Keyart zu Assassin's Creed Black Flag Resynced
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Assassin's Creed Black Flag Resynced im Test

Assassin's Creed Black Flag Resynced ist das Remake, das sich Fans der Reihe nicht entgehen lassen sollten. Unser Test verrät, was die Neuauflage auf dem Kasten hat.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
8 min readPublished on

Über den Autor

Assassin's Creed Black Flag Resynced bringt das legendäre Abenteuer um Pirat Edward Kenway nach 13 Jahren auf den Bildschirm zurück. Wir haben die Neuauflage ausgiebig gespielt und verraten, was Ubisoft beim wohl beliebtesten AC-Teil aller Zeiten verändert hat und was dich erwartet.
Assassin's Creed Cartoon Charakter mit Dose

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Darum geht's in Black Flag Resynced

Edward Kenway war nie ein klassischer Assassine wie Ezio oder Altair. Genau das macht ihn bis heute zur wohl sympathischsten Figur der ganzen Assassin's-Creed-Reihe. 2013 schickte dich Assassin's Creed IV: Black Flag als geldgieriger Pirat auf die Suche nach der sagenumwobenen Observatory. Irgendwo zwischen Kanonendonner, Shanty-Gesängen und Palmen. Jetzt bekommt genau dieses Abenteuer ein komplettes Remake: Assassin's Creed Black Flag Resynced erstrahlt dank der Grafikengine von Assassin's Creed Shadows in neuem Glanz. Komplett neu gebaut, ohne eine einzige Zeile Code aus dem Original.
Artwork aus Assassin's Creed Black Flag Resynced zeigt Edward Kenway und andere Charaktere.

Assassin's Creed Black Flag Resynced ist ein Fest für Piraten-Fans

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Die Geschichte spielt im Jahr 1715, mitten im Goldenen Zeitalter der Piraterie, als die Karibik ein rechtsfreier Raum war. Du übernimmst die Rolle von Edward Kenway, einem walisischen Freibeuter, der eigentlich nur ein Leben aus "Sonne, Rum und Müßiggang" führen will, wie er es selbst formuliert. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle schnappt sich Edward zu Beginn des Spiels die Identität eines Assassinen und schleicht sich damit unwissentlich mitten in den jahrhundertealten Konflikt zwischen Assassinen und Templern ein. Was als simpler Raubzug beginnt, entwickelt sich zur Jagd nach der Observatory. Einer sagenumwobenen Stätte der sogenannten Ersten Zivilisation. Templer, Assassinen und raffgierige Piraten wie Edward selbst liefern sich einen Wettlauf um diesen Fund, während du gleichzeitig als Kapitän der Jackdaw dein eigenes Piratenimperium aufbaust, Handelsschiffe kaperst und dir einen Namen in der gesamten Karibik machst.
Anders als in vielen jüngeren Serienteilen bleibt der Fokus dabei fast durchgehend auf Edwards persönlicher Reise. Edward muss schnell erkennen, welchen Preis Gier, Verrat und die Nähe zu historischen Piratenlegenden wie Blackbeard, Calico Jack oder Mary Read tatsächlich haben. Genau dieser Charakterbogen, garniert mit waschechten Shanties, Rum-Schmuggel und offener See, hat Black Flag 2013 zu einem der beliebtesten Teile der Reihe gemacht. Genau diesen Kern will Resynced bewahren, während drumherum praktisch alles technisch runderneuert wurde.
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Frischzellenkur für Piraten

Vergiss alles, was du über die behäbigen Konter-Ketten des Originals weißt. Resynced überarbeitet das Kampfsystem vollständig und spielt sich deutlich schneller und direkter. Mit spürbar mehr Fokus auf Parieren, Ausweichen und cleveres Timing statt stumpfem Button-Mashing. Ubisoft hat das Gameplay des Piratenabenteuers spürbar modernisiert und das ist eine gute Nachricht. Neue Gegnertypen kontern bestimmte Angriffe gezielt und teilen dafür ordentlich aus, wodurch sich jeder Kampf etwas taktischer anfühlt als früher. Das komplette Kampf-Toolkit inklusive Spartaner-Tritt und Wurfmesser stehen dir im Remake nun schon deutlich früher zur Verfügung als im Original, wo beides erst im späten Spielverlauf freigeschaltet wurde.
Screenshot aus Assassin's Creed Black Flag Resynced zeigt Edward Kenway im Kampf

Die Kämpfe in Assassin's Creed Black Flag Resynced spielen sich moderner

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Wer stur immer dieselbe Angriffsfolge spammt, wird zudem bestraft: Gegner agieren nun deutlich smarter und passen ihre Verteidigung an dein Verhalten an, wechseln also aktiv ihre Muster, wenn du zu vorhersehbar spielst. Die gegnerische KI lernt aktiv aus deinem Spielstil, wodurch du gezwungen bist, dein Kampf-Repertoire zu perfektionieren, statt dich auf eine Standard-Combo zu verlassen. Für Seeschlachten bekommt die Jackdaw außerdem mehrere alternative Feuermodi für ihr Waffenarsenal, mit denen du je nach Gegnertyp und Situation taktisch reagieren kannst.

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Assassin's Creed Black Flag Resynced eröffnet spielerisch viele neue Möglichkeiten, wird allerdings kein Action-Rollenspiel, wie es bei den letzten Ablegern der Fall war. Es gibt keine Skilltrees, keine ausufernden Zahlenkolonnen über deinem Kopf. Deine Waffenwahl bestimmt deinen Spielstil, nicht ein Talentbaum. Game Director Richard Knight bringt es auf den Punkt: Edward bleibt ein Action-Held, der zufällig auch Pirat und Assassine ist und genau dieser Spirit soll erhalten bleiben, statt ihn in Richtung der RPG-lastigen jüngeren Serienteile zu drücken.
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Das vielleicht schönste Open-World-Game aller Zeiten

Screenshot aus Assassin's Creed Black Flag Resynced.

Resynced zaubert eine malerische Kulisse auf den Bildschirm

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Die Assassin's Creed-Reihe gilt als Paradebeispiel für offene Spielwelten und fängt das Open-World-Gameplay gekonnt ein. Aus technischer Sicht zeigt sich das Remake spürbar verbessert. Dank der Anvil-Engine hat Ubisoft hier eines der schönsten Open-World-Spiele aller Zeiten geschaffen.
Der grafische Sprung ist das Erste, was dir auffällt. Resynced nutzt Micropolygon-Technologie, die für gestochen scharfe Details sorgt, egal wie weit entfernt ein Objekt ist und verzichtet dabei auf das Mip-Mapping älterer Titel. Physikalisch basiertes Rendering lässt Materialien wie Holz, Stoff oder Wasser realistischer auf Licht reagieren, dazu kommt Raytracing für die Beleuchtung. Segel flattern im Wind, Blätter und Gras reagieren auf Böen, sogar Wirbelstürme können Teile deines Schiffsrumpfs beschädigen. Besonders die Unterwasser-Abschnitte stechen dabei heraus: Die Karibik unter der Wasseroberfläche wirkt in Bewegung geradezu atemberaubend, ein direkter Verdienst der geteilten Technologie-Basis mit Assassin's Creed Shadows, aus dem auch HUD, Menüs und das insgesamt flüssigere Bewegungsgefühl von Kenway übernommen wurden.
Ladebildschirme beim Anlaufen von Städten gehören zudem endlich der Vergangenheit an. Du segelst nahtlos vom offenen Meer direkt in die großen Häfen der Karibik. Auch das Wettersystem wurde deutlich ausgebaut: Neben klassischen Stürmen gibt es jetzt auch Wasserhosen und Blitzeinschläge, die auf hoher See sogar Schaden anrichten können. Die Spielwelt reagiert insgesamt dynamischer auf Wetterumschwünge, was sich direkt auf Seeschlachten und Erkundung auswirkt.
Screenshot aus Assassin's Creed Black Flag Resynced zeigt Edward beim Tauchen.

Taucher:innen erkunden nun auch die Karibik unter der Wasseroberfläche.

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Bei einem Punkt hat Ubisoft bewusst kaum etwas verändert: der Seeschlacht. Und das ist gut so. Black Flag hat 2013 den Maßstab für Marine-Kämpfe in Videospielen gesetzt, an dem sich bis heute kaum ein Konkurrent messen kann. Die Jackdaw fühlt sich wendig statt behäbig an, während du zwischen Kanonen und Mörsern wechselst und deine Crew im Hintergrund Shanties schmettert. Neu ist zudem die Freiheit beim Tauchen: Anders als im Original kannst du jetzt praktisch überall unter Wasser abtauchen, statt nur an fest markierten Stellen.
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Parkour, Stealth und die Sache mit dem Game Over

Das größte Ärgernis am Original waren die berüchtigten Verfolgungs- und Lauschmissionen, bei denen ein einziger Fehler sofort zum Game Over führte. Damit ist in Assassin's Creed Black Flag Resynced jetzt Schluss. Wirst du entdeckt, ziehen deine Ziele einfach die Waffen und du bekommst die Chance, die Situation im Kampf zu retten, statt frustriert neu zu laden.
Screenshot aus Assassin's Creed Black Flag Resynced zeigt Edward auf der Flucht.

Resynced bietet das beste Parkours-Gameplay der Reihe.

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Auch beim Schleichen hat Ubisoft spürbar nachgebessert. Du kannst dich jetzt jederzeit per Knopfdruck ducken, statt dich wie 2013 auf hüfthohe Büsche zu verlassen. Der Wurfpfeil, ein zentrales Schleichwerkzeug, steht dir schon in Sequenz 3 zur Verfügung statt wie im Original erst in Sequenz 11, wodurch sich deutlich mehr Missionen von Anfang an lautlos angehen lassen. Beim Parkour hat sich das Team an neueren Serienteilen orientiert und liefert eine spürbar präzisere Steuerung sowie mehr Tempo, wenn du über die Dächer von Havanna oder durch den Dschungel kletterst.
Das Ergebnis ist sofort spürbar: Black Flag Resynced bietet das bislang geschmeidigste Parkour-Erlebnis der gesamten Serie. Dank eigener Tasten für Ducken und Springen landet Edward zuverlässiger genau dort, wohin du ihn steuerst. Praktisch für alle, die während einer Lauschmission versehentlich die falsche Taste erwischen und mitten im Versteck auftauchen: Das großzügige, modernisierte Autosave-System fängt solche Patzer zuverlässig ab, sodass ein einziger Fehlgriff nicht gleich die ganze Mission kostet. Die Kanten des nunmehr 13 Jahre alten Originals hat das Entwicklerteam als abgeschliffen und so die Spielerfahrung merklich verbessert.
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Neue Story-Elemente für Fans der Reihe

Doch nicht nur spielerisch und technisch legt das Remake des Open-World-Klassikers deutlich zu. Auch bei der Story spendiert Ubisoft der Neuauflage einige frische Handlungsstränge. Edward Kenway kehrt zurück und mit ihm sein ursprünglicher Sprecher Matt Ryan, bekannt aus Constantine und Legends of Tomorrow. Blackbeard und Stede Bonnet freuen sich beispielsweise über eine tiefere Charakterentwicklung. Auch Edwards in England zurückgelassene Frau Caroline spielt eine größere Rolle als noch im Original. Insgesamt liefert Resynced rund sechs Stunden komplett neues Story-Material.
Screenshot aus Assassin's Creed Black Flag Resynced zeigt Havanna.

Havanna bleibt die größte Stadt in Ubisofts Piratenabenteuer.

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Im Endgame erwartet dich das neue Kapitel "A World Without Gold" mit acht zusätzlichen Missionen rund um Blackbeard, dazu eine neue Schatzsuche in Sequenz 8 und eine erweiterte Questreihe für Stede Bonnet. Für deine Crew stehen drei neue Offiziere bereit: Lucy Baldwin, der "Padre" und Dead Man Smith, jeder mit eigener Questreihe und eigenen Schiffs-Upgrades.
Insbesondere Lucys Handlungsstrang weiß dabei zu gefallen. Ihre Questreihe wirkt spürbar charaktergetrieben und tiefer angelegt als reine Nebenaufgaben, während auch die neuen Blackbeard-Quests für Begeisterung sorgen. Und das nicht nur bei Kenner:innen der Vorlage. Die Gegenwarts-Handlung im Animus wurde ebenfalls komplett überarbeitet: Statt der Büro-Erkundung bei Abstergo Entertainment aus dem Original gibt es jetzt sogenannte "Rifts". Optionale "Was wäre wenn"-Abschnitte, die tiefer in Edwards innere Konflikte eintauchen. Kleines, aber charmantes Detail am Rande: Du kannst dir jetzt eine Schiffskatze oder einen Affen als Maskottchen an Bord holen und beim Shanty-Rad wählst du gezielt aus, welches der 35 Original-Lieder plus zehn neuer Shanties deine Crew singt.
Seeschlachten werden ein wichtiger Bestandteil von „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ sein.

Mach dich bereit für eine Schlacht auf offener See

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Wichtig zu wissen: Nicht alles aus dem Original hat es ins Remake geschafft. Der Multiplayer-Modus ist komplett gestrichen, ebenso die beliebte Story-Erweiterung "Freedom Cry" rund um Adéwalé. Ubisoft begründet das mit dem klaren Fokus auf Edwards Solo-Abenteuer: Jedes Feature, das diesen Fokus aufweicht, musste über die Planke. Für Fans, die stundenlang Multiplayer-Runden auf hoher See gefeiert haben, ist das ein spürbarer Verlust, auch wenn er dem restlichen Paket zugutekommt.
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Assassin's Creed Black Flag Resynced ist ein starkes Remake

Assassin's Creed Black Flag Resynced fängt die Stärken des Originals gekonnt ein und bringt dabei genau die Verbesserungen und frischen Ideen mit, mit denen sich das Piratenabenteuer moderner und vollständiger anfühlt.
Besonders technisch legt die Neuauflage spürbar zu. Die Wellen waren nie so glasklar, Edward ist nie so geschmeidig von der Klippe gesprungen. Ubisoft hat hier keinen radikalen Umbau abgeliefert, sondern eine Restaurierung mit chirurgischer Präzision: nervige Ecken abgeschliffen, Kampf und Stealth spürbar moderner inszeniert und dabei aber den treibenden, actionlastigen Charakter des Originals bewahrt.