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Primoz Roglic als Vuelta-Kapitän: Das ist beim Blitz-Comeback zu erwarten
Drei Wochen zwischen Trainingsunfall und Gran Salida: Der viermalige Vuelta-Champion von Red Bull - BORA - hansgrohe radiert ein großes Fragezeichen aus. Unser Form und Team-Check zur Vuelta 2026:
Primoz Roglic und die Vuelta - eine slowenisch-spanische Liaison, die nicht zu trennen ist. Selbst dann nicht, wenn der fünfmalige Grand Tour-Sieger noch immer gezeichnet von seiner Kollision mit einem Auto während des Trainings zur 81. Auflage der spanischen Landesrundfahrt rollt.
Der Reality Check sagt: Ohne Start bei der fünftägigen Vuelta a Burgos oder zumindest bei der von Teammate Remco Evenepoel gewonnenen Clásica San Sebastián keine Rennhärte - und damit keinerlei Chance auf eine Top-Platzierung in einer mit Tadej Pogacar und Co. gespickten Starterliste?
Doch Roglic’ Wille war so stark, ein Comeback zu wagen, nach dem niemand gefragt hat, aber jeder fühlt, der dessen Vuelta-Historie kennt. Um bei seinem Lieblingsrennen einmal mehr in die Leader-Rolle zu schlüpfen, nimmt der Slowene nur drei (!) Wochen nach seinem Sturz einige Fragezeichen in Kauf. Seine Ambitionen in der GC-Wertung wird Red Bull – BORA – hansgrohe von Etappe zu Etappe neu bewerten.
Unser Hauptziel ist ein Etappensieg - und wenn die Gelegenheiten da sind, gerne mehr als einer. Unser zweites großes Ziel ist die Gesamtwertung mit Primož, aber wir müssen realistisch bleiben.“
Anpassungsfähigkeit dürfte zum Schlüssel werden – von der Gran Salida in Monaco bis ins Ziel nach Granada am 13. September.
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Wer fährt für Red Bull – BORA – hansgrohe bei der Vuelta 2026?
Red Bull - BORA - hansgrohe reist mit einem variablen Kader zur Vuelta 2026
© Kristof Ramon/Red Bull Content Pool
Acht Fahrer stehen im Vuelta-Aufgebot von Red Bull - BORA - hansgrohe. In Monaco geht ein Line-Up an den Start, das Grand-Tour-Erfahrung, Kletterstärke sowie Speed auf den letzten Metern und taktische Bandbreite in sich vereint:
- Primož Roglič (5 Vuelta-Teilnahmen)
- Finn Fisher-Black (2 Vuelta-Teilnahmen)
- Jordi Meeus (1 Vuelta-Teilnahme)
- Gianni Moscon (1 Vuelta-Teilnahme)
- Callum Thornley (0 Vuelta-Teilnahmen)
- Luke Tuckwell (0 Vuelta-Teilnahmen)
- Gianni Vermeersch (1 Vuelta-Teilnahme)
- Frederik Wandahl (0 Vuelta-Teilnahmen)
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Rekordsieger im Check: Wie geht es Primoz Roglic nach seinem Sturz?
Kaum ein Fahrer hat eine Beziehung zur Vuelta wie Roglič: Dreimal in Folge färbte er zwischen 2019 und 2021 die Straßen in rot. Mit seinem vierten Triumph im Trikot von Red Bull - BORA - hansgrohe, verbunden mit einer denkwürdigen Aufholjagd, schloss er außerdem zum vorherigen Rekordsieger Roberto Heras auf. Nach dem Sturz in der Vorbereitung werden erst die Auftaktetappen zeigen, was diesmal wirklich drin ist.
„Primoz' Vorbereitung ist nach seinem Sturz ganz anders verlaufen als ursprünglich geplant. Wir gehen Schritt für Schritt vor und holen mit ihm das bestmögliche Ergebnis in der Gesamtwertung heraus - aber wir müssen bereit sein, uns anzupassen, wenn es nötig wird“, erklärt Sven Vanthourenhout.
Vuelta a España: Die erfolgreichsten Fahrer der spanischen Rundfahrt
Fahrername
Siege 🥇
Zweiter 🥈
Dritter 🥉
Primož Roglič
4
0
1
Roberto Heras
4
1
1
Tony Rominger
3
1
1
Alberto Contador
3
1
0
Was will Primož Roglič bei der Vuelta 2026 erreichen?
Je nach Fitness-Zustand und Rennverlauf in der ersten Woche ergeben sich für den Slowenen ungewohnte Freiheiten, die er bei allen vorherigen Vuelta-Stars nicht hatte. Einerseits könnte Roglic auf diese Weise seine Etappenbilanz (aktuell 15 Siege) ausbauen. Denkbar wäre auch ein Szenario, bei dem Roglic sich austobt, sobald die Vuelta die bergigen Etappen in Andalusien (erfahre mehr in diesem Vuelta Etappen-Guide) erreicht. Das Blau-weiß gepunktete Berg-Trikot (Maillot de lunares azules) trug der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe während der Vuelta 2024 für einen Tag.
„Die Vuelta viermal gewonnen zu haben, hätte ich mir nie träumen lassen – deshalb will ich mir keinen zusätzlichen Druck machen. Wir nehmen es Tag für Tag, geben als Team alles und versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu holen“, führt der Slowene aus.
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Viele Wege zum Etappensieg: Meeus und Fisher-Black bringen die Optionen
Unabhängig vom Verlauf der Vuelta für den Kapitän, eröffnet die Vielseitigkeit des Line-ups gleich mehrere Wege zum angestrebten Etappenerfolg. An den schnellen Tagen bekommt Jordi Meeus seine Chancen in den Sprints. „Jordi bekommt seine eigenen Sprintchancen, ist gleichzeitig aber voll in die Teamarbeit eingebunden. Wir wollen ihm seine Gelegenheiten geben und dabei sicherstellen, dass alles ins Bigger Picture passt“, betont Sven Vanthourenhout
Eine weitere Trumpfkarte hält das Team in Finn Fisher-Black in der Hand. Egal ob in größeren Außreißergruppen oder stark dezimierte Felder mit anspruchsvollen Finals: Hierfür ist der Neuseeländer prädestiniert! Und wie die Streckendesigner es wollen, findet Fisher-Black bei seiner dritten Vuelta-Teilnahme noch mehr dieser Etappen-Profile vor als 2023 und 2025.
Schielt bei der 3. Vuelta-Teilnahme auf Fluchtgruppen: Finn Fisher-Black!
© Twila Federica Muzzi/Red Bull Content Pool
„Ich habe das Gefühl, in guter Form ins Rennen zu gehen, und will Etappensiege angreifen. Ich mag die Vuelta ohnehin, umso mehr freue ich mich, zurück zu sein“, zeigt sich Finn Fisher-Black angriffslustig.
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Grand-Tour-Debüt für Tuckwell und Thornley: Zwei Neulinge, ein Ziel
Für Luke Tuckwell und Callum Thornley ist die Vuelta a España wiederum Neuland. Mehr noch: Beide stehen vor ihrem Grand-Tour-Debüt für Red Bull - BORA - hansgrohe! „Bei einer ersten Grand Tour gibt es so viele Unbekannte, dass ich mich auf kein konkretes Ergebnis festlegen will“, macht Tuckwell klar.
Thornley verfolgt einen ähnlich entwicklungsorientierten Ansatz, behält sich aber die Freiheit, in Ausreißergruppen zu springen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Nicht zuletzt auch das zweite Einzelzeitfahren auf dem 18. Teilstück nach Jerez de la Frontera wäre ein Fingerzeig, was Red Bull - BORA - hansgrohe von seinem Eigengewächs in den nächsten Jahren erwarten kann.
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Erfahrung komplettiert das Line Up: Der doppelte Gianni
Klar, das Erfahrung das Aufgebot bei der Vuelta 2026 abrundet. Gestatten, Gianni und Gianni! Vermeersch und Moscon bringen als Duo mit zusammen über einem Dutzend Grand Tours auf dem Sattel genau das mit. Der Belgier übernimmt auf der Straße eine Führungsrolle, letzterer stellt sich - vor allem auf flachen und technisch kniffligen Etappen, auf denen Positionierung und Kontrolle über alles entscheiden - als Edelhelfer in den Dienst von Kapitän Roglic.
Der achte und letzte Spot im Vuelta-Kader ging an Frederik Wandahl, der - wahlweise als Support oder Ausreißer - die zusätzliche taktische Flexibilität auf den 21 Etappen weiter erhöht. „Wir sind sehr froh, Frederik im Team zu haben. Er hat ein ausgezeichnetes taktisches Renngespür, die für das Team nutzen wollen“, so Vanthourenhout.
Ein Team aus acht größtenteils unterschiedliche Fahrer-Typen: Red Bull – BORA – hansgrohe reist mit einem variablen Kader nach Monaco und ist bereit, sich viele Unwägbarkeiten einzustellen, die während der dreiwöchigen Rundfahrt in Spanien warten. Viva Vuelta!