Munster Grégoire in seinem Boliden bei der Rallye Monte-Carlo 2024
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WRC

Alles, was du zur WRC 2025 wissen musst

Der Elite-Motorsport steht niemals still. Die World Rallye Championship läutet eine neue Ära ein. Wir liefern dir alles, was du über die WRC 2025 wissen musst.
Autor: Paul Keith / Phil Briel
14 min readUpdated on
Thierry Neuville und Martijn Wydaeghe vor ihrem Boliden, der sie zum Sieg des WM-Titels der WRC 2024 geführt hat.

Thierry Neuville ist Weltmeister der WRC 2024

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Was ist neu in der Fahrer-Weltmeisterschaft?

Die Fahrer und Boliden der WRC-Saison 2025 während der World Rally Championship Monte-Carlo in Monaco, 19. Januar 2025.

Die WRC-Teams und -Fahrer sind bereit für die Saison 2025

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Es gibt einen neuen Weltmeister: Thierry Neuville! Der Belgier führte die Meisterschaft vom Auftaktrennen der Saison in Monte Carlo bis hin zum Titelgewinn beim Saisonfinale in Japan an. Die Führung in der Meisterschaft machte die Herausforderung für den fünfmaligen Vizemeister deutlich härter, da der Hyundai-Star bei jedem Rallye-Event als „Straßenfeger“ starten musste – eine besonders schwierige Aufgabe auf Schnee und Schotter.

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Es forderte jedes Quäntchen von Neuvilles Können, Professionalität und Erfahrung, um wichtige Punkte zu sammeln – darunter ein brillanter Sieg bei der Akropolis-Rallye. Letztendlich sicherte er sich den Titel, als sein Teamkollege Ott Tänak am letzten Morgen der Meisterschaft ausschied. „Ich bin sehr stolz und sehr glücklich. Das ist die Belohnung für Jahre des Kampfes und niemals Aufgebens“, sagte Neuville im Ziel.
Damit startet 2025 für den 36-Jährigen mit der Titelverteidigung – werfen wir einen Blick auf seine Konkurrenz …
Kalle Rovanperä (FIN) und Jonne Halttunen (FIN) vom Team Toyota Gazoo Racing bei ihrem Auftritt während der Rallye-Weltmeisterschaft Kenia in Naivasha, Kenia, am 25. Juni 2021.

Kalle Rovanpera bei der Safari-Rallye

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Kalle Rovenperä ist zurück

Der zweimalige Rallye-Weltmeister Kalle Revonperä kehrt für die WRC 2025 wieder auf die Piste zurück und das in Vollzeit, nachdem er im vergangenen Jahr nur gelegentlich teilnahm, um andere Projekte zu verfolgen, darunter Driftrennen und das Fahren eines Formel-1-Autos auf dem Red Bull Ring.
Selbst mit einem eingeschränkten Zeitplan gewann der jüngste WRC-Champion aller Zeiten die Safari-Rallye sowie die Rallyes in Polen, Lettland und Chile und erwies sich als unschlagbar auf Asphalt, Schotter und unbefestigten Strecken. Er wird der Mann sein, den es zu schlagen gilt, wenn er wieder für Toyota an den Start geht.
„Ich denke, meine Batterien sind wieder aufgeladen, ja“, sagte Rovanperä. „Ich bin wirklich begeistert, dass ich nächstes Jahr wieder die komplette WRC-Saison fahren werde. Dieses Jahr war für mich ziemlich anders, da ich einige verschiedene Autos gefahren bin und gleichzeitig trotzdem einige Rallyes gewonnen habe“, fügte er hinzu. „Es war ein schönes Jahr, aber es hat mir auch viel Motivation gegeben, zurückzukehren und um Meisterschaften zu kämpfen.“
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Die Fahrerpaarungen: Hyundai Shell Mobis World Rally Team

Thierry Neuville (BEL) und Martijn Wydaeghe (BEL) vom Team HYUNDAI SHELL MOBIS WORLD RALLY TEAM sind während der Rallye-Weltmeisterschaft Monte-Carlo in Gap, Frankreich am 24. Januar 2024 zu sehen

Thierry Neuville auf dem Weg an die Spitze bei der Rallye Monte Carlo 2024

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Hyundai kehrt mit einer starken und ausgewogenen Aufstellung zurück: Neuville – weithin als Asphalt-Spezialist bekannt, aber durchaus in der Lage, auf jedem Untergrund zu gewinnen – und der Weltmeister von 2019, Ott Tänak. Der Este ist besonders schnell auf Schotter, konnte jedoch 2024 beim Central European Rallye seinen ersten Sieg auf Asphalt seit mehr als zwei Jahren feiern.
Die Frage bei Hyundai ist, ob sie von einem dritten Vollzeitfahrer verstärkt werden oder weiterhin eine Auswahl an Teilzeitfahrern einsetzen. 2024 teilten sich Esapekka Lappi, Andreas Mikkelsen und Dani Sordo die Einsätze, und Teamchef Cyril Abiteboul lobte die „hervorragende Arbeit“, die sie leisteten – Lappi gewann die anspruchsvolle Rallye Schweden. Gerüchten im Servicepark zufolge soll Adrien Formaux jedoch zu Hyundai wechseln, während Oliver Solberg als Favorit für seinen Platz bei M-Sport gehandelt wird. Ali Türkkan wird derweil nach einem erfolgreichen Test im M-Sport Ford Puma Rally1 zwei Einsätze in einem Rally1-Fahrzeug erhalten.
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Fahrerpaarungen: Toyota Gazoo Racing World Rally Team

Kalle Rovanperä (FIN) vom Team TOYOTA GAZOO RACING WRT ist während der Rallye-Weltmeisterschaft in Portugal in Porto, Portugal am 9. Mai 2024 zu sehen Foto Information

Kalle Rovanperä: Der jüngste Weltmeister der WRC

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TOYOTA GAZOO RACING WRT während des Saisonauftakt zur WRC 2025 in Monaco.

Toyota ist bereit für die WRC 2025

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Rovanperä kehrt zurück, und auch Takamoto Katsuta wird weiterhin für das Team fahren, nachdem er seinen Vertrag am Ende der Rallye Japan verlängert hat. Der WRC2-Champion 2024, Sami Pajari, erhält außerdem einen Vollzeitvertrag in einem vierten GR Yaris Rally1. Zudem wird der achtmalige WRC-Champion Sébastien Ogier bei ausgewählten Rallyes in einem fünften Auto antreten.
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WRC-Legende Juha Kankkunen ist zurück

Jari-Matti Latvala, Kalle Rovanperä (FIN) vom Team TOYOTA GAZOO RACING WRT während der World Rally Championship Finland in Jyvasküla, Finnland am 31. Juli. 2024

Neue Herausforderungen: Jari-Matti Latvala und Kalle Rovanperä

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Hinter den Kulissen des Toyota-Teams wird Teamchef Jari-Matti Latvala an der Europameisterschaft für historische Rallyes 2025 (2025 European Historic Rally Championship) teilnehmen. Das bedeutet, dass der viermalige Champion Juha Kankkunen in den Servicepark zurückkehrt, um für seinen Landsmann einzuspringen.
Kankkunen ist kein Unbekannter, da er neun Jahre lang für Toyota gefahren ist und 1993 seinen vierten und letzten Weltmeistertitel in einem Celica gewann. Als fahrerfreundlicher Teamchef bringt der Finne eine Fülle an Erfahrung mit, da er 1979 erstmals an der Rallye-Weltmeisterschaft teilnahm und 23 Rallyes sowie vier Meisterschaften und die Dakar-Rallye 1988 gewann.
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Die Strategie entscheidet

Rallye ist intensiv. Die Fahrer müssen pro Session vier Wertungsprüfungen absolvieren und sich dabei strikt an ihre Pace Notes halten, während sie gleichzeitig auf Änderungen der Streckenoberfläche reagieren. Unterwegs können sie Reparaturen durchführen, wie zum Beispiel einen Reifenwechsel, aber ernsthafte Reparaturen müssen im Servicepark erledigt werden.
Sébastien Ogier (FRA) und Vincent Landais (FRA) vom Team TOYOTA GAZOO RACING WRT auf dem Streckenabschnitt während der Rallye-Weltmeisterschaft Kenia in Naivasha, Kenia, am 25. Juni 2023

Global: WRC-Rennen finden auf vier Kontinenten statt.

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Und am schnellsten zu sein, ist nicht immer das Beste: Der erstplatzierte Fahrer eröffnet am nächsten Morgen die erste Wertungsprüfung. Die Fahrer nennen das „Sweeping“, da sich über Nacht Schmutz und rutschige Stellen auf der Oberfläche angesammelt haben, was den führenden Fahrer – insbesondere auf Schotter – benachteiligt. Dies war eines der größten Hindernisse für Thierry Neuville, als er um den Titel 2024 kämpfte.
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WRC 2025: Das Ende der Hybridmotoren

Die WRC-Saison 2025 bringt auch eine Änderung an den Motoren mit, denn die Hybridmotoren gehören der Vergangenheit an. Die WRC steht vor der Herausforderung, den Sport sowohl für die Fans als auch für die Hersteller spannend zu halten. Der Sport wird dabei in zwei unterschiedliche Richtungen gezogen, da einerseits Fahrzeuge entwickelt werden müssen, die kraftstoffeffizient sind und sowohl nachhaltige Kraftstoffe als auch neue Technologien wie Wasserstoffantrieb nutzen. Letztendlich wurde beschlossen, die teuren und komplexen Hybridantriebe, die 2022 eingeführt wurden, aufzugeben.
Die WRC Season Opening Ceremony in Monte Carlo im Januar 2025

Der Hybridmotor gehört 2025 der Geschichte an.

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Ab 2025 werden die Rally1-Fahrzeuge von 1,6-Liter-Turbobenzinmotoren angetrieben, die zu 100 Prozent mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden, was den Teams hilft, die Kosten zu senken. Ohne das 87 kg schwere Hybridkit werden die Fahrzeuge zudem deutlich leichter, wobei das Mindestgewicht der Rally1-Autos von 1.260 kg auf 1.180 kg sinkt. Dies bedeutet eine bessere Beschleunigung bei geringerem Kraftstoffverbrauch.
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Wo kannst du die WRC verfolgen?

Alle Highlights jeder Runde siehst du kostenlos auf Red Bull TV! Erlebe die spannendsten Momente des Freitags, Samstags und Sonntags tagesaktuell ohne notwendige Registrierungen. Besuche Red Bull TV oder lade dir die App runter. Unter dem Tag "FIA World Rally Championship" holst du dir den Rallye-Spirit direkt ins Wohnzimmer!
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Was passiert bei einer WRC-Rallye?

Die moderne WRC ist wahrlich ein globaler Sport: Sie findet auf vier Kontinenten statt und bietet eine breite Varietät an Terrains, angefangen bei Asphalt über Kies bis hin zu Dirt und Schnee. Die Temperaturen variieren zwischen 42°C und -30°C.
Recce: Jede Rallye beginnt mit einer Recce-Phase, die üblicherweise zwei Tage andauert. Die Crews bekommen dabei die Möglichkeit, auf der Route mit limitierter Geschwindigkeit zu trainieren und diese kennenzulernen. Immerhin haben die WRC-Piloten nicht die Möglichkeit, eine Strecke über ein Wochenende über 200 mal zu umrunden -- vielmehr fahren sie diese nur einmal im Jahr oder noch seltener. Die Recce-Phase hilft ihnen dabei, ihren Zugang festzulegen und mögliche Challenges wie Wasser, Felsen oder Sprünge auf der Rechnung zu haben, sobald es ernst wird.
Service während der Rallye-Weltmeisterschaft Monte-Carlo am 26. Januar 2024.

Der WRC Service Park...

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Shakedown: Am Donnerstagmorgen kommt es zu einem Test bei Vollspeed, wo die Teams ihr Setup feintunen, um das Auto an die Gegebenheiten anzupassen. Für unebene Gravel-Etappen setzt man auf klobige Reifen, eine hohe Fahrerposition und ein Maximum an Federweg, während man auf Asphalt eher auf dünnere Reifen, tiefere Position und steifere Suspension zurückgreift.
Die Super Special Stage: Am Donnerstagabend findet der zeremonielle Start statt, gefolgt von einem Crowd-Pleaser, der Super Special Stage in der austragenden Stadt. Die SSS bietet ein breite Varietät an Formaten, besonders populär sind aber die Kopf-an-Kopf-Rennen, bei denen zwei Autos auf einer Rundstrecke oder einem Sprint mit einer Auswahl an verschiedenen Terrains und Hindernissen gegeneinander antreten.
Rallye: Freitag und Samstag umfassen zwei lange Tage auf Special Rallye-Etappen, die die Autos und die Crews an ihr Limit pushen. Die Crews fahren an den Start der Etappe, dann begeben sich drei "Zero Cars" auf die Strecke, um sicherzugehen, dass die Route frei von Zusehern ist. Sobald das erste Auto gestartet ist, folgt das nächste nach und nach im Dreiminuten-Intervall.
Kalle Rovanperä beim zeremoniellen Start der Rallye Monaco als Titelverteidiger.

Der zeremonielle Start bei der Rallye in Monte Carlo.

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Power-Stage: Am Sonntag gibt es einen weiteren Morgen voller Rallye-Action mit der finalen Power-Stage am Nachmittag, um das Wochenende abzuschließen. Die kehren dann in die austragende Stadt zurück, um am Podium zu feiern oder an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen.
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Das neue Punktesystem 2025

Die Fahrer und Teams erzielen bei jeder Runde Punkte, jedoch wurde das Punktesystem für die WRC-Saison 2025 noch einmal überarbeitet, um Teams davon abzuhalten, Reifen für die Power Stage am Sonntag zu sparen. Die Top 10 Finisher am Samstag erhalten 25 / 18 / 15 / 12 / 10 / 8 / 6 / 4 / 2 / 1 Punkte.
Am Sonntag erhalten nicht mehr die besten sieben Piloten, sondern nur noch die fünf Schnellsten Punkte und zwar 5 / 4 / 3 / 2 / 1. Auf der Powerstag winken zudem weiterhin bis zu fünf Punkte entsprechend der Sonntagswertung. Das soll Gesamtsiege künftig mehr honorieren - maximal winken nun 35 Zähler an einem Wochenende statt 30 wie bisher.
In der Konstrukteurswertung können Werksmannschaften bis zu drei Autos pro Rallye einsetzen, aber nur die Top 2 können Punkte in der Meisterschaft erzielen. Sie treten gegen die Uhr an, daher gewinnt derjenige mit der kürzesten Zeit über alle Etappen hinweg – also der schnellste insgesamt.
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Eine schnelle Geschichte der World Rally Championship

Der französische Hersteller Alpine wurde zum ersten Weltmeister und dessen A110 ein wahrer Star. Aber wer waren die Fahrer? Zunächst war das weit weniger von Bedeutung als das Auto. Es dauerte bis 1977, bis dem Piloten und dem Co-Piloten jeweils ein Preis überreicht wurde und einen Fahrer-Weltmeister gab es zum ersten Mal mit Björn Waldegård im Jahr 1979. Mit ABBA an der Spitze der Charts und Borg als Sieger im Tennis, war 1979 ein gutes Jahr, um ein Björn zu sein.
Seitdem ging der Titel an 16 Fahrer, inklusive zwei Franzosen, die die Rekordbücher dominieren -- Sébastien Loeb mit neun Titel und Sébastien Ogier mit acht. Der diesjährige Titelverteidiger ist aber der jüngste Champion aller Zeiten: Alle Zeichen deuten darauf hin, dass der brillante Kalle Rovanperä die WRC in naher Zukunft dominieren wird.

2 Min

Die animierte Geschichte des Rallye-Sports

Tauche in diesem animierten Guide in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft ein.

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Die Entwicklung der Rallye-Autos

Seit dem Beginn des Rallye-Sports haben sich die Autos nach und nach weiterentwickelt, da die Hersteller hier eine Plattform finden, um Neuheiten für die Autoproduktion ausgiebig zu testen. Im ersten Jahrzehnt fokussierte man sich auf Autos mit Hinterradantrieb wie den Ford Escort RS, den Fiat 131 Abarth und den aufmerksamkeiterregenden Lancia Stratos. In den 80ern brachten die neuen Group B-Regeln die Einführung von Turbos mit sich, was wiederum zum Game-Changer, dem Allradantrieb des Audi Quattro, geführt hat.
Sebastien Ogier und Julien Ingrassia während der FIA World Rallye Championship 2015 in Portugal.

Sebastien Ogier fährt den VW Polo R.

© Kin Marcin/Red Bull Content Pool

Die atemberaubenden Hot-Hatches der Group B mündeten in die glorreichen Jahre der WRC, aber zwei ernsthafte Unfälle im Jahr 1986 markierten das Ende einer Ära und den Aufstieg der Group A. Diese neue Generation basierte stärker auf Production-Cars und waren billiger herzustellen, womit sich die Weltmeisterschaft für neue Teams und Crews öffnete. Lancia führte den Weg mit dem Delta Integrale an und in den 90ern wurde die Weltmeisterschaft vom Subaru Imprez, Mitsubishi Lancer Evolution und dem Toyota Celica GT4 dominiert.
Nachdem die Hersteller Probleme hatten, straßen-legale Rallye-Autos zu entwickeln, führte die WRC 1997 sogenannte World Rallye Cars ein, was wiederum eine Ära der Dominanz zunächst für Citroen mit dem Xsara, C4 und dem DS3 und dann für VW mit dem Polo R WRC lostrat. Die Regeln wurden 2017 angepasst, um den Autos mehr Power und neue Aero-Komponenten zu verpassen und sie auf dem Boden zu halten. Und dann, im Jahr 2022, führte die WRC die sehr viel klimafreundlicheren Hybriden ein. Im Jahr 2025 werden diese durch einfachere und robuste 1,6-Liter-Turbomotoren ersetzt, um die Kosten zu senken und den Wettbewerb in der Meisterschaft zu erhöhen
Kalle Rovanperä und Jonne Halttunen vom Team TOYOTA GAZOO RACING WRT feiern ihren Sieg bei der Rallye Estland in Tartu, Estland.

Dreamteam: Kalle und Jonne feiern ihren Sieg mit Toyota Gazoo Racing

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Eine WRC-Runde von Kalle Rovanperä - POV

Kalles mentale Vorbereitung beginnt Tage vor der Rallye, wenn er Videos von vorangegangenen Rallyes studiert (vorrangig Onboard-Clips). Steht aber eine neue Etappe an, liefert die WRC Recce-Videos, um die Crews beim einstudieren zu unterstützen.
Wenn Kalle und sein Co-Pilot Jonne Halttunen am Service-Park ankommen, haben sie eine lange Check-Liste abzuarbeiten, angefangen bei der Recce-Phase, wo sie sich Pace-Notes machen, bis hin zum Team-Meeting, bei dem das beste Setup und die Strategie diskutiert werden. Nach dem Shakedown, dem zeremoniellen Start und der Super Special-Etappe am Donnerstag begeben sie sich an die Startlinie der ersten Special-Stage. Das ist der Moment, an dem die Crew die Köpfe frei macht und sich vollständig auf die Performance fokussiert.
"Wenn ich dann endlich an der Startlinie stehe und ich bereit bin zu fahren, absolviere ich meine kleine Routine: Ich klatsche in die Hände, um mich ein wenig aufzuwecken und zu fokussieren", erklärt Kalle. "Dann nehme ich mir 20 Sekunden, um den Kopf freizumachen, alles auszuschalten und mich zu konzentrieren."
Freitage sind lange Tage hinter dem Lenkrad und es ist Nacht, wenn die Piloten in den Service Park zurückkehren -- und noch viel länger dauert es, bis Kalle sein Abendessen bekommt und er ins ein Hotel zurückkehren kann. "Freitage sind ziemlich voll und sie enden erst spät. Nach der Rallye sehen wir uns die Videos der Samstagsetappe an, um uns vorzubereiten. Damit ist auch die Nacht lang..."
...ebenso, wie die Samstage. All das lässt nicht nach, bis am Sonntag dann die Power Stage und die Abschlussveranstaltungen (die er hoffentlich am Podium absolvieren darf) anstehen. "Das ist der beste Teil eines Wochenendes, da eine Rallye aus sechs Tagen harter Arbeit besteht. Wenn du ein gutes Resultat eingefahren hast, dann hat man etwas erreicht und das Gefühl des Erfolges. Dann ist es wirklich großartig, runterzukommen und dieses Gefühl genießen zu können."
Der Sonntagabend besteht dann aus einem unterhaltsamen Team-Dinner oder einem Sponsoren-Treffen -- oder, und das ist am wahrscheinlichsten, man begibt sich gleich nach Hause, um sich auf die nächste Runde vorzubereiten.
Willkommen im Club: Weltmeister Ott Tänak krönt den neuen Champion Kalle Rovanperä bei der Rallye in Neuseeland mit Champagner.

Weltmeister Ott Tänak tauft den neuen Champion Kalle Rovanperä.

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Die Regeln der WRC

Während sie über Felsen und massive Jumps fahren, bekommen die Autos so einiges ab und der Pilot wie der Co-Pilot müssen einige Reparaturen vornehmen, Reifen wechseln und die Karosserie wieder gerade rücken -- und das möglichst schnell. Das Rallye-Auto steckt voller grundlegender Ausrüstung, darunter verschiedenste Werkzeuge, Klebeband und ein Wagenheber. Kein anderer darf am Auto arbeiten, doch dürfen Fans dabei helfen, ein Auto zurück auf die Strecke zu schieben oder es wieder auf seine vier Reifen zu drehen -- es ist harte Arbeit, einfacher Zuseher zu sein.
Crews dürfen daneben aber nichts am Setup des Autos oder irgendetwas anderes, das die Performance des Autos beeinflusst, verändern, da sie sich ansonsten eine Zeitstrafe zuziehen. Man kann das aber durchaus als kalkuliertes Risiko einplanen. Umfangreichere Arbeiten müssen aber im Service Park von den Mechanikern durchgeführt werden.
Aber selbst das passiert unter streng reglementierten Zeitfenstern angefangen bei 15 Minuten am Morgen, 30 Minuten in der Mittagszeit und 45 Minuten am Abend. Über Nacht sind die Autos im Parc Fermé-Zustand und dürfen nicht mehr angefasst werden.
Wenn die Autos nicht auf der Etappe repariert werden können, werden sie in den Service Park geschleppt. Wenn es dem Team gelingt, es wieder auf Vordermann zu bringen, darf die Crew am nächsten Morgen mit einer 10-Minuten-Strafe wieder teilnehmen. Es ist nicht unüblich, dass dennoch Punkte eingefahren werden.
Ist ein Rallye-Auto -- oder ein Crew-Mitglied -- nicht mehr in der Lage, zu fahren, dann scheidet es aus.
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Die WRC-Support-Serie

Wie die Hauptmeisterschaft, beinhaltet auch die WRC-Ralley mehrere Support-Events, die jungen Talenten als Plattform dienen, um sich für einen Platz in der Elite zu beweisen.
WRC2: Die Rally2-Spezifikationsautos entsprechen den R5-Autos und umfassen wettbewerbsfähige Modelle wie den Ford Fiesta, den Skoda Fabia R5, den Citroen C3, den Toyota GR Yaris und den Hyundai i20 N. Die Teams können in der Saison an bis zu sieben Rallyes teilnehmen, wobei die besten sechs Ergebnisse für ihre Meisterschaft gewertet werden. Die Begrenzung der Anzahl der Runden hält die Kosten niedrig und schafft mehr Möglichkeiten für die Fahrer: Im Jahr 2024 konkurrieren 50 Teams in der WRC2 und sammeln Punkte aus fünf Rallyes.

Teil dieser Story

FIA World Rally Championship

Die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft stellt die Fahrer vor einige der härtesten Bedingungen der Welt.

86 Stopps

Kalle Rovanperä

A two-time WRC champion, Finnish racer Kalle Rovanperä is now targeting success on the circuit.

FinnlandFinnland

Sébastien Ogier

The joint-most successful driver in World Rally Championship history, Sébastien Ogier claimed his ninth drivers' title in 2025.

FrankreichFrankreich

Thierry Neuville

After five runner-up finishes in the Drivers' Standings, Thierry Neuville achieved his racing dream and won the WRC title for the first time in 2024.

BelgienBelgien