Samyn, können laut Dempster als direkte Ergebnisse eines neuen Mentalitätswandels innerhalb des Teams angesehen werden.
Er sagt, dass die Klassiker sowohl technisch als auch mental besonders hart sind, weshalb die Teamchemie etwas ist, das man unbedingt braucht und nicht nur ein nettes Extra. "Die größte Veränderung ist die Mentalität", sagt er. "Als Teil eines soliden Teams bist du stärker als allein."
Die Ära der "gleichen Trikots" ist vorbei
Alle Fahrer profitieren von der neuen "Locker Room"-Kultur des Teams.
© Maximilian Fries/Red Bull Content Pool
Dempster zufolge bedeutet die Umstellung auch eine klare Abkehr vom Jahr 2025. Unter Bezugnahme auf eine Einschätzung des Fahrers Laurence Pithie gab er zu, dass das Team früher eher wie "eine Gruppe von Jungs im gleichen Trikot, die das gleiche Rennen fahren", gearbeitet hat.
Durch den Aufbau dieser neuen Kultur – in der Fahrer Rennen gemeinsam analysieren und auch abseits des Wettkampfs Zeit miteinander verbringen – versucht Red Bull – BORA – hansgrohe, individuellen Ehrgeiz in kollektive Stärke zu verwandeln. Aktuell sind sie das Team, das es zu schlagen gilt, wenn das Peloton über die weißen Straßen der Toskana und das harte Kopfsteinpflaster von Flandern und Roubaix rollt.